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Uns interessiert, ob sie auch vorher schon in Metalbands gesungen hat. Ich habe ganz verschiedene Sachen gesungen in meinem ganzen Leben. Ich meine, von Beruf bin ich Musical Artist. Also habe ich davon Einiges gesungen. Und dann hatten wir nach der Schule mal eine Hard Rock Band. Ich hab sogar mal in einer Black Metal Band gesungen. Allerdings nicht die Growls sondern eher so laaalaaa, imitiert sie kurz eine Opernstimme.
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Doch Black Metal war gestern, heute ist All Ends. Und im Herbst erscheint das erste, selbstbetitelte Album. Worum geht es textlich bei dem Album? Um zerrüttete Beziehungen, fasst Tinna kurz und knapp zusammen. Frederik kann nur zustimmen. Ja, es geht hauptsächlich um Beziehungen, meistens eben kaputte. Die Meisten von uns hatten während des Songwritings eine harte Zeit und deshalb geht es auch im Album darum. Wer von euch ist für das Songwriting verantwortlich? Wir machen das alle zusammen, erklärt Tinna. Wir setzen uns zusammen und machen ein Brainstorming. Frederik ergänzt: Jemand hat dann zum Beispiel ein Riff, oder einen Satz oder ein Thema, eine Grundidee eben. Und dann kann man zusammen überlegen, was man daraus macht. Wir treffen uns in einem Raum oder einem Studio und jeder bringt seine Ideen ein. Wir arbeiten sehr gut zusammen. Das ist eine der besten Sachen an All Ends, wir sind ein gutes Team.
Nach diesem theoretischen Exkurs kommen wir wieder zurück zum Musikeralltag. Im Frühjahr waren die Fünf mit Finntroll und After Forever unterwegs. Die Tour war klasse, erinnert sich Frederik. Es hat schon gut angefangen und nach einer Weile war's einfach verrückt. Wir mussten aber leider viele Shows absagen, weil es Organisationsfehler gab. Wir haben nur ungefähr zehn Mal gespielt. Normalerweise würde man Finntroll und All Ends nicht unbedingt in einem Atemzug nennen. Passt das denn zusammen? Beide lachen. Nein, es passt überhaupt nicht, aber es macht viel Spaß. Tinna erzählt mehr von der Tour. Wir haben uns drüber unterhalten, so einen Wettkampf zwischen Schweden und Finnland zu machen. Da gibt es jedes Jahr für Leichtathleten und wir wollen das mit Musik machen, mit Finntroll zusammen. Aber leider hat das noch nicht geklappt. Wir müssen nochmal zusammen auf Tour gehen. Wir lieben die Jungs und die lieben uns und wir hatten eine tolle Zeit.
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Wollt ihr dann auch mal schwedische Texte machen, erkundigen wir uns. Nein, es wird auf jeden Fall bei Englisch bleiben, meint Tinna. Auf Schwedisch mit dieser Band keine internationale Karriere machen. Das geht nur auf Englisch. Ihr plant also eine große internationale Karriere, haken wir nach. Natürlich! Wir werden große Stars Das ist der Plan, lacht Tinna. Als nächstes steht im November eine Deutschlandtour mit Oomph! auf dem Plan. Frederik denkt schon weiter in die Zukunft. Wir haben auch noch einige andere Dinge in der Hinterhand. Wir wollen danach erstmal nach Japan. Wir haben dort ziemlich viele Platten verkauft. Die Leute mögen All Ends da. Tinna erzählt mehr darüber. Schwedische Musik kommt in Japan sehr gut an. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie ist das so. Die mögen Schweden wohl einfach.
Gibt es eine Band, mit der ihr besonders gerne touren würdet? Bei der Frage denke ich immer an Joey, unseren Drummer, antwortet Tinna. Er würde sagen Mötley Crüe. Ich würde Tina Turner vorschlagen, meint sie nicht ganz ernsthaft. Habt ihr mal daran gedacht, mit In Flames zu spielen? Das bejaht Frederik. Wir haben uns schon darüber unterhalten, aber dieses Jahr wird es nicht klappen. Vielleicht später mal. Wir kennen uns ja alle gut, da wäre das wirklich lustig.
Was habt ihr sonst noch für Zukunftspläne? Ich werde meine Haare abschneiden und einen ordentlichen Job suchen, teilt Frederik uns lachend mit. Und musiktechnisch? Genau das hier, was wir jetzt machen. Spielen, spielen, spielen, spielen, sind sich beide einig. Mal schauen was die nächste Platte bringt, ergänzt Frederik. Die könnte ein bisschen anders klingen, oder auch nicht. Wir lassen uns einfach von der Musik führen.
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