whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin zur Startseite whiskey-soda Musikmagazin zur Story Seite whiskey-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whiskey-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whiskey-soda Musikmagazin Community und Forum whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin einfach mal suchen whiskey-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
Story-Archiv   
 

      registrieren  

Three Piece Suite
Gentle Giant
Three Piece Suite
(Progressive Rock)

Reap The Storm
Wucan
Reap The Storm
(Stoner Rock)

Children Of The Sounds
Kaipa
Children Of The Sounds
(Progressive Rock)

Light It Up
Hot Water Music
Light It Up
(Emo)

BCCIV
Black Country Communion
BCCIV
(Classic-Rock)

Freedom Machine
Hard Driver
Freedom Machine
(Hardrock)

Two Paths
Ensiferum
Two Paths
(Deathmetal)

Dreaming In The House Of Blues
Ulrich Ellison
Dreaming In The House Of Blues
(Rock)

Into The Great Unknown
H.e.a.t
Into The Great Unknown
(Rock)

Cold Dark Place
Mastodon
Cold Dark Place
(Progressive Rock)



Trouble - Was ist eigentlich Doom Metal?

Musikzentrum Hannover gegen 22 Uhr. Der Boden bebt! Eine Soundwand überrollt etwa 120 Metalheads. Mit "R.I.P." starten Trouble in ein fulminantes Set aus feinstem Doom Metal. Aber was ist eigentlich Doom Metal? Über dieses Etikett und mögliche Zukunftspläne sprach Whiskey-Soda vor der Show mit Trouble-Gitarrist Rick Wartell. Nur wenige Tage nach dem musikalischen Donnerhall gab es dann einen unerwarteten Paukenschlag.


Eine Begrüßung wie nach diesem Eröffnungssong habe ich noch nicht erlebt. "Ich hab mich gefragt, ob ihr mich kurz entschuldigt, damit ich eben kurz pinkeln kann", grinst Frontmann Eric Wagner und geht nach dem Opener tatsächlich schnell zur Toilette. Im letzten Jahr erfreuten Trouble ihre deutschen Fans auch schon mit einer Tour. Dass die Doomster überhaupt noch mal auf deutschen Bühnen stehen würden, war noch vor drei Jahren nicht zu erwarten. "Ich hätte nie damit gerechnet", erklärt Mitgründer Rick Wartell. "Um ganz ehrlich zu sein, hatte ich keinerlei Intention, jemals wieder mit dieser Band zu spielen." Dass es zur Reunion kam, ist vor allem dem Ex-Bassisten Sean McAllister zu verdanken. "Er hat mich dazu überredet, aber als ich endlich zugestimmt hab, ist er ausgestiegen." Rick lacht. "Inzwischen bin ich froh, dass es so gekommen ist, dass wir noch mehr Musik machen und ein bisschen rumreisen können. Jetzt, wo wir älter sind, ist es noch angenehmer und entspannter. Man sieht die Dinge mit anderen Augen als früher." Natürlich hat sich Trouble in 20 Jahren verändert. "Unser Songwriting ist reifer geworden. Das ist heute strukturierter", erklärt Rick. "Damals waren wir jung und wild und haben teilweise einfach nur verrückt gespielt. Aber unsere Riffs sind immer noch echt und ehrlich. Und was unsere Persönlichkeiten angeht ... wir sind eben 20 Jahre älter, reifer und ruhiger. Es fällt uns auch leichter, mit dem Geschäft umzugehen."

 

Frontmann Eric Wagner steckt sich eine Zigarette nach der anderen an, während er mit seiner markanten Stimme die Setlist veredelt. Nach "R.I.P." gibt es mit "The Sleeper" gleich den nächsten schwermetallischen Kracher. Das ist Doom Metal vom Allerfeinsten. Moment mal, was ist denn eigentlich Doom Metal? Dieses Etikett haftet Trouble bereits seit den 80ern an. Aufgrund der Bibelpassagen in ihren Texten wurden Trouble mitunter sogar als White Metal bezeichnet. Völliger Quatsch, wie Rick klarstellt. "Wir sind kein White Metal. Das hat mal jemand als Marketing-Gag erfunden und dann sind wir das nie ganz losgeworden. Das hat uns eigentlich mehr geschadet als genützt." Und wie sieht's aus mit Doom Metal? "Ich weiß eigentlich nicht mal, was das bedeutet. Was ist denn Doom Metal", lacht Rick und bringt es dann auf den Punkt, "Trouble ist doch einfach nur eine harte Rockband. Mal im Ernst, unsere Einflüsse kommen von Black Sabbath, UFO, den Scorpions und solchen Bands. Die Namen ändern sich, aber die Musik nicht. Meiner Meinung nach sind all diese Bezeichnungen nur Marketingstrategien von Plattenfirmen und Labels." Marketingstrategien, die, Rick hat es angedeutet, nicht immer funktioniert haben.

