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Die Apokalyptischen Reiter – Wir sind kein Nostalgie-Act

Mit ihrem letztjährigen Oldschool-Auftritt auf dem Partysan erfüllten Die Apokalyptischen Reiter vielen Fans einen langgehegten Herzenswunsch: Die Höhepunkte der ersten drei, äußerst heftigen und hochmelodischen Alben wurden für eine einzige Show eingeprobt und umjubelt wieder aufgeführt, das Ergebnis erschien jüngst auf DVD und schaffte es sogar, in die Albumcharts einzusteigen. Sänger Fuchs blickt mit uns auf die Entstehung der Idee, den Arbeitsprozess und die Zukunft und erklärt, warum diese Show eine einmalige Sache war.

Dass die Realisation der sogenannten Oldschool-Show einen derartigen Erfolg nach sich zieht und solche Wellen schlägt, war vielleicht so nicht zu erwarten, umso mehr freute sich der quirlige Frontmann der Weimarer über die Reaktionen der Fans: "Auf jeden Fall war es noch einmal ergreifend, als wir das fertige Produkt dann gesehen haben, vor allem die Kinopremieren waren super, wann hat man schon einmal die Gelegenheit, seine eigene DVD im Kino zu sehen? Es hat zwar nicht immer so geklappt wie wir das wollten, Leipzig war eine kleine Katastrophe, da haben wir viel gelernt dabei. Kaiserslautern war der Höhepunkt, da sind die Leute komplett im Kino durchgedreht, standen vor der Leinwand und haben geschrieen und getanzt. Pogo im Kino ist glaub ich auch sehr selten, haha, mit Crowdsurfen und allem drum und dran. Das war ein sehr schöner Abschluss!" ist Fuchs immer noch beeindruckt von der nachhaltigen Reaktion der Reitermaniacs.

Eine DVD in diesem Umfang mit dazugehöriger Doppel-CD stellt natürlich einen immensen Arbeitsaufwand dar, speziell wenn man wie die Reiter selbst die Kontrolle übernimmt und nicht das Produkt einer externen Firma überlässt. "Es war eine Menge Arbeit und bis das Ergebnis so war, wie es jetzt ist, war es ein ganz langer Weg. Wir haben das Material hunderte Male gesichtet und waren auch beim Schnitt dabei. Die ganze Sache begann aber schon viel früher, wir haben sicher ein ganzes Jahr daran gearbeitet. Die ersten Arbeiten gingen schon los, da war noch gar nicht an die Shows zu denken. Wir haben uns im letzten Jahr in eine Waldhütte eingemietet, fernab von allem, haben mächtig viel Alkohol und unsere Instrumente mitgenommen und haben losgelegt. Da haben wir viel altes Material und Bilder gesichtet, weil wir eine Retrospektive über die letzten zehn Jahre Reiter bringen wollten. Das war aber irgendwann alles zuviel, sodass wir uns gesagt haben, das machen wir beim nächsten Mal. Das ist auch gut so gewesen, weil wir nicht wussten, was auf uns zukam, DVD war ein völlig neues Medium für uns, bei dem wir viel gelernt haben, was z.B. bei Formaten wie 16:9 und 4:3 anfing. Wir haben die komplette Kontrolle gehabt und haben im Endeffekt nur bei der Plattenfirma abgeliefert." umreißt der sympathische Fronter die Arbeit, die in dem fertigen Produkt steckt.

"Die Konzerte noch zusätzlich auf CD zu veröffentlichen war eine Idee der Plattenfirma, von uns war das nicht so geplant. Für mich ist das Zentrum aber die DVD. Wir haben aber da auch viel Aufwand bei dem Sound betrieben, bin dann noch zweimal ins Studio gefahren, weil der Mix nicht so war, wie wir es haben wollten, obwohl ich sagen muss, dass ich kein Freund von Liveplatten bin!" lacht Fuchs.

"Die Idee zu der Oldschool-Show kam von beiden Seiten, die Fans haben sich immer alte Songs gewünscht, aber das geht sicherlich allen Bands so, aber wir wollen eine moderne Band sein, eher progressiv als regressiv. Dann kam das Angebot vom Partysan, wo wir quasi eine Haus- und Hofband sind und wo wir groß geworden sind, die meinten: Ihr könnt gern noch bei uns spielen, aber wenn, dann spielt eine Oldschool-Show! Und wir sagten uns: Warum nicht, denn das ist auch eine gute Sache, jüngeren Fans diese Zeit nahe zu bringen und wofür die Reiter damals standen. Aber das bleibt mit Sicherheit eine Ausnahme, es wird keine Oldschool-Tour geben, solche Sachen wurden auch schon angefragt." erklärt Fuchs, wie es zu dieser wundervollen Idee kam. Bleibt nur die Frage, ob dann sich nicht ein kommerziell ausgerichtetes Laben wünscht, diese Kuh weiter zu melken. "Haha, das fragt ja jeder an, wir sind kein Nostalgie-Act! Wir werden uns keine Schranken setzen und immer nach vorne gehen. Ich sehe keinen Reiz darin, Dinge zu tun, die ich schon mal getan hab und die Sache muss auch ehrlich sein! Sicher kann man Songs wie "Dostulata" noch mal schreiben, aber da würde für mich der künstlerische Anspruch fehlen." stellt der Frontreiter da.

 

Hinter der Auswahl der Songs steckt eine witzige Geschichte: "Wir standen im Proberaum und überlegten, welche Song wir spielen und konnten uns stellenweise nicht erinnern, was wir da gespielt haben und mussten uns die Stücke neu erarbeiten. Ich saß dann da mit Gitarre, hab die CD eingelegt und die Stücke dann wiederentdeckt, haha. Dadurch dass wir viel auf Tour waren, hat sich das alles hingezogen, da man nicht konzentriert arbeiten konnte. Dann hat der Part noch gefehlt und der, aber es war auf jeden Fall sehr viel Spaß, auch das alte Gefühl wieder zu bekommen und diese Zeit wieder zu durchleben, wir haben ja sehr viele Geschichten erlebt." wird Fuchs dann doch etwas nostalgisch. Probleme, eine komplette Show wieder in der derben Stilistik durchzuhalten, hatte er nicht. "Man ist da so in Ekstase, da merkt man so was nicht. Man fühlt die Songs wieder, wie sie waren. Für mich persönlich war es nicht unbedingt die beste Zeit, aber es war interessant, das noch mal zu durchleben. Man sieht das jetzt mit Abstand, man reflektiert seine Gefühle, warum damals solche Texte entstanden sind, aber das ist Vergangenheit." stellt Fuchs klar.

Nach all den Lobeshymnen kann man Die Apokalyptischen Reiter nun wahrlich schon als Touristik-Element Weimars bezeichnen, welches Potential bietet, um ins Stadtmarketing aufgenommen zu werden und so andere Zielgruppen auch anzusprechen. Man denke nur an Reiter-Touren durch die Stadt oder gar ein Denkmal für die innovative und erfolgreiche Band neben den anderen Söhnen der Stadt. "Haha, das ist doch so wie mit dem Prophet im eigenen Land, das mit der Anerkennung kommt eher aus der Szene, da ist noch nichts von offizieller Seite. Wir präsentieren uns auf der DVD ja schon als extreme Band, ich weiß nicht, ob das in das Bild von Weimar passt. Ich werde zwar manchmal angesprochen, aber ansonsten kann man in Weimar ruhig leben und noch unerkannt einkaufen gehen, haha." so Fuchs. Wer weiß, vielleicht ändert sich das ja auch bald...


 

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Ingo
© 02/2008 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Die Apokalyptischen Reiter

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