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Alice Cooper & Whitesnake - Schock-Rock, Rhythm And Blues

Man nehme zwei Veteranen des Hardrock, garniere sie jeweils mit einem aktuellen Album, gebe reichlich Greatest Hits dazu und verbinde alles zu einer Co-Headliner-Tournee: Fertig ist ein nahrhaftes Classic-Rock-Menü! Die ungewöhnliche Kombination aus dem Schockrock von Alice Cooper und dem Rhythm-And-Blues-Sound von Whitesnake ist sicher nicht alltäglich. Zwar konnte sie in Hannover nicht für ein volles Haus sorgen, aber gut 3000 Fans sind am Ende eines in jeder Hinsicht vielseitigen Abends begeistert.


Mit der Single "Best Years" aus dem aktuellen Album "Good To Be Bad" eröffnen Whitesnake das Set. Musikalisch befindet sich die Truppe allerdings nicht in ihrem besten Jahr. Zumindest heute kann der Sound von Beginn an nicht ganz überzeugen. "Danke, dass ihr Euch heute abend die Zeit genommen habt herzukommen. Bei allem, was in der Welt so los ist." Gern geschehen! Die Fans werden im Laufe der Show noch mit mancher Perle aus der Whistenake-Historie belohnt. "Fool For Your Loving" gehört zunächst zu den Standards, wird allerdings mit cooler Double-Bass-Attacke aufgemöbelt. Das geht ab!

 

Dem alten Weggefährten Mel Galley widmet Coverdale "Love Ain't No Stranger". Der ehemalige Whitesnake-Bassist, der in diesem Jahr an Krebs verstarb, war zuletzt in den glorreichen 80ern dabei. An einem Album wie "Good To Be Bad" hätte er sicher seine Freude gehabt. Bei den Konzertbesuchern sieht das heute anders aus. Frische Songs wie "Can You Hear The Wind Blow", "Lay Down Your Love" und "A Fool In Love" bleiben heute blass. Chefposer David Coverdale hat gesanglich leider keinen guten Tag erwischt und wird mitunter von seiner verjüngten Band aus hochbegabten Grinsemusikern unterstützt. Zudem sind die endlosen, übersteuerten Gitarrensoli der ansonsten genialen Reb Beach und Doug Aldrich einfach zu lang für das kurze Set.

Die ehemalige Stadionsporthalle war 2003 noch randvoll, als David Coverdale mit Whitesnake nach längerer Abstinenz als Headliner zugast war. Diesmal ist die umbenannte Location nur zu etwa zwei Dritteln gefüllt. Vielleicht liegt es an den heftigen Kartenpreisen von rund 60 Euro? Möglicherweise war es ein Fehler, dasselbe Paket innerhalb von zwei Tagen in Hamburg und Hannover anzusetzen. Den qualitativen Vergleich mit dem Auftritt vor fünf Jahren ziehe ich nur ungern, aber damals waren Whitesnake deutlich stärker. Doch ein paar Juwelen hat "The Cov" im Gepäck. Der Hocker steht bereit, Doug Aldrich hat die Akustik-Gitarre in der Hand, dann gibt's eine schöne Performance von "The Deeper The Love".

 

Mit "Is This Love" folgt die obligatorische Monsterballade in voller Montur. Ein sicherer Treffer. Im Laufe der gut sechzigminütigen Show wird es noch mal semi-akustisch beim gefeierten "Ain't Gonna Cry No More" und ruhig melancholisch bei "Ain't No Love (In The Heart Of The City)". Bei der beliebten Coverversion des Bobby-Bland-Hits offenbart der Frontmann leider erneut Schwächen. Was ist bloß los? "Give Me All Your Love" und "Here I Go Again" sind sichere Publikumslieblinge und werden ausgiebig beklatscht, danach ist überraschend Schluss. Ohne große Worte verlässt die Band die Bühne und spart mit "Still of The Night", normalerweise Pflichtprogramm, den größten Kracher aus. Offenbar wurde Coverdale zuvor von unzufriedenen "Fans" mit einem Plastikbecher getroffen. Das hat die Classic-Rock-Legende nicht verdient. Schade!

