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Die Rede ist natürlich von Arsis, welche dieser Tage mit ihrem Nuclear Blast-Debüt "We are the Nightmare" auch in Deutschland an die Spitze der Metal-Liga stürmen wollen. Wir sprachen mit Bassisten Noah Martin über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Band.
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Wie schon erwähnt, sind die Vorwahlen für das Präsidentschaftsamt von großer Bedeutung für viele Amerikaner. Noah, der vom Hause seiner Freundin aus Georgia anruft, kommentiert nachdenklich den Sieg Barack Obamas in Virginia.
"Ich muss sagen, ich mag Obama, denn ich halte ihn für einen wirklich guten Redner. Er wäre auf jeden Fall eine massiver Fortschritt im Vergleich Zu Bush." Ein kurzes Lachen unterbricht die Nachdenklichkeit. "Okay, alles ist eine Verbesserung, wenn man es mit Bush vergleicht! Die Dummheit, welche von diesem Menschen ausgeht ist eine Schande für die Vereinigten Staaten. Er ist ein beschämende öffentliche Figur. Jeder hasst ihn. Aber obwohl Obama wirklich starke Reden liefert, bin ich mehr für einen Kandidaten aus den anderen Parteien. Ich mag ihre Ideen wirklich, aber sie bekommen leider nicht die Medienaufmerksamkeit, die sie verdienen. Ich bin relativ zuversichtlich, dass die Demokraten das Rennen gewinnen. Allein schon wegen den sieben Jahren unter der Regierung der Republikaner!"
Man könnte sicher noch mehr über Politik reden, doch es geht natürlich eigentlich um die Musik. Um dem technischen Stil von Arsis gerecht zu werden, benötigt man Jahre der Erfahrung. Wo begann die Musikerlaufbahn Noahs? Wann wurde ihm zum ersten Mal bewusst, dass er sein Leben als Musiker verbringen wolle?
"Ich erinnere mich ziemlich gut daran. Ich muss elf oder zwölf Jahre alt gewesen sein. Ich schnappte mir die schrottige alte Gitarre meiner Mutter und spielte 'Satisfaction' von den Rolling Stones. Ich probierte einfach rum und fand schließlich selbst heraus, wie man den Song spielt. Von dort an wusste ich, dass ich es tun wollte. Als ich dann auf Metal von Iron Maiden und Metallica stieß, war mir klar, dass ich nichts anderes mit meinem Leben anfangen wollte."
Und wer beeinflusste ihn auf seinem Weg?
"Zu meinen musikalischen Anfängen waren es definitiv Bands wie Iron Maiden, Metallica, Judas Priest und besonders Mercyfull Faith. Sie alle beeinflussten meine Art zu spielen. Später dann Bands wie Symphony X oder Dream Theater. Viele Progressive- und Power-Metal Bands! Das Ding am Musikmachen ist ja, dass man als Musiker wächst. Man trifft sich untereinander, und es kommen ständig neue Einflüsse dazu."
Als Freund progressiver Musik ist man natürlich offen für alle neuen Einflüsse. Die findet man nicht nur im Metal, sondern eben auch außerhalb der harten Musik. Das kann mitunter recht eigenartige Züge annehmen.
"Seit einiger Zeit fahre ich sehr auf griechische Popmusik ab. Als ich letztens zu meinen Eltern nach Kause kam, meinte ich zu ihnen: 'Hey, hört Euch das mal an!' Nachdem sie es taten, starrten sie mich nur noch eigenartig an."
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In den USA schafften Arsis relativ schnell ihren Weg aus dem Unterground. Neben drei Alben, die die Band bei Willowtip Records veröffentlichte, galt es viele Shows zu bestreiten. Wie lässt sich das mit dem Job vereinbaren? Immerhin können selbst einige "größere" Bands nicht von ihrer Existenz allein leben.
"Für die letzten drei oder vier Jahre habe ich versucht, professionell Musik zu machen. Vorher musste ich die längste Zeit als Kellner Tische abwischen und servieren. Mir gefiel die Arbeit im Restaurant nicht. Ich hasste das alles so sehr! Ich wollte nur in eine Band, und mit ihr vielleicht an den Punkt kommen, wo man sich ausschließlich auf die Musik konzentrieren kann. Jetzt endlich bin ich in einer Band, die mir Spaß macht. Und wir schaffen es! Wir machen genug Geld, um nur das tun zu können. Okay, nebenbei gebe ich noch etwas privaten Unterricht. Quasi als kleinen Extra-Verdienst. Es ist zwar schwierig von der Musik zu leben, aber immerhin möglich!"
Obwohl Noah nicht seit Gründung der Band an Bord ist, kann er die Erfolgsgeschichte knapp zusammenfassen.
"Ich glaube es fing an, als James (Malone) mit 17 Jahren in Berkley auf Gus G. von Nightrage traf. Kurz bevor das erste Demo von Firewind erschien wollte James sein eigenes Ding aufziehen. Also ging er los und startete Arsis zusammen mit Mike Van Dyne. Sie spielten ein paar Gigs und schon nach der sechsten Show wurde sie unter Vertrag genommen. Dann kamen die drei Releases bei Willowtip und jetzt sind wir hier."
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