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With Full Force 2008 - Do you feel free? (Freitag)

Ach ja, da bewahrheitet es sich wieder: Vorfreude ist doch die schönste und vor allem länger währende Freude. 365 Tage hatte man sich auf das XV. With Full Force Festival gefreut und nun ist auch schon wieder alles vorbei. Die Klamotten sind gewaschen, der Festivalkörper geduscht, der letzte Kater vorbei und auch das mühsam erworbene Schlafdefizit sollte sich so langsam wieder ausgeglichen haben. Zeit auf das vergangene Wochenende mit seinen vielen Highlights zurückzublicken.

Wer bereits am Donnerstag seine Zelte auf dem heftigsten Acker Deutschland aufgeschlagen hatte, sah sich des nächtens bis in den frühen Freitagmorgen mit mehr Nässe konfrontiert als den Meisten lieb war. Zelte weichten durch, Klamotten wurden nass und das grau in grau des sächsischen Morgenhimmels animierte nicht wirklich zu fröhlichen Gesichtern und Feierlaune. Glücklicherweise besserte sich das Wetter jedoch von Stunde zu Stunde und der nächtliche Regenguss sollte dann auch für das restliche Wochenende das schlechteste an Wetter gewesen sein.

Musikalisch eröffnete mit Misery Speaks ein gutgelaunter Opener die Hauptbühne. "Rock You Like A Hurricane" als Intro zu nehmen erwies sich als Glücksgriff, denn so sang und tanzte die Menge schon, als die Münsteraner begannen ihr neuestes Album "Catalogue Of Carnage" auf Massentauglichkeit zu prüfen. Nebenan auf der Zeltbühne testeten die Berliner War From A Harlots Mouth in der Hauptsache die Nerven und Muskeln der Ordner im Graben. Sänger Steffen beschäftigte mit seinen Sprüngen in die tobende Masse mindestens fünf Security-Männer auf einmal. Mit einem fröhlichen "Guten Morgen With Full Force!" stürmten Drone im Anschluss an Misery Speaks die Hauptbühne und bereiteten mit ihrem frickeligen Thrash-Metal aus deutscher Schmiede die Bühne für den gefühlten ersten Headliner des Festivals vor. Meshuggah versammelten um kurz nach 16 Uhr bereits eine stattliche Menschenmenge vor der Bühne, die, wahrscheinlich beeindruckt vom jüngsten Albumspross "ObZen", hohe Erwartungen an die schwedischen Frickelgötter hatten. Man kann es ja nicht allen recht machen, aber enttäuscht sollte vom Meshuggah-Auftritt niemand gewesen sein. Gewaltig, verspielt und brutal wie man sie kennt, gaben Meshuggah einen Querschnitt durch ihre Schaffensperiode von 1989 bis heute zum Besten. Alte Bekannte auf dem With Full Force sind Caliban, die in schöner Regelmäßigkeit ihre Hardcore-Hymnen auf die WFF'ler loslassen. Zeitgleich zu den genannten Bands geben sich auf der Tentstage Radio Dead Ones, Japanische Kampfhörspiele und The Accidents die Klinke in die Hand und die Circlepits schienen weder einen Anfang, noch ein Ende zu haben.

 

Gegen 18 Uhr wurde es apokalyptisch in Roitzschjora, denn fünf Reiter standen bereit die Bühne zu rocken. Fünf Reiter? Naja, neuerdings sind es ja eher vier Reiter und eine Reiterin, doch das tut dem energiegeladenen Auftritt der Apokalyptischen Reiter keinen Abbruch. "Herzlich Willkommen Ihr Helden" begrüßt Sänger Fuchs die erwartungsvolle Menge, die einmal mehr nicht enttäuscht wurde. Die üblichen zotigen Sprüche, wie zum Beispiel beim Song "Seemann" zur aus dem Publikum auf die Bühne gezogenen Seemannsbraut: "Das ist doch die selbe wie auf unserer DVD! Wie hat sie das nur wieder geschafft? Ich glaub die schläft mit unserem Tourmanager!" Oder auch, vor "Revolution": "Du, ja genau du da unten in der ersten Reihe, Du gehst jetzt mal los und besorgst 4.000 Liter Freibier!" Zwischen all den altbekannten Gassenhauern wurde die neue Single "Der Weg" vorgestellt, eine Schaumkanone verwandelte die ersten Reihen in eine glibberige, aber wohl duftende Masse und zwei Freiwillige ließen sich in Schlauchbooten sitzend über die Menge tragen. Eine Reiter-Show fast wie man sie kennt. Nur die kurze Spielzeit und das fehlen so einiger Gute-Laune-Hits, die man sich vielleicht gewünscht hätte, nahm dem Großen und Ganzen einen kleinen Teil seines sonstigen Zaubers.