Erstaunlicherweise verlassen einige Leute anschließend die Halle. Kaum zu glauben, dass man so viel Geld für eine Konzertkarte ausgibt, aber dann nur die Hälfte davon in Anspruch nimmt. Das Highlight steht erst bevor. Nach einer halben Stunde ist der umfangreiche Bühnenaufbau beendet. Durch den riesigen Vorhang leuchtet eine bekannte Silhouette, dann eine zweite. Das Schattenspiel wird zur Mordszene, der Altmeister des Schockrock betritt die Bühne und wird von ca. 3000 Fans jubelnd empfangen. Dabei schleppt er eine blutverschmierte junge Frau mit sich. Das Schockrock-Festival beginnt mit "It's Hot Tonight" und schießt mit "Mr. Nice Guy" den ersten Vogel ab. Bei "Under My Wheels" ist die Party bereits in vollem Gange.

 

Im Laufe der blutrünstigen Setlist mit über 20 Titeln wird Hannover Schauplatz diverser Horrorszenarien. Auf dem Höhepunkt wird Alice Cooper an einem Galgen in Originalgröße gehängt und dann mitsamt Tötungswerkeug rausgeschoben. Disney-Parade für Horror-Fans! Später schneidet er seiner Ballett tanzenden Tochter Calico kurzerhand die Kehle durch. Das (Kunst-)Blut spritzt bis ins Publikum. Erstmals sind auch Calicos Schwestern dabei. "All the little Cooper girls" stellt der stolze Vater das Trio vor, um dann erbost zu schimpfen: "Get off my stage!" Er trägt übrigens eine todschicke Nosferatu-Hose mit Klaus-Kinski-Aufdruck.

Die Band mit KISS-Drummer Eric Singer präsentiert sich in absoluter Topform. Der Sound rockt hart und voller Energie direkt bis unter das Dach. (Nur schade, dass Klavier und Keyboards vom Band kommen.) Die Musikauswahl erstreckt sich über vier Jahrzehnte Cooper, der mit "Woman Of Mass Distraction" und "Dirty Diamonds" auch moderne Klassiker zum Besten gibt. Wie üblich wird die Mischung als schaurig-schönes Musical präsentiert, in dem Alice Cooper ein Vampirbaby per Holzpfahl "tötet". Dagegen ist selbst Slipknot harmlos. "Welcome to my nightmare!" Er kämpft gegen drei chinesische Mafia-Mädels (seine Töchter) und befreit sich aus einer Zwangsjacke. Die morbiden Geschichten dazu gibt's am Fließband: "She's cool in bed, she oughta be if she is dead."

 

Selbst wenn man die Augen schließen würde, was natürlich blöd wäre, bekäme man einiges geboten. Auch die Jam-Session von Coopers (ähnlich wie bei Whitesnake) verjüngter Band rockt amtlich. Beim Drama-Song "Steven" singen alle mit. Seine Setlist verändert der rastlose Alice regelmäßig, die größten Hits spart er sich aber immer bis zum Schluss auf. Der berühmte Song über das Ende der Schule wird natürlich mit den großen Luftballons gefeiert, Dollar-Scheine werden bei "Billion Dollar Babies" verteilt. Ein großer Spaß! Nur das abschließende "Poison" wird schlicht und ergreifend zu langsam gespielt. Doch das ist durchaus verschmerzbar nach dem 100-minütigem Rock'n'Roll-Horror-Szenario mit höchstem Unterhaltungswert. Der vielseitige Abend hatte Höhen und Tiefen. Doch am Ende bleibt, nicht zuletzt dank Alice Cooper, ein positives Gefühl.

(Fotos: Dethlefs)


 

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Philip
© 11/2008 whiskey-soda.de
 


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