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Laibach - Der wohltemperierte Apple und die Kunst der Fuge im Berliner Lido

Diese Woche beehrten die slowenischen Klangkünstler von Laibach mal wieder die Bundeshauptstadt. Allerdings weder mit gewohnten Industrial-Klängen, noch mit ihren aktuell veröffentlichten Nationalhymnen-Adaptionen. Nein, Laibach spielen Bach und produzieren in Verbindung mit Videoinstallationen ein Gesamtkunstwerk audiovisueller Natur. Keine leichte NSK-Kost für das Berliner Publikum, dass sich am heutigen Abend bunt aus kritischem Kreativmilieu und schwarzem Maschinenvolk mischte.

In den fast 30 Jahren ihrer Bandexistenz eckten Laibach mit ihren Werken oft an, mussten zum Teil sogar mit Auftrittsverboten im ehemaligen Ostblock rechnen. Auch heute noch finden sich geteilte Meinungen über die Band, allerdings hier nicht unbedingt mehr im Politischen Sektor. Die Aufführung von LAIBACHKUNSTDERFUGE, ihre Eigeninterpretation der von Johann Sebastian Bach geschaffenen "Kunst der Fuge", spaltete die Berliner Geister. Manch einer hatte wohl ein klassisches Industrial-Konzert erwartet. Irgendwas mit Stampfbeat und Maschinengetöse. Doch weit gefehlt. Die Bachinterpretation, deren Grundstein Laibach 2006 im Rahmen ihrer Teilnahme am Leipziger Bachfestival legten, wurde für den einen oder anderen zur Geduldprobe.

Das mit Klappstühlen versehene Lido, ein ehemaligen Kino im östlichen Teil Kreuzbergs, bildete schon ein adäquates Ambiente für diese gewagte Mischung aus sphärischen Klängen, digitaler Noise und LSD-Trip artigenVideos mit Elementen aus alten Luftschlachtfilmen des Ersten Weltkriegs und Kirmesspiraleffekten. Nach einem einstündigen Intro rutschten allerdings manche bereits unruhig auf dem Sitzholz hin und her.
Auch an der dann doch endlich folgenden Symbiose aus Klang- und Projektionselementen schieden sich die Geister und manch ein hartgesottener Industrialfan ergriff sogar verfrüht die Flucht, da sich seine Erwartungen offenbar nicht erfüllt hatten.

 

Dabei war die von Laibach kreirte Atmosphäre durchaus den Kompositionen eines Herrn Bach würdig. Wer seine Fugen kennt, kam in den Genuss von Abendunterhaltung der etwas Anderen Art. Dabei setzten die Slowenen im Gegensatz zu ihrem Leipzig-Auftritt bei der Instrumentalisierung ausschließlich auf Elektronik. Auf klassische Instrumente wurde diesmal ganz verzichtet. Der Bühnenaufbau, ein Halbkreis von Analogsynthesizern und digitalen Klanggebern vor zwei großen Videoleinwänden erinnerte dabei zum Teil an alte Kraftwerkshows.

Sämtliche Bachinterpretationen kamen an diesem Abend ohne den Gesang des Fronters Milan Fras aus, was sicherlich für die hartgesottenen Fans der Truppe etwas schade war. Trotzdem bot sich den Dagebliebenen ein wohl in dieser Form erstmal einzigartiges Konzert. Ein postmodernes Versatzstück, ein gekonnter Mix aus klassischem und zeitgenössischem Stil, der die alte Trennung von E und U-Musik ein weiteres Mal in Frage stellt.


 

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TheBanshee
© 05/2008 whiskey-soda.de
 


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