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Heaven Shall Burn - Sechzig Minuten echte Gefühle

Mit ihrem neuesten Album "Iconoclast" haben die Thüringer Heaven Shall Burn eine neue musikalische Ebene erreicht. Und um Ebenen geht es im folgenden Gespräch über Musik, Lebenseinstellungen und Phantasiestories mit Gitarrist und Songschreiber Alexander Dietz noch des Öfteren. Während auf der Bühne bereits Misery Speaks, Aborted und Neaera ordentlich abrockten, fand dieses, sehr angenehme, Gespräch in den Backstageräumen des Columbia Club statt.

Bereits in der ersten Veröffentlichungswoche im Februar, ist "Iconoclast" auf Platz 21 der Media Control Charts eingestiegen. Ein beachtlicher Erfolg, gerade für die Art von Musik, der die fünf Deutschen frönen. Das sich das Album so anhört wie es sich anhört und damit diesen großartigen Erfolg feiert, liegt für Alex unter anderem an der entspannten Studiozeit. "Für uns ist die Zeit im Studio in der Hauptsache Spaß. Wir nehmen ja in den Rape Of Harmonies Studio auf und das ist ganz in der Nähe von uns zuhause. Wenn dann mal etwas nicht so läuft wie es soll, oder uns einfach alles ankotzt, dann fahren wir eben heim und machen einen Tag Pause, schlafen eine Nacht drüber und am nächsten Tag sieht schon alles wieder ganz anders aus. Denn was bei uns noch nie funktioniert hat ist, sich einen Monat in ein Studio zu verschanzen und da auf Knopfdruck von morgens bis abends kreativ zu sein und Songs einzuprügeln. Manchmal nehmen wir sogar nur zwei Stunden eine Gitarrenlinie auf, oder den Gesang für einen Song, zwischendurch gehen wir ins Schwimmbad oder machen was anderes. Wir planen auch immer fast einen Monat Puffer für die Studiozeit ein und ich denke, eine andere Arbeitsweise könnten wir uns gar nicht mehr angewöhnen. Sobald ein bisschen Stress aufkommt, schieben wir einen Riegel vor und so kommt auch kein Frust hoch." Einschlägige Szenemagazine haben Heaven Shall Burn mit "Iconoclast" durchweg positives Feedback und musikalische Weiterentwicklung bestätigt. Die Band selbst sieht die Unterschiede zum Vorgängeralbum "Deaf To Our Prayers" allerdings gar nicht so gravierend: "Also die Unterschiede sind, wenn man das auseinanderbaut und analysiert, wirklich gar nicht so groß. Im Gesamteindruck allerdings, sind beide Alben doch ganz anders. Wenn man das in einer Summe zusammenzählt, war die 'Deaf to Our Prayers' eher wie so ein D-Zug, der an einem vorbei rast. Obwohl es auch hier ruhige Momente gab, die aber mehr versteckt sind. Sicher lag das unter anderem auch an der Songauswahl, dass die Platte viel brutaler wirkt. Wogegen 'Iconoclast' eher auch ruhige Momente hat, das verläuft wie Wellen und ist viel emotionaler. Es gibt nicht die ganze Zeit voll in die Fresse, sondern es schiebt einen nach vorn und nimmt einen aber auch wieder zurück und ist dadurch viel lebendiger. Unterschiede gibt es auf jeden Fall auch vom Sound her: 'Iconoclast' ist nicht mehr so komplett Hightech produziert wie die Platte davor, sondern zeigt auch hier mehr Emotion, sowohl in aggressiver, als auch melancholischer Richtung. Das fängt schon beim ersten Song an, auf der 'Deaf to Our Prayers' kommt so ein Bolt Thrower artiger Song, der einen komplett umwalzt und bei 'Endzeit', dem ersten Song auf 'Iconoclast', möchte man sich am liebsten das Hemd vom Leib reißen und mitbrüllen. Das Emotionale ist also der Hauptunterschied, so wie ich ihn sehe." Immer ein bisschen heikel für den Fragesteller ist die Bitte an die Band, das aktuelle Album in einem einzigen Satz zu beschreiben, denn oft bekommt man hier keine brauchbare Antwort oder die Musiker sind sogar verärgert, dass sie ihr Machwerk in einen kleinen Satz pressen sollen. Alex lacht aber über diese Frage und hat auch eine prompte Antwort parat: " Ich antworte bei dieser Frage immer gern mit einem Zitat aus dem Film "Bang, Boom, Bang". In der Szene beschreibt jemand einen Pornofilm mit den Worten 'Sechzig Minuten echte Gefühle' und das passt meiner Meinung nach hundert Prozent zu 'Iconoclast'."

 

Kommen wir nun zu den eingangs erwähnten Ebenen. Durch "Iconoclast" zieht sich, wie ein roter Faden, die Geschichte der Ikonoklasten, die hier auf zwei Ebenen, einer realen und einer fiktiven, erzählt und verarbeitet wurde. Am Besten erklärt Songwriter Alex seine Gedanken und die Idee zu den Ikonoklasten selbst: "Man darf das auf gar keinen Fall verwechseln, diese Ikonoklasten Geschichte, diesen Bildersturm, den man bei Wikipedia zum Beispiel findet und der von uns erdachten 'Rächer der Mörder Gottes'. Der Bildersturm ist so die reelle Überschrift der Platte. Es geht in den Texten ja auch viel um Leute die zu Unrecht gehyped werden, oder auf einen Thron gehoben auf den sie nicht gehören. Im Umkehrschluss thematisieren wir auch das Gegenteil, nämlich Leute die es verdient hätten im Rampenlicht zu stehen oder auf dem Thron zu sitzen die ich dann lyrisch versuche hoch zu heben. Das ist der reelle Bezug zur Bildersturmthematik.
Die Ikonoklasten um die es im Album geht, haben aber eben nur den Namen Ikonoklasten. Und das ist diese Trennung zwischen der reellen und der Fantasieebene. Diesen reellen Bezug und die Phantasiestory fand ich ein schönes Symbol für die Trennung von weltlicher und kirchlicher Macht, was wir auch als großes Thema ins Album eingearbeitet haben. Genau so ist die Platte eben in der realen Ebene, diesen Bildersturm betreffend, und auf der anderen Ebene, diese fiktiven Ikonoklasten die innerhalb der Story geschickt werden, die Mörder Gottes zu richten. Also eine ganz erfundene Geschichte, deren Aufhänger ein Nietzsche Zitat ist 'Gott ist tot, aber wir haben ihn getötet'. Und diese Mörder Gottes sind es eben, die wir lyrisch vom Thron stoßen. Sie haben sich durch unmoralisches Leben und Handeln, an der Gesellschaft versündigt und dadurch Gott umgebracht. Dies wird durch die Ikonoklasten Krieger gerächt. Das ist die Rahmenstory des Albums. Davon abgesehen, habe ich jetzt auch schon ein bisschen vorgegriffen, denn diese ganze Thematik erklärt sich durch den Text von 'Iconoclast Part One: The Final Resistance' noch nicht ganz. Das wird dann erst mit dem zweiten Teil komplett klar."
Noch mal in Kurzfassung: In der fiktiven Story um die Rächer der Mörder Gottes, sind also Texte mit realem Hintergrund eingebaut, die unter anderem das Problem der Trennung von politischer und kirchlicher Macht thematisieren. Warum einfach wenn es auch kompliziert geht?

Heaven Shall Burn - Sechzig Minuten echte Gefühle Seiten 1 2

 

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