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Amorphis - Live in Berlin

Nach ihrem Wechsel zu Virgin Records haben sich Amorphis mit “Far From The Sun” zurückgemeldet und schon auf dem diesjährigen Summer Breeze Festival in Abtsgemünd konnten sich die Fans davon überzeugen, dass die Finnen noch lange nicht am Ende sind. Mit ihrem Best Of Album “Chapters“, welches noch über ihr altes Label Relapse veröffentlicht wurde, bieten sie einen kompletten Querschnitt durch all ihre Veröffentlichungen und auch die vergangene Tour war eine Art Zeitreise, eine Zeitreise zurück zu den Anfängen, die noch tief im Death Metal lagen, über die ausdrucksstärsten Songs ihre Karriere bis hin zum aktuellen Schaffen der Jungs um Sänger Pasi Koskinen.

Eigentlich wollten Lacrimas Profundere mit Desperation und Ewigheim auf Tour gehen, doch als sich die Chance bot, Amorphis zu supporten, wurden kurzerhand Jack Frost als Ersatz verpflichtet, damit Lacrimas vor den Finnen von Amorphis auf der Bühne stehen können. Diese Chance wollten die Düsterrocker natürlich nutzen und präsentierten trotz des unerklärlich geringen Publikumaufkommens eine Show, die energiegeladener nicht hätte sein können. Schon mit den ersten Takten von “Liquid“ vom im vergangenen Jahr erschienen und aktuellen Album “Fall, I Will Follow“ wussten die Jungs aus Süddeutschland zu begeistern und Sänger Christopher blieb selten länger als ein paar Sekunden an ein und der selben Stelle stehen, sondern sprang wie von der Tarantel gestochen durch die Gegend. Optisch hätte er gut und gerne als Klon von HIM-Sänger Ville Valo durchgehen können, nicht nur auf grund der obligatorischen Rotweinflasche, doch nach ein paar Minuten wurde ganz schnell klar, das sich Christopher hinter seinem vermeintlichen Idol nicht zu verstecken braucht und mindestens genauso viel Stimmgewalt und Charisma zu bieten hat, aber mit 100% Eigenpotential! Neben weiteren Songs vom “Fall, I Will Follow“-Album wie “Under Your…” und “I Did It For You” wurden auch die ältern, weit aus metallastigeren Songs der Alben “Memorandum“ und “Burning - A Wish“ nicht vernachlässigt und so konnten durch die rockigen Stücke nicht nur neue Fans gewonnen werden, sondern mit Titeln der Marke “Helplessness“ und “Adorer And Somebody“ auch die älteren Fans zufrieden gestellt werden. “For Bad Times“ war dann die krönende Abschluss-Zugabe eines gelungenen Auftritts, der reichlich wenig mit schlechten Zeiten zu tun hatte und nicht perfekter als Einstimmung für die folgende Show von Amorphis hätte passen können.

 

Als Amorphis um 22 Uhr die Bühne enterten, hatten sich dann doch ein paar mehr Leute im Columbia Fritz eingefunden, obwohl es für eine Band, die nicht alle Tage live zu erleben ist, immer noch erstaunlich leer war. Wer sich auf grund der letzten beiden etwas ruhiger ausgefallenen Alben auf ein getragenes Konzert eingestellt hatte, dem wurde schon beim Opener klar, dass die Rechnung nicht ohne ein paar sehr wandlungsfähige Finnen gemacht werden sollte. Mit “In The Beginning“ vom grandiosen “Tales From The Thousand Lakes“-Album stellten die Finnen schon zu Beginn klar, dass dieser Abend nicht nur im Zeichen den neuen Silberlings “Far From The Sun” stehen wird, sondern sich wie im Interview vor der Show von Sänger Pasi angekündigt, durch die gesamte Karriere von Amorphis schlängeln wird. Songs wie “The Way“ und “Devinity“ von “Tuonela“, “Against“ und “On Rich And Poor“ (beide vom “Elegy”-Album) und besonders das geniale ”Grails Mysteries“ vom Debütwerk der Finnen waren der Beweis dafür, dass die Jungs immer noch verdammt gut rocken können, aber auch die neueren Songs von “Am Universum“ (“Alone“ und “ Goddess (Of The Sad Man)“) und “Far From The Sun“ (“Day Of Your Beliefs“, “ Evil Inside“, “Mourning Soil“ und “Killing Goodness“) wurden eine Spur härter dargeboten als von den dazugehörigen Longplayern bekannt. Im Gegenzug dazu waren die alten “Tales“-Perlen ebenfalls ein wenig verändert und etwas psychedelischerer Natur.

Außer ein paar Spacken, die schon nach dem ersten Song nach “Black Winter Day“ verlangten, obwohl es ganz logisch war, das dies der letzte Song sein würde, konnte eigentlich niemand unzufrieden mit diesem Auftritt gewesen sein, egal in welcher Phase ihres Schaffens man angefangen hat, Amorphis zu lieben. Der Gig als Ganzes hatte sogar irgendwie etwas Mystisches, und zu dieser Atmosphäre passte das minimalistische Stageacting, welches so ganz anders als das ihrer Supportband Lacrimas Profundere war, hervorragend. Besonders Pasi erweckte den Eindruck, als ob er sich nur äußerst ungern von seinem Mikroständer, den er fast liebevoll umklammerte, entfernen wollte und deshalb auch nur sehr selten zu längeren Spaziergängen über die Bühne ansetzte.
Nach knapp 90 Minuten, inklusive Zugaben, beendeten Amorphis den Abend, wie soll es auch anders sein, mit “Black Winter Day“ und ließen ihre Fans begeistert und sehr zufrieden zurück, wohlwissend, dass die Finnen nie wieder einen ähnlichen Song wie eben diesen letzten schreiben werden: „Es ist sehr schwer einen Song zu machen, der wie `Black Winter Day` klingt. Aber abgesehen davon sehe ich keinen Grund dafür, warum wir uns selbst kopieren sollten. Wenn wir das tun würden, wäre die Existenz von Amorphis nicht nur Gefahr, sie wäre ein für alle Mal vorbei.“ Recht hat er, der Pasi.


 

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Jule
© 11/2003 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Amorphis

Homepage:
- Amorphis
- Amorphis - MySpace-Seite

Artikel:
- Amorphis - Live in Berlin
- Amorphis - Eine amorphe Schlafstörung, die die Sonne schluckt
- Amorphis - live in Berlin - alles wie früher, bloß viel besser
- Amorphis, Revulsed & Country: Daniels Alben des Jahres 2015

Rezensionen:
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