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Area4 2008 - Euphorie und Routine

Auch in diesem Jahr flogen sie wieder ein auf dem Flugplatz Borkenberge: Die musikalischen Jumbojets, Propellermaschinen, Tiefflieger und Starpiloten. Kurz gesagt: Der Westen der Republik feiert sein neues großes Festival, das Area4. Es wurde getanzt, gelacht, gesungen, gesprungen und manchmal auch genervt mit dem Kopf geschüttelt. Eine nicht unbedingt chronologische Festival-Rückschau.


Last things first, so oder so ähnlich sagt es der Amerikaner: Einer der größten Diskussionspunkte vor und während des diesjährigen Area4-Festivals war natürlich die Absage des Headliners Slipknot und die Bekanntgabe der Ersatzband Soulfly. Ein Knöchelbruch machte es Slipknot Drummer Jordison unmöglich zu spielen, der Ärger unter den Fans war entsprechend groß. Eine Absage, die sich nahtlos einreiht in die unglückselige Geschichte von Absagen auf dem Area4. Sagten letztes Jahr "nur" die Grunger von Silverchair ab, musste vor zwei Jahren glatt das ganze Festival gecancelt werden, weil zu viele Bands absprangen. War die 2008er Ausgabe nun also ein Flop? Keineswegs. Es ist schade, dass sich das Festival diesmal nicht mit den ganz großen internationalen Namen (wie im letzten Jahr mit Tool) schmücken konnte, der Stimmung tat das zum Glück keinen Abbruch. Ganz davon abgesehen, dass sich Max Cavaleras Ethno-Metal als ganz hervorragender Ersatz für die Maskenmänner erwies. Anfängliche Bedenken wurden jedenfalls durch die schiere Energie Soulflys restlos plattgewalzt.


Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen: Slipknot mussten sich für ihr Fernbleiben natürlich nicht selten publikumswirksam ausbuhen lassen und wurden gar von Howlin' Pelle, seines Zeichens hysterische Frontsau von The Hives, als "fucking pussies" bezeichnet. Ach ja, die Hives. Überraschungen darf man bei ihnen nicht erwarten, Selbstbeweihräucherung und Publikumsbeleidigung ahoi, aber man kann sich eines dümmlichen Grinsens und mindestens eines wippenden Fußes auch nicht erwehren, wenn die Schweden ihr perfekt getimtes Garagenrock-Feuerwerk abbrennen. Weiter machen Jungs, wer's kann, der kann's eben. Gleiches gilt selbstverständlich für die Könige des Nonsens, die Priester der Publikumsbeteiligung, die Meister des Entertainments. Die Rede ist von Die Ärzte aus Berlin. Meilenweit überlegen thronen sie über dem restlichen Line-Up und grinsen fröhlich nach unten. Egal, wie oft man sie schon live gesehen hat, sie sind einfach unschlagbar. Ob nun Rod als "Barrack" Gonzalez vorgestellt wird oder liebevoll die Toten Hosen verarscht werden: Die Ärzte wissen, dass Kommunikation mit dem Publikum auf Open-Air-Festivals besonders wichtig ist.

 


Schade, dass das nicht alle begriffen haben. Beispiele? Daron Malakian, ehemals Gitarrist und Sänger von System Of A Down, versteckt sich während des Auftritts seiner neuen Band Scars On Broadway konsequent hinter seinem Rauschebart und lässt außer "Hi", "Thank you" und "Goodbye" nichts von sich hören. Die Songs, die live ziemlich eintönig daher kommen, machen das Ganze leider auch nicht viel spaßiger. Das machte der Ex-Band-Kollege Serj Tankian schon deutlich besser: Zylinder auf dem Kopf und ABBA covern - was will man mehr? Den Punkrockern von Pennywise hingegen könnte mal jemand sagen, dass man zu einer Parodie seiner selbst wird, wenn man in jedem Satz mindestens zweimal "fuck" oder "motherfuckers" unterbringen muss. Generell war 2008 auf dem Area4 ziemlich punklastig: Less Than Jake, Bad Religion, Millencollin und Goldfinger traten ebenfalls auf und alle waren unterhaltsamer als die phrasendreschenden, routinierten Pennywise. Besonders Greg Graffin von Bad Religion gelang es, das Publikum für sich zu gewinnen, in dem er mit seiner Band vor allem alte Klassiker zum Besten gab und auch stets für einen guten Spruch zu haben war: "Vielen Dank an all die reichen Leute, dass wir heute auf eurem Flugplatz spielen dürfen. Im Gegensatz zum Sänger von The Offspring habe ich kein eigenes Flugzeug!" Less Than Jake schafften es gar, dass die Zuschauer wie wild um den großen Kontrollturm im Kreis tanzten. That's entertainment!


Eine weitere äußerst gelungene Performance lieferten die Jungs von Madsen ab. Ob man ihre direkten Texte nun mag oder nicht: Auf der Bühne ist die Band pure Energie und bringt die Massen zum kochen, gerne auch mal mit einer völlig absurden Schlagereinlage ("Mexiko Mexikokoko!"). Verdienterweise war es bereits ihr drittes Mal auf dem Area4-Festival. Unverdienterweise hingegen spielten die genialen Louis XIV bereits um 12.30 Uhr, sodass es wie zu erwarten ziemlich leer vor der großen Bühne blieb. Der einzige grobe Belegungsfehler, denn zu späterer Stunde hätte die Band auf der Zeltbühne garantiert noch einige mehr Zuschauer gefunden und begeistert. Apropos Zeltbühne: Hier gab es zwei eindeutige Publikumslieblinge, die das Zelt zeitweise in Ausnahmezustand versetzten. Biffy Clyro und die britischen Blood Red Shoes waren die Bands, die auf der kleinen Bühne die ganz große Begeisterung hervorriefen. Einzig die wirklich kaum zu ertragene Lautstärke dämpfte das Vergnügen ein wenig. Kleine obskure Randnotiz: Wer wirklich einmal pure Trostlosigkeit erleben wollte, musste nur einmal zum "Open-Stage-Karaoke" im Coca-Cola-Zelt wanken. Wie dort komplett restalkoholisierte Camper am frühen Mittag mehrmals hintereinander "Wonderwall" und "Killing In The Name Of" zum "Besten" gaben, das war in puncto Trash-Unterhaltung kaum zu überbieten.

 


Alles in allem also wieder ein gelungenes Wochenende, zwar mit weniger herausragenden Highlights als im letzten Jahr, dafür mit einer sehr angenehmen Grundstimmung und durchgängig guten bis sehr guten Bands. Das nächste Area4 wird vom 21. bis 23. August 2009 stattfinden, und vielleicht schaffen es Slipknot ja bis dahin unverletzt zu bleiben, die alten Jammerlappen!



Fotos von Martin Kleinert (whitetapes.de)


 

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© 09/2008 whiskey-soda.de
 


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