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Sweden Rock Festival 2008 - Rock Hard, Ride Free (Tag 2)

Der zweite Tag des Festivals beginnt mit einem Spitzengig und einer Riesenenttäuschung: Black Stone Cherry veranstalten ein Mittagsgewitter. Und Sebastian Bach verpasst sein Flugzeug. Und von oben brennt die Sonne unerbittlich nieder.


Um Punkt 12 beginnt der erste "volle" Tag des Sweden Rock Festivals mit einem echten Kracher. Black Stone Cherry, die Newcomer aus Kentucky, überzeugen live noch mehr als auf ihrem großartigen Debütalbum, übertreiben es aber mit dem Bass. Wer es sich auf dem noch mäßig gefüllten Festivalgelände gemütlich macht und sich hinsetzt, dem vibriert der ganze Körper. Absolutes Highlight der Soundwand ist erwartungsgemäß "Lonely Train", für mich einer der größten Songs 2007. Da das schon wieder etwas länger her ist, präsentieren Black Stone Cherry gleich noch eine vielversprechende Nummer vom neuen Album, um sich dann doch nicht zu verabschieden, sondern noch eine zehnminütige Jam-Session dranzuhängen. Die Fangemeinde ist heute garantiert gewachsen.

 

Auf dem Weg zur großen Festival Stage ist bereits ein bedrohliches Schild zu erkennen. Sebastian Bach und irgendwas Schwedisches steht da, das nach Verschiebung klingt. Ein Ordner klärt uns auf: Sebastian hat den Flug verpasst und wird nicht mehr spielen. Wie bitte?! Den Schock muss man erstmal verdauen. Auf seiner Website hat Sebastian inzwischen ein umfangreiches Statement dazu abgegeben, indem er sich über den Flughafen Heathrow beschwert (das konnte er als Amerikaner wohl nicht wissen). Er habe versucht, die Verantwortlichen zu bewegen, ihn etwas später aufzutrete zu lassen, ohne Erfolg. Warum er überhaupt schon um 13.30 Uhr auftreten sollte, verstehen weder wir noch er. Ärgern hilft nicht, der Gig ist gecancelt. Hier kommen Bonafide ins Spiel. Gestern spielten sie noch vor eine überschaubaren Gruppe, heute haben sie fast das gesamte Publikum für sich. Ein Glücksfall für die Schweden, die sich erneut in guter Form präsentieren. Die Enttäuschung über Sebastians Ausfall bleibt jedoch, nachdem auch Uli Jon Roth (eigentlich nach Bach) kurz vorm Festival abgesagt hatte.

In der Folge gönnen wir uns eine Mischung aus Primal Fear und Coheed & Cambria. Beide Bands können ihr Publikum begeistern und demonstieren erneut die Vielfalt des Festivals. Anschließend sorgen die wiedervereinten Thrasher von Testament für Furore, doch das wahre Highlight "versteckt" sich auf der Sweden Stage. Rick Derringer, Kenny Aaronson, Danny Johnson und Vinnie Appice treten nach über 30 Jahren wieder gemeinsam auf! Ein geheimer Kracher wie diese Derringer-Reunion ist typisch für das Sweden Rock Festival. Der ultracoole und kaum gealterte Vierer präsentiert sich in bester Spielfreude und wirft mit Blues- und Rock'n'Roll-Hits um sich. Am Ende darf natürlich das legendäre "Rock'n'Roll Hoochie Koo" nicht fehlen. Und als besondere Zugabe gibt es "Hang On Sloopy", das Rick Derringer in seiner Zeit bei den McCoys schrieb. Da singt natürlich jeder mit. Übrigens bewahrheitet sich die alte Regel: Wenn Appice am Schlagzeug sitzt, dann muss das eine Superband sein. Und der beste Bassist aller Zeiten (laut Rolling Stone Magazin), Kenny Aaronson, ist ebenfalls am Start.

 

Für die meisten Zuschauer, uns einbegriffen, war das heute der erste Derringer-Gig. Ohne Frage ein einschneidendes musikalisches Erlebnis. Ein musikalischer Genre-Sprung folgt. Auf der großen Festivalstage spielen Disturbed auf. Wer später einen Blick auf die englisch-sprachige Wikipedia-Seite riskiert, wird von der Band aus Chicago ein Bild beim Sweden Rock Festival vorfinden. Kein Wunder! Der Auftritt ist an diesem Abend astrein und die Stimmung famos. Beim Genesis-Cover "Land Of Confusion" singen 25.000 Leute mit. Zum Abschluss gibt Frontmann David Draiman noch ein unterhaltsame Ozzy Osbourne-Imitation zum Besten.

