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Am 17. Januar 2009 umfasste das Line Up zehn Bands aus Berlin und Umgebung; Frau Horn, Co-mA, Let Loose, Cosma, Climax In June, Helena, The Mint, Maila, Black Born Phoenix und Subcutanicks, wobei Maila und Subcutanicks leider kurzfristig aus technischen Gründen ausfielen.
Mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung ging dann um kurz nach halb Acht mit Frau Horn die Post ab. Das Maschinenhaus hatte sich bereits zur Hälfte gefüllt und das Publikum, aus jung und hier und da auch alt, erwartete voller Spannung die kommenden Stunden. Das sehr frauenlastige Quintett von Frau Horn stach sofort optisch ins Auge, so präsentierte sich Frontfrau Britta im Brautoutfit und die restlichen Bandmitglieder mit diversen Kopfbedeckungen und/oder Sonnenbrillen und Elvis-Kotletten. It's never too dark to be cool. Mit einem Mix aus deutschem Pop, Rock und Powerpop ging dreißig Minuten lang die Post ab, denn der Sound war klasse. Sängerin Britta gab sich alle Mühe das Publikum zu animieren und hatte durchaus Erfolg, und dies nicht nur durch Bein zeigen. Optisch, musikalisch und auch durch ihre Dynamik erinnerte die Band in einigen Momenten an 'No Doubt', was natürlich nur positiv gemeint ist. Nach meinem persönlichen Highlight 'Püppchen' war dann leider auch ziemlich schnell Schluss. Es standen ja noch sieben weitere Bands heiß in den Startlöchern.
Nach einer extrem kurzen Umbaupause bestieg gegen kurz nach Acht mit Co-mA der zweite Act des Abends die Bühne. Max, Conrad und Jerome - alle drei gerade alt genug um bei der Aftershow Party auch den einen oder anderen 'Kurzen' zu konsumieren - machen seit zirka zwei Jahren zusammen Musik. Laut eigener Aussage ist ihre Musik akustisch, akustisch, akustisch, so überraschte auch nicht das Bühnenbild, drei Jungen mit langer Mähne, im Stil von Kurt Cobain unplugged. Einziger Wermutstropfen während des Auftritts, eine der Akustikgitarren war dem Druck nicht gewachsen und gab auf. Von solchen technischen Hindernissen ließ sich vor allem Sänger Max nicht aus der Ruhe bringen und wurde immer lockerer. Zur Nervosität bestand aber trotz der vermeintlichen Unerfahrenheit keinerlei Grund, war schon allein die gesangliche Performance durch sehr viel Stärke und Herz geprägt. Hut ab. Auch hier war viel zur früh alles schon wieder vorbei, aber dreißig Minuten sind halt dreißig Minuten.
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Hart wurde es dann mit Let Loose als dritte Band nach einer etwas längeren Umbauphase. Mit ihrem 1a Soundmix aus Rock und Metal attackierte das Quartett um Frontmann Daniel von der ersten Sekunde an die Trommelfelle der anwesenden Festivalbesucher, welche das Maschinenhaus mittlerweile gut füllten. Seit ihrer Gründung im Jahre 2000 hat die Band einige Veränderungen durchgemacht, so wurde aus einer Cover Band eine Combo mit eigenem Liedgut, überstand einige Besetzungswechsel, entwickelte sich vom traditionellen Hardrock weg und klingt nunmehr moderner und druckvoller als früher. Die Festivalbesucher würden das sicher so unterschreiben. So kamen die ersten Fans vor der Bühne der Aufforderung von Sänger Daniel nach und bewegten ihre Körper wie es sich für ein Rock-Festival gehört. Animiert wurde das Publikum unter anderem auch durch kleine Spielchen um kostenlose Let Loose EPs PLUS den dazugehörigen Button. Und wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören.
Als vierte Band des Abends betrat dann gegen halb Zehn Cosma die Bühne. Mit neun Jahren Bandgeschichte, drei in Eigenregie produzierten Studioalben und als Gewinner des 'Berlin Music Clash' und der 'Berlin Hymne gesucht' Veranstaltung von Berliner Pilsner ist es sicher nicht vermessen diese fünf Mann Formation als alte Hasen zu bezeichnen. Mit ihrem deutschsprachigen Mix aus Rock, Alternativ und Indie ging es etwas 'gemäßigter' zu als bei Let Loose. Die Massen gingen deswegen aber nicht weniger ab, ganz im Gegenteil. Mit einer Mischung aus alten Nummern und Songs von der neuen Platte 'Schlicht und Ergreifend' rockten Cosma das Haus und erinnerten mehr als einmal an aktuelle Deutschrock Koryphäen. Zum Ausklang gab es standesgemäß eine Hymne über die Hauptstadt.
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