Nach dem Heimspiel der Apokalyptischen Reiter konnte sich der geneigte Festivalgänger dann aussuchen von wem genau er sich die Rübe wegblasen lassen wollte. Morbid Angel auf der Hauptbühne oder Born From Pain im Zelt. Ja richtig gelesen, die alten Recken und Mitbegründer der Szene sowie Vorbild für unendlich viele Death Metal-Bands, Morbid Angel, feierten die Jubiläumsausgabe des With Full Force mit allen Anwesenden. "For the next 40 minutes you are mine!" droht oder verspricht Sänger David Vincent den Fans und mit einem mächtigen Doublebass-Gewitter geht es mitten hinein in die musikalische Historie der seit 1984 bestehenden Band. Ein Virtuose an der Gitarre ist und bleibt Trey Azagthoth und die Fans machen sich auch nur um das Äußere des morbiden Engels so Ihre Sorgen "Das fetteste an dem sind ja wohl die Haare und die sind frisch gewaschen!" kommentiere Einer die skeletthafte Erscheinung des Gitarristen. Die Flitzefinger funktionierten aber trotzdem ganz wunderbar, was er einmal mehr bei "God Of Emptiness" unter Beweis stellte. Wie bereits erwähnt, zockten zur gleichen Zeit Born From Pain auf der Zeltbühne und das machten sie so schnörkellos, echt, hart, nett und sympathisch wie kaum eine andere Hardcore-Band auf diesem Festival. Die Ode an ihre Fans "Danke für Eure Unterstützung, auch in schweren Zeiten!" kam so grundehrlich und sympathisch rüber wie ihr Neo-Hardcore-Set, das sie überragend souverän zockten. Ordentlich vorgeheizt hatte im Übrigen das Schweizer Überfallkommando Cataract, das Ihr gleichnamiges neues Album im Gepäck hatte.

Nach der Death Metal-Urgewalt von Morbid Angel hieß es umstellen auf schönen, alten New York Hardcore den die legendären Agnostic Front in die ausgelassen circlenden und pogenden Massen drosch. Wo die lyrische Faust der Amis niedergeht, wächst kein Gras mehr und da wo die Wahnsinnigen der Wall Of Death aufeinanderprallten wächst wahrscheinlich auch nie mehr wieder irgendwas. Außer körperlicher Fitness bewiesen die Hardcore Fans auch ihre Textsicherheit und konnten "For My Family" und "Adicction" genau so mitgrölen, wie den All Time-Klassiker "Gotta Go", bei dem Sänger Roger Miret von Madball-Fronter Freddy Cricien und circa 20.000 grölenden Fans lautstark unterstützt wurde.

Es lässt sich wahrscheinlich gut darüber streiten, ob Bullet For My Valentine ein würdiger Bühnennachfolger von Agnostic Front war, aber daran zu ändern gab es sowieso nichts. So wurde die aufgeheizte, stampfende Menge vom klinisch reinen Thrash Sound der vier Waliser wieder etwas abgekühlt. Vielleicht war das aber auch nur reine Taktik des Verantwortlichen für die Running Order, denn was nach Bullet For My Valentine kam, verlangte allen ein Höchstmaß an Durchhaltevermögen ab.