Zeit zum Revue-passieren-lassen bleibt nicht, zwei weitere interessante Kandidaten stehen auf dem Programm, die man durchaus als Überraschung bezeichnen kann. Zunächst ist da das Electric Light Orchestra, oder doch nicht? Hier wurde für die Plakate etwas Make-Up betrieben, denn vielmehr handelt es sich um The Orchestra, eine Band, die sich aus Ex-Mitgliedern des echten ELO und der Spin-Off-Band ELO 2 zusammensetzt. Der brilliante Jeff Lynne hat leider nicht den Weg nach Sölvesborg gefunden. Optisch sind The Orchestra zweifelsohne eine Katastrophe. Die gesamte Truppe sieht aus, als würde sie normalerweise auf Hochzeiten spielen. Bassist Kelly Groucutt schießt mit seinem lila Haarband und Uralt-Zoten den Vogel ab, aber was er gesanglich abliefert, ist unglaublich. Erstaunlicherweise klingt nicht nur er, sondern auch seine singenden Kollegen alle irgendwie nach Jeff Lynne. Und so muss man nur die Augen schließen und hat das Gefühl bei einem echten ELO-Konzert zu sein. "Turn To Stone", "Evil Woman", "Mr. Blue Sky", "Strange Magic" und "Rock And Roll Is King". Die Liste an ELO-Hits ist ja unendlich lang.

 

Das Faszinierend am Sweden Rock Festival ist, dass hier auch ganzkörper-tättowierte Metalheads jeden Song mitsingen. Langhaarige Poser tanzen zu "Last Train To London". Das hätte ich selbst nach drei absolvierten Festivals nicht für möglich gehalten. Die Party steigt also, und viele sind am Ende überzeugt, sie hätten das echte Electric Light Orchestra gesehen. Fast mächte ich mich dazu zählen, sensationell! Anschließend bleibt ein wenig Zeit, um mir die Jungs von Dare anzusehen. Die Band des ehemaligen Thin Lizzy-Keyboarders Darren Wharton (jetzt Sänger) begeistert die AOR-Fans. Als später als Special Guest der ehemalige Lizzy-Gitarrist Brian Robertson dazustößt, sind wir leider beim Camping Platz. Die übliche Abendkälte bricht ein, und der Headliner steht noch aus.

"The Priest is back!" Mit gemischten Gefühlen erwartet man den Auftritt der "Metal Gods". Das neue Doppel-Album "Nostradamus" hat bisher kaum einer der Anwesenden gehört, durchaus eine ungewöhnliche Maßnahme. Und das Set beginnt gleich mit dem Opener des Konzeptwerkes. Das Intro "Dawn Of Creation" leitet "Prophecy" ein, Rob Halford wird per Fahrstuhl auf die Bühne befördert, wo er sich theatralisch in seinem silbernen Mantel bewegt. Sein Gesicht bekommt man zunächst nicht zu sehen. Ganz egal, wir sind hier in Sölvesborg, hier wird bekanntermaßen jede Band relativ unkritisch und frenetisch gefeiert. Doch ich muss es sagen: Nachdem ich schon viel Bedenkliches über das neue Album gehört habe, gefällt mir der Opener super! Leider gibt es mit dem schleppenden, aber nicht unbedingt schlechten, "Death" nur noch eine weitere Nummer von "Nostradamus". Aber zunächst kommt "Metal Gods" und die Party geht los. Es wird noch besser, denn diese Setlist kann sich wirklich hören lassen! Genialerweise fahren Judas Priest an diesem Abend nicht die sichere Hit-Schiene, sondern haben zahlreiche Juwelen ins Set integriert.

 

Kaum zu glauben, da werden "Eat Me Alive", "Between the Hammer And The Anvil", "Devil's Child", "Rock Hard, Ride Free" und auch noch "Sinner" ausgepackt! Das ist die beste Priest-Setlist die ich je erlebt habe, und Rob Halford präsentiert sich am zweiten Abend der Welttournee gesanglich in absoluter Hochform! Das ist doch alles nicht zu fassen! Vor dem Festival hat mich der Name Judas Priest am wenigstens euphorisiert, obwohl ich mich durchaus zu den Fans zähle, aber jetzt bin ich, sind wir, einfach mal weggeblasen von dem fantastischen Auftritt. Dass einige sich über die Abwesenheit von "Living After Midnight" beschweren, interessiert uns nicht. Judas Priest ruhen sich nicht auf dem Altenteil aus und verdienen auch weiterhin den Titel "Metal Gods". Einfach klasse! Getrübt wird die Freude nur von der Tatsache, dass die Show mit einer Länge von 95 Minuten arg kurz geraten ist. Doch das Altenteil.

Wer stand sonst noch auf der Bühne? Sister Sin, Pain Of Salvation, Volbeat, Sonic Syndicate, Avatar und At The Gates sind weitere Namen, die man sich sicher gern angeschaut hätte, aber bei dieser reichhaltigen Auswahl, muss man Prioritäten setzen. Ärgerlich ist, dass wir mit Picture eine absolute Seltenheit verpasst haben, da sie in Konkurrenz zu Black Stoney Cherry spielten, aber man kann nicht alles haben. Tag 2 war trotz zweier Ausfälle wieder ein voller Erfolg. Ab ins Zelt ...

(Fotos: Dethlefs)


 

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Philip
© 06/2008 whiskey-soda.de
 


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