Also woran liegt es, dass Trouble der große Durchbruch versagt blieb. "Ich denke, dafür gibt es sehr viele Gründe", sagt Rick. "Vor allem lag es daran, dass da wieder ein neues Etikett rauskam: Grunge. Und offensichtlich passten wir da nicht rein. Wir haben mit Rick Rubin gearbeitet und richtig gute Platten gemacht, wir waren kurz davor und - bums - ändert sich die Musiklandschaft. Wenn Du kein Grunge gespielt hast und keine weiten Klamotten getragen hast, dann warst Du nicht cool. Es war einzig und allein der Zeitpunkt. Dabei dreht sich doch sich die Musik im Endeffekt nur im Kreis. Alles ist heavy, alles ist Rock. Aber so war's nun mal." Inzwischen hat sich einiges geändert. Trouble gelten wieder als cool, obwohl das ohnehin keine Rolle spielt. Das Hannoveraner Musikzentrum könnte an diesem Abend zwar auch etwas voller sein. Aber man hat nicht den Eindruck, dass es für Trouble einen Unterschied macht, ob da 100 oder 1000 Leute stehen. Die Band agiert hochmotiviert und spielt sich und das Publikum fast in einen Rausch. Gitarrist Bruce Franklin befindet sich ohnehin in einer anderen Sphäre. Riffmonster wie "Green Plastic Head" oder "Mr. White" fegen wie ein Orkan durch den Saal. Altbekanntes wird durch neues Songmaterial bestens ergänzt, schließlich "Simple Mind Condition" in Europa ein großer Erfolg. In den USA ist der Longplayer von 2007 allerdings noch immer nicht erschienen, da sich beim Label Probleme auftun, die offenbar finanzieller Natur sind. Ein frustrierender Zustand, denn Trouble sind in ihrer Heimat längst wieder oben auf.

 

Die allgemeine Situation in den USA beschreibt Rick euphorisch: "Wir haben letztes Jahr 20 Konzerte an der Ostküste gegeben, um mal die Stimmung zu testen. Was da abging, hat uns echt überrascht! 90 Prozent der Läden warenausverkauft. Und das nach zwölf Jahren Pause! Das hat sicher damit zu tun, dass eine Menge jüngerer Bands uns heutzutage als Einfluss nennen. Da kommen Leute zu unseren Shows, um zu sehen wer diese Trouble-Typen sind. Und natürlich auch ein paar ältere Fans, die immer noch dabei sind. Das ist echt super für uns." Und dann seufzt er: "Wenn bloß das Album endlich rauskäme. Aber das wird schon. Notfalls mach ich dasselbst." Er lacht. Tatsächlich hatte der blonde Gitarrist ein viel größeres Ziel, als er Trouble mit Eric, Bruce, Jeff und dem neuen Bassisten Chuck reanimierte. "Nach der Trennung war ich ab und zu mal im Buchladen und hab mir Bücher über die Geschichte des Heavy Metal angeschaut. Und da wurden Trouble nicht oft erwähnt, das hat mich echt geärgert! Mehr als alles Andere! Ganz im Ernst, ich hab mich nie um das Geld, ein großes Haus und all den Mist geschert. Das hat mir nie was bedeutet, weil ich einfach nur Musiker sein wollte. Wir machen das nicht für Ruhm und Reichtum, aber es wäre nett, wenn man uns respektieren würde. Als wir Trouble wieder zusammenhatten, hab ich den anderen gesagt, dass diese Bücher neugeschrieben werden müssen. Ich wollte der Welt zeigen, dass wir hier waren und man uns nicht ignorieren kann. Und das hat tatsächlich geklappt! Wenn ich jetzt in den Buchladen gehe, werden wir in all den Werken erwähnt. Also bin ich jetzt glücklich, kann nach Hause gehen und nachts ruhig schlafen. Das ist alles, was ich wollte." Während er das sagt, freut sich Rick wie ein kleines Kind.

(Fotos: Dethlefs)

Trouble - Was ist eigentlich Doom Metal? Seiten 1 2

 

auf Facebook empfehlen/teilen       Artikel drucken

Philip
© 05/2008 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Trouble

Homepage:
- Trouble

Artikel:
- Trouble - Was ist eigentlich Doom Metal?
- Trouble - Wer will nicht, dass ich singe?

Rezensionen:
- Psalm 9/Skull (Re-Releases)
- Simple Mind Condition
- Unplugged
- Live in Los Angeles

Kurzinfos: Beatles

Kurzinfos: Black Sabbath

Homepage:
- Black Sabbath
- Black Sabbath auf Facebook

Artikel:
- Roskilde 2005 - The Tears, Death From Above 1979, Black Sabbath

Rezensionen:
- Reunion
- The Black Sabbath Story - Vol. 1
- The Black Sabbath Story - Vol. 2
- Heaven And Hell (Deluxe Edition)
- Mob Rules (Deluxe Edition)
- Live Evil (Deluxe Edition)
- Dehumanizer (Deluxe Expanded Edtition)

Kurzinfos: Scorpions

Homepage:
-
- Offizielle Scorpions-Website
- Myspace-Profil der Scorpions

Artikel:
- Scorpions - Propheten im eigenen Land

Rezensionen:
- Unbreakable
- Unbreakable - One Night In Vienna
- The Platinum Collection
- Humanity - Hour 1
- Live At Wacken Open Air 2006
- Original Album Classics
- Comeblack
- Crazy World (Deluxe Edition)
- Return To Forever

Kurzinfos: UFO

Homepage:
- Ufo

Artikel:
- UFO - Eine Band zum Anfassen

Rezensionen:
- Walk on water
- Sharks
- You Are Here
- Showtime
- The Monkey Puzzle
- Rockpalast: Hardrock Legends Vol. 1
- The Chrysalis Years (1980-1986)


whiskey-soda RSS Feed

FACEBOOK

YOUTUBE

CD des Monats 09/17
Walter Trout - We're All In This Together

Walter Trout - We're All In This Together


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information

Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B | Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv | 1995-2016 © whiskey-soda.de