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Suidakra - Livehaftige Kriegstöne

Manchmal kann das Leben doch gerecht sein. Mussten die sympathischen Jungs von Suidakra im letzten Jahr noch quasi auf gepackten Koffern sitzend die Absage für die Borknagar-Tour entgegen nehmen, konnten sie nun auf einer kleinen, aber feinen Gastspielreise mit Mörk Gryning und Green Carnation ihre Bühnenaktivitäten nachholen.

Dennoch hätte man bei einem für heutige Verhältnisse mit 14 Euro regelrechten Schnäppchenpreis wesentlich mehr zahlendes Volk erwarten können, zumal die drei Bands nun auch keine Unbekannten mehr sind. Ob es nun am schweinekalten Wetter lag oder dass am folgenden Abend Zyklon ihr Stelldichein gaben, können wir auch nicht klären, nur dass die gut 100 Anwesenden eine Vollbedienung in Sachen schweres Musikgut bekamen.

Suidakra wählten geschickt und stiegen mit dem Opener "Revenant" von ihrem aktuellen Output "Signs For The Fallen" in den Gig ein, die brachiale Nummer zündete natürlich sofort, auch wenn die Gitarre von Frontmann Arkadius schlappmachte und der Vierer unbekümmert neu startete. Klassiker wie "Gates Of Nevermore" oder neue, stilistisch korrigierte Stücke wie "Crown The Lost" kamen in einem druckvollen, fetten Sound, von einer energiegeladenen Show des Vierers ummantelt. Die überschaubare Masse bedankte sich durch munteres Bangen und nahm die Mischung aus feinen, filigranen Melodielinien, brachialen Riffs und herrlich aggressiven Vocals begierig auf. Neben aller akustischen Brutalität überzeugte Arkadius durch gefühlvolle zweistimmige Gitarren-Harmonien, die geschickt in die Songs integriert wurden.

 

Stücke wie "Trails Of Gore" oder "A Visions Demise" mit eingängigen Melodien en masse wurden punktgenau gespielt, tight und heavy, die vereinzelten mehrstimmigen Chöre verliehen den Stücken zusätzlichen Tiefgang. Die Spielfreude, die Suidakra vermittelten, bestätigten den guten Eindruck, den die Band auf "Signs For The Fallen" abgeliefert hat. Die Fans schienen dies genauso zu sehen, etliche Haarpropeller im Auditorium zeugten hiervon. Fannähe zelebrierten die Jungs auch, oder wann sieht man noch, dass sich der Frontmann das Bier mit dem Publikum teilt? Eben. Ebenso erfreulich befand man es im Saal, dass auch alte Haudegen vom Schlage (Achtung, Verweis zur Überschrift!) "Wartunes" mit epischen Melodiebögen und hymnischer Atmosphäre, ganz ohne Keyboards kreiert, in den knappen 45 Minuten ans Licht gezerrt wurden. Fazit: Ein Auftritt, der sehr viel Spaß machte, schöne Melodien, Härte und feine Wechsel zwischen Black- und Death Metal-Vocals bescherte. Bei der Qualität wollen wir aber Suidakra auf der nächsten Tour als Hauptakt sehen, mit doppelter Spielzeit. Mindestens.

Mörk Gryning wählten ein klassisch-monumentales Intro, unterlegt mit Frauen-Gezwitscher, danach war Schluss mit überflüssigem Bombast und die Band mörtelte heftigst ihren angeschwärzten Death Metal oder todeslastigen Black Metal. Sirrende Riffs, überlegte zweistimmige Gitarren-Soli und sphärische Keyboards mündeten in atmosphärische Momente und majestätische Kompositionen, die die Band optisch unterstützte. Ganz ehrlich: Synchron bangen beherrschen die Jungs allemal und der Griff in den Schlammtopf verlieh eine zusätzlich wilde Note, mit denen Hymnen wie "Perpetual Dissolution", "Journey" oder "The Cradle Of Civilisation" zünftig dargeboten werden konnten. Auch Mörk Gryning wurden mit einem druckvollen, differenzierten Sound bedacht, so dass die knackigen Songs mit ihren Feinheiten wie mehrstimmige, klare Gesänge funktionierten, dass Wikingerboot nicht absoff und die Masse als Traube vor der Bühne klebte. Da blickt man dann auch schon mal über die etwas schroffe Art der Band hinweg. Guter Auftritt.

 

Mit Green Carnation folgte ein stilistischer Bruch, der aber aufgrund der Qualität der Mannen zu verdauen war. Bei aller Eingängigkeit von Stücken wie "Crust To Dust" oder "Writings On The Wall" kam eine gesunde Portion Härte nicht zu kurz. Bandboss Tchort überzeugte einmal mehr durch seine ergreifende, warme Stimme, die sich schwer über die heftig rockenden Kompositionen legte. Die Mischung aus Riff-Grollen, Melodie, Keyboard-Wällen, Tiefgang, Gefühl und Atmosphäre erwies sich als absolut tanzbar und mitreissend, obwohl wenige wohl doch vom musikalischen Bruch etwas überfordert waren. Dennoch ein würdiger Abschluss für dieses Package. Wer da nicht kam, war selbst dran schuld, verpasst hat jener dann so einiges. Denn wie brachte es meine nichtmetallische Begleitung zu bezaubernd auf den Punkt: "Die erste Band war am sympathischsten, die zweite hatte die besten Intros und die dritte Band hatte einen, der singen konnte!". Dem ist nun wirklich nichts mehr hinzuzufügen.


 

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Ingo
© 11/2003 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Suidakra

Homepage:
- Suidakra

Artikel:
- Suidakra - Von Elfen, Rittern, der Tafelrunde und melodischen Gitarren
- Suidakra - Death Metal als Seelentherapie
- Suidakra - Livehaftige Kriegstöne
- Suidakra - Volle Attacke in den Neuanfang

Rezensionen:
- Emprise To Avalon
- Signs For The Fallen
- Command To Charge
- Caledonia
- 13 Years of Celtic Wartunes
- Eternal Defiance

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