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Als ich die Halle des Columbia Clubs betrete ist es erstaunlich hell, keine Wolken verhüllen die Lampen und dämmen das Licht. Noch am Eingang weist mich ein Security höflich auf das Rauchverbot hin. Rauchen darf man nun nur noch im abgesperrten Außenbereich, an dessen Eingang ein reges Kommen und Gehen herscht. Aber nun zum Konzert: Da A Day To Remember als Support absagen mussten, haben Dead To Me die Bühne für sich, um der Menge schon mal ordentlich einzuheizen. Die vier Kalifornier kosten die Zeit aus und sind dabei mehr als nur ein netter Vorgeschmack. Sie überzeugen mit rasanten Punk-Songs und rotzigen Kommentaren.
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Dann kommen Millencolin in roten und schwarzen T-Shirts mit Machine 15-Logo auf die Bühne und die wartende Menge wird gleich mit Songs wie "Machine 15" und "Shut Your Mouth" belohnt. Nach sieben veröffentlichen Alben fällt die Auswahl natürlich nicht leicht. Millencolin entscheiden sich für eine Mischung aus Songs der letzten beiden und natürlich des aktuellen Albums. Die älteren Sachen werden dabei ein wenig vernachlässigt und beschränken sich auf eins, zwei Singles.
Mathias und Erik fegen mit ihren Gitarren über die Bühnen und zeigen wie einfach das Spielen über Kopf oder tanzend auf einem Lautsprecher ist. Bassist Nikola zeigt sich während der gesamten Show eher ruhig und konzentriert. Trotzdem kommt es zu dem einen oder anderen lustigen Missverständnis. Der Menge macht das natürlich nichts aus: sie tanzt, pogt, singt und klatscht munter weiter. Band und Publikum haben sichtlich Spaß.
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Zwischendurch gibt Mathias noch eine kleine Kostprobe seiner Deutschkenntnisse, die er sich während eines zweimonatigen Kurses in Berlin angeeignete. Auch sonst scheinen Millencolin nicht nur von der Stadt, sondern auch vom Publikum sehr angetan zu sein.
Dann steht Nikola plötzlich nur noch mit Akkustikgitarre auf der Bühne, die Fans wissen was jetzt kommt. Zusammen mit dem Publikum singt er "The Ballad", bis Mathias und Erik gegen Ende mit einstimmen - ein abschließendes Hightlight der Show. In der Zugabe wurde die aktuelle Single "Detox" gespielt. Einen kurzzeitigen Entzug haben sich auch die ausgesetzt, die keine Lust hatten sich während des Konzerts zum Außenbereich zu drängeln und womöglich noch ihren Lieblingssong zu verpassen. Musik ist eben mehr als ein guter Ersatz und sowieso die beste Droge.
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