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Der Andrang bei selbiger war immens, so dass die DVD-Vorführung nicht wie geplant 20 Uhr beginnen konnte, sondern mit einer Verspätung von fast 30 Minuten - denn selbstverständlich sollte am Ende niemand umsonst in der Schlange gestanden haben. "Normale" Kinobesucher waren recht erstaunt über die Ansammlung schwarzgekleideter Gestalten und verbrachten teilweise einige Minuten damit, die Bandmitglieder aus sicherer Entfernung zu beobachten, um eventuell zu erraten, um wen es sich handeln könnte. Ein Pärchen (Rosa-Polohemd-Träger mit Checker-Freundin) traute sich schließlich, mich zu fragen, wer da vorn sitzt. Dass auf die Antwort ein teilnahmsloses "Kenn' ich nicht" folgte, überraschte dann auch nicht - eine Subway To Sally-CD würde sich auch echt scheiße neben euren Mark Medlock-Singles machen! Unter dem Licht der aufgebauten Scheinwerfer kamen Frau Schmitt und ihre Jungs ganz schön ins Schwitzen, so dass sie sich kurz vor Beginn der Vorführung erstmal für die lange Wartezeit entschuldigten, denn die Klamotten mussten komplett gewechselt werden. Nachdem sich dann auch die Band in die Kinosessel gelümmelt hatte, ging es endlich los.
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Man muss schon sagen, dass eine Live-DVD im Kino zu schauen ein äußerst interessantes Erlebnis ist. Vor allem, wenn wie im Fall von "Schlachthof" das Live-Feeling zwischen Band und Publikum so gelungen transportiert wird. Einerseits hat man aufgrund der riesigen Leinwand und des fetten Sounds tatsächlich das Gefühl, in gewisser Weise dem Konzert beizuwohnen, andererseits sitzt man aber doch auf seinem Platz und kann nicht so die Sau rauslassen, wie man das normalerweise tun würde. Der Stimmung im Saal tat das allerdings keinen Abbruch, zumal Eric Fish sogar als Zuschauer einen perfekten Animateur abgab. Und so dauerte es nicht lang, bis jeder Song nicht nur von den Konzertbesuchern begeisterten Applaus erntete, sondern auch von den Kinobesuchern. Auch der Aufforderung zum berüchtigten Schrei vom Leinwand-Eric kam man im Saal nach, während sich einige Fans von der Location überhaupt nicht irritieren ließen und einfach in ihren Sesseln bangten was das Zeug hielt. So kam tatsächlich fast ein Live-Feeling auf. Aber eben nur fast, denn als nach gut zwei Stunden Schluss war, hatte man das dringende Bedürfnis, sofort auf ein Subway To Sally-Konzert zu gehen. Insofern waren die Auswirkungen der Vorführung vor allem schwärmend-melancholischer Natur, aber ist nicht genau das der Anspruch einer sehr guten Live-DVD? Die Atmosphäre eines Auftritts so gelungen einzufangen, dass man als Fan die Scheibe gleichermaßen zur Überbrückung zwischen zwei Touren wie als nostalgisches Element zum Schwelgen in Erinnerungen nutzen kann? Das Gefühl eines echten Gigs soll dieses Medium nicht ersetzen, sondern bestenfalls dazu animieren, kein Konzert verpassen zu wollen. Und in der Hinsicht kann man "Schlachthof" als vollen Erfolg werten und jedem Subway To Sally-Jünger dringend ans Herz legen. In Kürze folgt eine ausführliche Rezension der DVD.
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