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Nur langsam füllt sich das Lido in der Schlesischen Straße in Berlin Kreuzberg. Vielleicht liegt es daran, dass die Einlasskontrolle für einige Besucher ein unüberwindbares Hinderniss bedeutet, wenn der Ausweis nicht die richtige Geburtsjahreszahl aufzeigt. Wer pünktlich 19:30 im Lido war und ohne Probleme passieren, konnte, erlebte die Einleitung des musikalischen Abends mit dem Auftritt von Parachutes aus Neunkirchen. Die Fünf legen schon mal eine ordentliche Show hin. Anschließend erklimmen Fall from Grace die Bühne und heizen die Stimmung weiter an. Die vier Jungs aus Seattle wissen zu begeistern. Die Menge zappelt wild herum und die ersten kleinen Moshpits entstehen. Anschließend geben sie die Bühne für den Headliner frei, der nach erneuter kurzer Umbaupause die Bühne betritt. Schwarz gekleidet und teilweise geschminkt schleichen Alesana von düsteren Klängen begleitet auf die Bühne. Sie eröffnen die Show mit 'Alchemy Sounded Good At The Time'. Was folgt ist eine Feuerwerk aus Klang- und Lichtspielen, bei denen sich die Jungs keine Pause gönnen. Auch das recht junge Publikum hat wenig Zeit zum Durchatmen, denn da wird hier ein Moshpit eröffnet und dort eine Wall of Death gefordert.
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Bei der Songauswahl greifen Alesana hauptsächlich auf die Trackliste vom aktuellen Album zurück. Nicht nur bei 'This is the Part Where People Scream' erhalten sie Unterstützung von Fall from Grace. Zwischendrin gibt es immer wieder Probleme mit den Mikros, die dem vollen Sound jedoch wenig beeinflussen. Wenn alle vier Gitarristen gleichzeitig auf ihre Instrumente eindreschen, wirkt dieser teilweise sehr überladen. Das laute Durcheinander können auch die gut inszenierten Lichtspielereien nur begrenzt wettmachen. Die Band ist dennoch nicht zu stoppen und die vier bis sieben Musiker springen munter über die Bühne, klettern auf die Lichtträger, springen und spuken in die Menge und schwingen ihre Gitarre um den Hals. Wenn das mal nicht Punkrock ist. Das Schauspiel endet bereits nach etwas über einer Stunde und gefühlten 10 Songs mit den Zugaben 'Tilting the Hourglass' und 'Apology'. Niemand beschwert sich. Alle verlassen müde aber zufrieden das Lido nach einem kurzen, schweißtreibenden Konzert.
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