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M'era Luna Festival 2008 - oder: Der unglaublich hohe Wert eines charismatischen Frontmannnes

Meraluna - was das Wacken für den Metalfan ist, ist das Meraluna für den wohlgebildeten Geist der Freunde düsterer Klänge. Ein großes, wenn nicht das größte Festival seiner Art, im Norden Deutschlands und häufig gesegnet mit einer Bandauswahl, die ihresgleichen sucht. Auch in diesem Jahr haben die Veranstalter wieder ein Sammelsurium an Bands zusammengetragen, das von fast unbekannt über ziemlich kultig bis zu Szeneurgesteinen reichte. Doch wie auch in Wacken und auf jedem anderen Festival hat man sowohl als Fans und Besucher einerseits als auch mit Sicherheit als Organisator andererseits mit verschiedenen Problemchen zu kämpfen. Je minimaler diese Probleme, umso besser das Festival…

Und man muß es allen Beteiligten lassen: Die Probleme wurden tatsächlich so minimal wie möglich gehalten.

Der erste Feind eines Open Air - Festivals ist das Wetter. Fangen wir also mit Samstag an, und da bleibt nur zu sagen: Besser geht’s nicht. Häufig Sonne, mal ein paar Wölkchen, so gut wie kein Wind und kein Regen, dazu angenehme 23 Grad. Alles angerichtet für einen perfekten Tag also, und die Bands bemühten sich, dem Rechnung zu tragen. Ordo Rosarius Equilibrio zum Beispiel, eine dieser Undergroundgrößen, die schon allein durch die Seltenheit ihrer Liveauftritte irgendwie faszinierend ist. Der häufig durch sehr direkte Texte gewürzte Military Neofolk der Band kam jedenfalls trotz des Wetters hervorragend herüber. Ohne große Bühnenshow, die all die Texte über Lack, Leder, Orgien und Sex sicherlich gut untermalt hätte, aber wohl aufgrund der zu kurzen Auftrittszeit den Aufwand nicht rechtfertigte, spielten sich Ordo Rosarius Equilibrio durch einen Querschnitt ihrer Songs, von denen einige begeistet aufgenommen wurden. Nun ist die Neofolk-Szene nicht unbedingt als die Front der größten Spaßmacher bekannt, und so standen die meisten Fans mit eher innerer Begeisterung da und freuten sich an einem dennoch sehr gelungenen Auftritt.

Ähnliches galt für Mesh. Mit Strickmütze eher unpassend - aber wie sonst auch immer - gekleidet zelebrierten Mesh ihren immer noch irgendwie an Depeche Mode erinnernden Elektro-Pop. Das ist natürlich auch aufgrund der zwar melancholisch wirkenden aber dennoch im Verhältnis recht heiteren Musik ideal für den sonnendurchfluteten Nachmittag eines Open Airs, und so hatten dementsprechend alle Beteiligten viel Spaß.
Bei und an Unheilig scheiden sich die Geister. Die Fans vergöttern die Band und es waren viele. So war die Stimmung hervorragend, alle hatten mächtig Freude und auch der Graf selbst versprühte jede Menge guter Laune. Dass die Musik unfassbar primitiv ist, die Poesie der deutschen Texte auf dem Niveau der von der Bravo abgedruckten Leser-Gedichte ist und das Ganze dadurch, wenn es keine E-Gitarren gäbe, auch auf einem Schlagerfestival gut passen würde, interessierte die Anwesenden nur marginal. Draußen an den diesmal wirklich sehr guten mittelalterlichen Brutzelbuden jedenfalls stauten sich die Gegner von Unheilig, und Kommentare wie "Die sind ja mindestens genauso schrecklich wie Blutengel" waren noch die freundlichsten. Gut, dass es dann irgendwann vorbei war…

