|
Roman und Moritz lernten sich bereits im Jahr 1997 kennen. Für beide war direkt klar, dass sie sich musikalisch perfekt ergänzen und viel Spaß beim "jammen" - erst im elterlichen Haus, danach dann im eigenen Proberaum - hatten. Einige wenige Monate später stießen weitere Bandmitglieder dazu, verließen die Band wieder, und wurden von wieder anderen ersetzt. Mittlerweile schreiben sie eigene Songs, am 25. Juli kommt bereits ihr zweites Album heraus und sie touren momentan durch die Weltgeschichte. Das klingt natürlich alles sehr spannend und aufregend, aber so ein Bandleben hat neben seinen vielen Vorzügen ja sicherlich auch einige Nachteile, sowie Höhen und Tiefen - und wer könnte uns das besser erzählen als die Band persönlich!?
Wie war das genau, vor wie langer Zeit hat sich die Band SCAB bereits zusammengefunden?
Roman: Vor ziemlich genau 10 Jahren haben Moritz (Gitarre) und ich die Band gegründet. Angefangen hat alles mit Deutsch Punk und viel Bier. Der Deutschpunk ist gegangen im Jahr 2004 sind der Just (Drums) und der Dr.Hill (Bass) zu uns gestoßen, das Bier ist allerdings geblieben. In der Konstellation touren wir nun durch die Weltgeschichte.
|
|
 |
|
|
|
Ihr wart aber nicht von Anfang an in dieser Konstellation.
Roman: Nein. Wir hatten einige Wechsel bis wir zu unserer "Traumkonstellation" gefunden hatten. Die ersten Jahre spiele ich noch Schlagzeug und der Ritz versuchte sich am Gesang. Nach und nach kristallisierte sich aber raus, wer was am besten kann. Unser damaliger Basser bekam sein zweites Kind, das war's dann mit Touren. Ich wechselte von den Drums zu den Vocals und der Just half anfangs am Schlagzeug aus, bis er auf einmal ein volles Mitglied war. Ende 2004 stieß dann der Doc, der eigentlich, glaube ich, Stefan heißt, zu uns. SCAB war sozusagen ein zweites Mal geboren.
Die Musik von SCAB ist eine gute Mischung aus sogenanntem Pop-Punk, ohrwurmartigen Powerpop und man mag schon fast sagen einer Prise Alternative. Warum habt ihr euch als Band gerade für diese Musikrichtung entschieden?
Roman: Es ist ja nicht so, dass man da sitzt und denkt, "was könnten wir für eine Musik machen - ah, genau, lass uns Bossanove machen!" - Nein. Die Wurzeln liegen schon irgendwie im Punkrock, wenn wir auch sehr gerne poppig klingen wollen. Viele kreiden uns das oft als Defizit an, sehen wir allerdings gar nicht so. Wir klingen so, weil wir so klingen wollen.
Das ist ja auch gut so! Aber ihr kommt doch alle aus Bayern. Warum singt ihr dann eigentlich auf Englisch und nicht auf eurer Muttersprache Deutsch?
Roman: Hey, wir singen einen Song in Deutsch. Also vor allem, weil wir nicht die typische deutsche Band sind, wir lieben es im Ausland zu spielen, in Frankreich oder sogar Australien. Wir kommen mit Englisch da einfach viel weiter. Ich schreibe hin und wieder einen deutschen Text,
der aber, zumindest noch, nicht zu SCAB passt. Mal sehen, wir machen was kommt.
Gibt es einen Hauptverantwortlichen für eure Musik, der eure Songs schreibt? Ist das eine einzige Person oder macht ihr das gemeinsam als Band?
Roman: Idee, Probe, neue Idee, neue Probe, noch neuere Idee, noch eine Probe = fertiger Song. Es gibt so gut wie keinen Song, der nur aus einer Feder stammt! Wir schreiben alle zusammen.
Gibt es denn eine Quelle der Inspirationen für eure Texte? Singt ihr über eigene Erlebnisse und Erfahrungen?
Roman: Inspirieren ließen wir uns bei "Our Time" durch uns selbst. Wir haben in den letzten Jahren sehr viele Erfahrungen gemacht, gute und schlechte. Die werden in den Songs verarbeitet. Die Grundaussage ist der Titel "Our Time", nicht auf uns bezogen, sondern auf alle!
|