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Bonaparte - 'Übel & Gefährlich' in Hamburg

Die bis zu 25 Mitglieder umfassende Trashpunk-Kapelle Bonaparte gibt es in drei Formaten zu bewundern: Entweder tritt Mr. Bonaparte persönlich im Duett mit einem Computer auf, er bringt eine Band in Standardbesetzung mit, oder er rückt auch noch mit der ''Hedonist Army'' an, einer vollkommen durchgeknallten, expressiven Zirkusshow. Hier kommen ein paar Eindrücke eines Kuriosums letzterer Kategorie vom 15.10.2008 im Hamburger ''Uebel & Gefährlich''.

Allein schon das Ambiente dieses Konzerts war außergewöhnlich. Der Musikclub ''Uebel & Gefährlich'' befindet sich im Obergeschoss eines riesigen alten Flakbunkers aus dem Zweiten Weltkrieg im Stadtteil St. Pauli. Nach oben wird man durch einen Portier mit einem großen Fahrstuhl befördert und gelangt dann direkt in den geräumigen Konzertsaal mit langer Bar, schummrigem Licht, stilvoll gestalteten Wänden und großer Bühne. Ein Innenleben, welches man dem tristen Betonklotz von außen nie zugetraut hätte. Erstaunlich, wie sich der Club innerhalb kurzer Zeit nur durch den langsamen Fahrstuhl mit hunderten Gästen füllen konnte.

Bereits die Vorband, dessen Name aufgrund des schlechten Sounds bisher ungeklärt ist, schaffte es den Bereich vor der Bühne in eine zähe kaum durchdringbare Menschenmasse zu verwandeln. ??? bestanden aus einem Drummer, einem MacBook und einem Sänger. Das MacBook begann mit einem ohrenzersägenden Orgelintro und produzierte im Folgenden vor allem basslastige Synthie-Samples, der Drummer eher minimalistisch gehaltene Beats und der Sänger irgendetwas, das an Rammstein erinnerte. Vom Text verstand man leider nicht allzuviel. Hin und wieder konnte man Fetzen wie ''Stock im Arsch'', ''Guten Morgen Amigo'', ''Bandsalat'' oder ''Feuerzeug, Schlüssel, Zigaretten'' verstehen. Regelmäßiger Applaus ließ jedoch auf eine allgemeine Akzeptanz im Publikum schließen.

Nach einer kurzen Umbaupause verwandelte sich die Bühne plötzlich in ein Irrenhaus. Mit dem Song ''Do You Want To Party'' enterten die seltsamsten Gestalten die Bühne. Die Band trug Masken, künstliche Bärte, Fellmützen mit Ohren, Militärbekleidung aus dem vorletzten Jahrhundert oder schrille Anzüge. Hosen wurden zum Teil auch einfach mal weggelassen.

Eine ''Oma'' filmte das gesamte Geschehen und ließ selbst nicht aus, wie die GoGo-Ballerina mit dem überdimensionalen Rabenvogel rummachte. Im weiteren Verlauf tauchten immer mehr Artisten zwischen der Band auf, die scheinbar ohne festes Drehbuch, mal anmutig, mal obszön performten und miteinander interagierten. Wie viele es letztendlich waren, vermochte man durch die wie im Flug ständig wechselnden Kostüme nicht mehr auszumachen. Das Konzert wurde zum Inbegriff von Trash: Halbnackte Pandabären, Männer in Strumpf- und Frauen in Lederhosen... Man stelle sich einen Gig der Village People unter dem Einfluss von LSD vor. Eine Tiefgreifende Message hinter alledem schien es nicht zu geben. Die einzige Botschaft, die hier verkündet wurde, lautete: Spaß, auch wenn Songs wie ''Anti-Anti'' oder ''I'm Against It'' zumindest einen Anflug von Politik aufwiesen.

Bei ''Too Much'' zeigte sich deutlich, dass die 2006 in Berlin gegründete, internationale Chaos-Clique mit ihren aberwitzigen Songs und schrägen Showeinlagen schon nach kurzer Zeit einen hohen Bekanntheitsgrad im Underground erlangt hat. Die Menge beherrschte den Sprechgesang des Songs lückenlos.

 



Visueller Höhepunkt des Abends war die Stripshow der sich mittlerweile größtenteils entblätterten Riesenkrähe. Obwohl sie kurz zuvor noch mit Diskokugel auf dem Kopf und androgynem Strumpfhosenanzug über die Bühne stöckelte, zeigte sie sich nun im wahrsten Sinne des Wortes von ihrer männlichen Seite. Nachdem Band und die anderen Darsteller sicherheitshalber die Bühne verließen, wurde tatsächlich jeder der geschätzten 20 Schlüpfer nach dem Schichtbekleidungsprinzip fallengelassen. Als die Band wieder auf der Bühne stand, hatten auch die Musiker weitestgehend die Hüllen fallen gelassen. Nach etwa einer Stunde endete das Konzert. Bereits nach der ersten, obligatorischen Zugabe ertönte die Musik aus der Konserve und es wurde hell, doch Bonaparte ließen es sich nicht nehmen, noch ein letztes Mal für wenige Songs auf die Bühne zurückzukehren. Kurz darauf war der Spuk zuende und die Gäste wurden konsequent aus dem Club geschmissen, die Anschlussparty war kostenpflichtig.


 

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Chris Deluxe
© 11/2008 whiskey-soda.de
 


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