Umso spannender wurde von vielen der Auftritt der großen Drei erwartet - direkt hintereinander Samael, Moonspell und Paradise Lost. Klingt nach einem klassischen Billing der Mitt-90er Jahre. Dennoch, alle drei Bands haben den Sprung in die Moderne mehr als überzeugend geschafft, Samael sind momentan auf dem Höhepunkt ihrer Schaffensphase. Trotz gewichtiger Konkurrenz von der Hauptbühne - ASP und VNV Nation sind ja zwei grandiose Bands, und die Freifläche von der Hauptbühne war dementsprechend sehr gut gefüllt, schafften Samael es, genug Fans zu mobilisieren.So platzte auch der Hangar aus allen Nähten, und Samael sind nun einfach mal eine der genialsten Livebands überhaupt. Natürlich ist das schwarze Publikum in punkto moshen etwas zurückhaltender als die Metalgemeinde, aber die Stimmung war dennoch bestens. Zwischen "Ave", "Slavocracy", "Solar Soul", "Valkyries New Ride" vom neuen Album mischten sich auch neuere und ältere Klassiker wie "On Earth", "Baphomet’s Throne", das selten dargebotene "Rebellion", "Rain", "The Ones Who Came Before" oder das abschließende "My Saviour". Kurzum, Samael waren wie bei jedem Billing, auf dem sie stehen, eines der Highlights.

 

Moonspell schafften es danach, nahtlos an die Qualität von Samael anzuknüpfen. Zwar sieht Fernando von Jahr zu Jahr mehr aus wie Ronnie James Dio, aber solange die Musik stimmt, ist das ja ziemlich egal. Auch Moonspell boten von neu bis alt einen genialen, eher auf die klassischen Metalsachen fokussierten Set, der von "Everything Invaded" über "Opium", "Vampiria", "Alma Mater" bis zu "Full Moon Madness" alle Klassiker enthielt, die die Fans hören wollten. Die Halle tobte, alles war gut. Während der darauf folgenden Pause vor Paradise Lost konnte man dann schnell einen Blick auf VNV Nation werfen. Wie immer bot Ronan Harris den Über-EBM fast perfekt dar, auch wenn viele Stücke wie "Perpetual" irgendwie zu lang für Liveauftritte sind. Natürlich passiert nicht wirklich viel auf der Bühne, aber dr recht bombastische Sound der Band kam sogar bis hinter der 10. Reihe ganz gut an. Ansonsten gilt auch hier wie auf jedem Open Air: Die ersten 10 Reihen erleben Spektakel, dahinter baut die Qualität des Sounds mehr als rapide ab.
Deshalb also schnellstens zurück in den Hangar. Paradise Lost, die x-te, jedenfalls für einige. Nur hatten Paradise Lost früher häufig das Problem, dass ihre Liveauftritte...naja: irgendwie schlecht waren. Man konnte nur hoffen, dass in der doch längeren Abstinenz die Band endlich an ihrem Bühnenbenehmen gefeilt hat - doch wer darauf auch nach der x-ten Enttäuschung gehofft hatte, wurde nur eines: In seiner Enttäuschung bestätigt.

Zwar soundtechnisch ganz gut - lange nicht auf dem Level von Samael und Moonspell - kämpften Paradise Lost vor allem mit ihrer Intensität. Es geht nichts über einen charismatischen Frontmann, über den Samael und Moonspell, aber auch z.B. am nächsten Tag Eisbrecher verfügen - der das Publikum mitreißt, motiviert und begeistert wirkt. Zwar hat Herr Holmes wieder lange Haare, aber diese gelangweilte Art, etwas hochnäsig seinen Stiefel herunterzuspielen und nicht in einer Sekunde den Eindruck zu vermitteln, dass es einem Spaß macht, auf dieser Bühne zu stehen und für seine Fans da zu sein, macht selbst die beste Musik kaputt. Es ist so wahnsinnig schade, dass es Paradise Lost selbst nach Jahren noch nicht schaffen, Intensität aufzubauen. Der Set war songtechnisch gut durchdacht, aber wenn selbst "As I Die" klingt wie Fahrstuhlmusik im Ärztehaus, dann ist irgendetwas falsch. Ganz schade und sehr frustrierend....

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