 

Machine Head waren da! Der Headliner des ersten Festivaltages und ein würdiger Headliner waren sie! Rob Flynn gutgelaunt und alles aus sich herausholend präsentierte mit seinen Mannen einen Kracher nach dem anderen. Ob "Halo" und "Aesthetics Of Hate" vom neuen Album "The Blackening" oder Songs der älteren Generation wie "Imperium", "Ten Ton Hammer", "Take My Scars" und selbstverständlich "Davidian" durften nicht fehlen. Ein besonderes Highlight aber war der Iron Maiden Cover-Song "Hallowed Be Thy Name" denn diesen konnten alle, wirklich alle Menschen auf diesem Platz, ob Machine Head Fan oder nicht, mitsingen. Wunderschön! Bei solch einer Stimmung braucht kein Mensch fette Pyros oder Feuerwerk, das Feuer springt direkt von den Musikern auf der Bühne auf die Menge über! "With Full Force! Do you feel free?" fragt Fronter Robert. Jaa, konnte man da nur antworten! Wir fühlen uns gut und frei und es ist hammergeil mit ca. 30.000 Gleichgesinnten eine tierische Party zu feiern! Danke Machine Head! Das war fett!

Nach diesem außergewöhnlichen Musikerlebnis gab es für viele Festivalbesucher schwerwiegende Entscheidungen zu treffen. Verbringe ich den Rest der Nacht, oder wenigstens so lange ich noch kann, mit meinen Mitgereisten Leuten bei einer lustigen Party auf dem Zeltplatz, lass ich mir im Partyzelt oder der Open Air Party Area von den DJs den Rest auf die Ohren geben oder begebe ich mich zur Knüppelnacht die mit Rotting Christ, Brutal Truth, Mayhem, Krisiun, Belphegor und 1349 knüppelhart besetzt war. Wie auch immer die Entscheidung ausfiel, die Nacht war noch lang nicht vorbei und jeder feierte auf seine Weise das With Full Force-Jubiläum weiter. (Baja)

Die zweite Option war sicher nicht die schlechteste, auch wenn es wohl kaum jemanden gab, der sich nach einem bereits langen Festivaltag noch die gesamte Knüppelnacht am Stück reinzog. Bemerkenswert - wenn auch in völlig verschiedener Hinsicht - waren aber die Auftritte von Mayhem und Krisiun. Die norwegische Black Metal-Institution musste wegen eines Armbruchs von Schlagzeuger Hellhammer ihren letztjährigen Knüppelnacht-Beitrag kurzfristig abblasen. Klar, dass sie diesmal zum Pflichtprogramm zählten. Was dann geboten wurde war typisch Mayhem - irgendwo zwischen faszinierend und arg befremdlich. Sänger Attila kam im weißen Anzug, nach hinten gegelten Haaren und Sonnenbrille auf die Bühne (Black Metal geht auch ohne Panda-Schmanze im Gesicht!) und werkelte die ganze Zeit mit einem sorgsam geknüpften Strick rum, während er zum soliden Black Metal-Fundament seiner sich sehr normal gebenden Kollegen flüsternd bis fies keifend durch das Set arbeitete. Zu verstehen gab's da nix und wirklich festivaltauglich war das Ganze leider auch nicht wirklich. Dennoch war dieser Auftritt im wahrsten Sinne des Wortes merkwürdig und genau darum geht es dieser Band schon seit über 20 Jahren.

Als gegen drei Uhr Morgens dann doch so etwas wie Müdigkeit einsetzte, gab es mit Krisiun den besten Wachmacher, den man sich vorstellen kann. Ab in die ersten Reihen und auf Abgeh-Modus geschaltet. Holla, die Waldfee! Was Krisiun da unter's Volk ballerten war an entfesselter musikalischer Brutalität kaum mehr zu überbieten. Und wenn man nicht gerade wild die Rübe schüttelte und kreiste, konnte man nur staunen, mit welcher Fingerfertigkeit und Schnelligkeit die Jungs über ihre Saiten flizten respektive die Felle verdroschen. Wer schon bei Machine Head seine Nackenmuskeln überansprucht hatte, konnte sie bei dieser brasilianischen Death Metal-Urgewalt endgültig ins Nirwana schicken. Gesagt, getan. Aua! Mit schmerzendem Nacken ging es in den Samstag... (Antal)

Viele viele Fotos vom WFF 2008 findet Ihr auf unserer Myspace Seite.


 

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Baja
© 07/2008 whiskey-soda.de
 


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