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Motörhead, Saxon & Danko Jones - Advent, Advent, die Bühne brennt

Wenn Lemmy Kilmister zum Tanz bittet, zögert der gemeine Rock'n'Roll-Fan nicht lange. Wenn Motörhead dann auch noch namhafte Gäste wie Saxon und Danko Jones mitbringen, bedeutet das ein intensives Riff-Paket, an dem man angesichts der fairen Kartenpreise kaum vorbeikommt. Im Bremer Pier 2 erlebten Hanseaten und Auswärtsfans einen lauten ersten Advent.


Zunächst müssen die "Laien" angewärmt werden. Nicht jeder kennt den ruhigen, jungen Mann, der sich Danko Jones nennt. Ruhig? Jawohl! Wer Danko mal vor oder nach seiner Show getroffen hat, der lernt einen sehr zurückhaltenden Mann kennen. Während Saxon's Soundcheck wechseln wir auf der Toilette (Männer am Pissoir) ein paar Worte, nachdem wir uns bereits im März zum Interview in Hamburg begegnet waren. Ich entlocke ihm ein bisschen Euphorie. "Die Tour ist bisher der absolute Hammer", sagt er über seinen in Erfüllung gegangenen Traum. "Das Publikum ist großartig, wir haben einen Riesenspaß."

Die Ruhe vor dem Sturm ist mit dem Start der Show vorbei. "Code Of The Road" dröhnt aus den Boxen, im Pier 2 horcht man auf. Auf der Bühne mutiert Danko wie üblich zum Tier. Als Leitwolf seines eigenen Trios schleudert er mit "Sticky Situation", "Cadillac" und "First Date" explosive Songgranaten ins Publikum. Dabei formt er aus einem überschaubaren, zum Teil desinteressierten Publikum eine begeisterte Menge.

 

Dann entdeckt er ausgerechnet in der ersten Reihe eine gelangweilte Kartenbesitzerin. "Was soll das denn hier?", schimpft er. "Muss Dir erst jemand sagen, dass Du uns mögen darfst? Wir spielen Rock! Es ist in Ordnung das zu mögen. Es ist in Ordnung uns zu mögen!" Ein paar bissige Kommentare aus den ersten Reihen bringen Danko nur noch mehr auf Trab. Er absorbiert die Sprüche und wandelt sie in musikalische Energie um. Das kommt an! Danko verzieht und verzerrt sein Gesicht, performt "Baby Hates Me" und "She's Drugs" wie vom Blitz getroffen.

Am Ende seines rund 40-minütigen Auftritts wird klar, dass die Zahl seiner Fans heute wieder gestiegen ist. Mit einem Auszug aus "YYZ", dem Klassiker der progressiven Landsleute Rush, verabschiedet sich das kanadische Trio triumphal. Das vorweihnachtliche Paket wurde gerade erst geöffnet. So eine Kombi zieht natürlich an, auch Edel-Fans wie Ärzte-Schlagzeuger Bela B., der vor mir steht. Den wenigen Fans, die ihn erkennen und um ein Foto bitten, erklärt er bestimmt, aber sehr freundlich, dass er heute selbst als Fan da ist und keine Fotosession machen möchte.

Mit einem Meilenstein des Genres betritt die NWOBHM-Legende die Bühne. "Motorcycle Man" war einst meine erste Begegnung mit Saxon. Der Klassiker von 1980 hat nichts von seiner krachenden Energie eingebüßt. Warum Biff allerdings dabei immer pfeifen muss, bleibt mir ein Rätsel. Den Titeltrack und obligatorischen Mitgröler vom "Wheels Of Steel"-Album gibt es später. Vom kommenden Album "Into The Labyrinth", das erst im Januar erscheint, spielt der Fünfer die eingängige Vorab-Single "Live To Rock". Im Interview vor der Show hat Frontlegende Biff allerdings erklärt, der Song sei "nicht repräsentativ für das Album". Na sowas?

Die Mehrheit will zwar die Klassiker hören. Doch als Herr Byford nach "Heavy Metal Thunder" eine langsame Nummer ankündigt, meint er nicht "Crusader". Es folgt mal was Neueres, das double-bass-lastige "Witchfinder General" (zwinker, zwinker). Die Finger des hyperaktiven Nibbs flitzen nur so über den Bass. An "Denim And Leather", der Motto-Hymne der NWOBHM, führt natürlich kein Weg vorbei. Alle klatschen mit.

