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Unter Kritikern gilt das dritte Album einer Band als wegweisend für die Zukunft. Die generelle Entwicklung ist zu diesem Zeitpunkt größtenteils abgeschlossen und Abweichungen vom eigenen Stil werden zur Ausnahme. So jedenfalls der Gedanke dahinter.
Das zu behandelnde Subjekt, die Briten Architects - jünger als viele ihrer Fans - veröffentlichen Anfang nächsten Jahres jedoch schon ihren dritten Longplayer. Manch einer mag sich nun denken Quantität ist nicht gleich Qualität. Im Falle der fünf Jungs traf diese Gleichung bisher allerdings zu.
Bevor das aktuelle Album "Ruin" eingespielt wurde, sprang Sänger Matt Johnson ab und stürzte die Band in eine vermeintliche, von den britischen Medien heraufbeschworene Krise. Welche Gründe führten zu seinem Ausstieg?
Ali Dean (Bass): "Er fand keinen Gefallen mehr am Tourleben und wirkte unambitioniert beim Schreiben des neuen Materials, aus dem "Ruin" entstanden ist."
Nachdem Johnson sich entschieden hatte aus Architects auszusteigen, gaben die Brightoner erstaunlich schnell einen Nachfolger auf der Position des Sängers bekannt: Sam Carter.
"Kurz bevor Matt uns verließ, sahen wir Sam bei einer beeindruckenden Show mit seiner damaligen Band Monuments. Also luden wir ihn ein mit uns zu proben und er war großartig."
Wie macht sich der Unterschied zwischen den beiden deutlich?
"Sam schreibt über sehr persönliche Dinge, wohingegen Matts Texte nichts bestimmtes zu behandeln schienen. Sie waren viel abstrakter und wir ziehen es vor, wenn die Songs eine Bedeutung haben."
Im größeren Kontext betrachtet, was ist der Unterschied zwischen dem 2006 erschienen Debüt "Nightmares" und dem 2007 in Großbritannien veröffentlichten "Ruin"?
"Abgesehen vom offensichtlichen Unterschied durch Sams Gesang, sind die Songs nicht mehr so technisch. Dafür hat das Ganze eine melodischere Note und die Produktion ist eine Million mal besser. "Nightmares" klingt ein bisschen so als käme es aus einem Gameboy. "Ruin" dagegen klingt gewaltig. Es gibt sogar eine Bassspur darauf!"
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