 

Das Kraftwerk namens Saxon läuft auf Hochtouren, das Publikum feiert. "Come on, Deutschländ", fordert Biff. "Jawohl!" Man singt im Chor: "Ohoo hooho." und die Metaltruppe hat mal wieder ein Heimspiel. Eine weitere "langsame" Nummer wird angekündigt. "So jung wie wir sind, brauchen wir auch mal ein bisschen Pause." Doch "Hellcat" vom neuen Album ist wieder so ein aggressiver Kracher. Woher nehmen Saxon nur diese unglaubliche, rohe Energie? Vier der fünf Mitglieder rasen auf Stahlrädern auf die 60 zu, doch von diesem Auftritt kann sich so manche junge Band mehr als eine Scheibe abschneiden.

Songs wie "Princess Of The Night" oder "Wheels ..." muss man allerdings auch erstmal zu Papier bringen. Das sollte im Übrigen eigentlich schon der letzte Song sein, doch Byford erkennt: "Wir haben noch Zeit für einen." Und dann ertönt doch noch "Crusader". Der einstündige Kreuzzug von Saxon glich eher einem Blitzkrieg. Das Pier 2 wurde jedenfalls im Sturm erobert. Lauten Zugaberufen zum Trotz ist dann aber wirklich Schluss. Gibt ja noch mehr.

Nach diesem Knaller können es sich Lemmy, Phil und Mikkey nicht erlauben, auch nur einen Gang runterzuschalten. Aber die Gefahr besteht gar nicht erst, denn "Wir sind Motörhead. Wir spielen Rock'n'Roll." Wähnte man das Pier 2 bei Saxon noch in Hochstimmung, gleicht es bei den ersten Takten von "Iron Fist" einem Tollhaus. Dass das Bier den ganzen Abend in 1-Liter-Bechern verkauft wurde, tut sein übriges. Die Ordner bekommen dementsprechend viel zu tun, "Stay Clean" gilt nämlich auch als Ansage für den Fotograben.

Das Crowdsurfing zur vorderen Bühnenfront ist eigentlich nicht nötig, denn zwei große Leinwände sorgen dafür, dass man auch von ganz hinten sieht, was das Trio veranstaltet. Motörhead machen erwartunggemäß keine Gefangenen und nicht viele Worte. Mit "Metropolis" und "Over The Top" liefern sie lieber brachialen Rock'n'Roll. Im Anschluss an "I Got Mine" stellt Phil Campbell seine Saiten-Kompetenz zur Schau und Lemmy wird nicht müde zu verkünden, dass Phil bereits seit 24 Jahren dabei ist.

 

Das Phänomen Motörhead hat ja bereits 33 Jahre auf dem Buckel. Trotzdem liefert das Trio regelmäßig starke Alben! Der jüngste Output, besonders kreativ mit "Motörizer" betitelt, macht da keine Ausnahme. Einer der stärksten Tracks ist "The Thousand Names Of God". Lemmys smarte Abrechnung mit der Religion kriegen die Bremer heute zu hören. "Und jetzt ein Lied über Politiker", kündigt Lemmy an. Kollektive Buhrufe. "Was denn? Mögt Ihr Politiker etwa nicht? Diese Bastarde, die Euch das Geld aus der Tasche ziehen?" Es folgt "Just Because You Got The Power (...)".

Die Stimmung erreicht den Siedepunkt, als mit "Killed By Death" mein Lieblingssong aus dem Motörhead-Katalog erklingt. Danko Jones, mal nicht in seinem Standard-Outfit, stößt dazu und stimmt beim Refrain mit ein. Man sieht ihm an, wie sehr er die Szene genießt. Nach einer alles vernichtenden Performance von "Bomber" ist Schluss. "Aber wenn Ihr laut genug seid, kommen wir wieder." Und wie! Der akustische "Whorehouse Blues" mit Lemmys Mundharmonika-Solo wird abgefeiert. Im Anschluss halten manche "Ace Of Spades" weiterhin für die beste Motörhead-Nummer. Die lauten Lemmy-Sprechchöre werden vom noch lauteren "Overkill" erstickt. Trotz Stroboskop-Attacke keine Epilepsie-Anfälle, nur kollektive Advents-Extase. Vier Wochen vor Weinachten war das ein wahrhaftiges Fest!

(Fotos: Dethlefs)


 

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Philip
© 12/2008 whiskey-soda.de
 


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