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Tiamat - Das Leben, Musik und der ganze Rest

Tiamat, Legende des düsteren Heavy Metal, Begründer einer Stilrichtung und wegweisend für viele nachfolgende Bands, haben ein neues Album auf dem Markt. "Prey" ist das mittlerweile achte Full Length Album der Schweden. Mal wieder hat man sich selbst übertroffen.

Allerdings gibt es im Enstehungsprozeß im Gegensatz zu den vorherigen Alben einen kleinen, aber feinen Unterschied. Bei "Prey" stammt das gesamte Songwriting ausschließlich aus meiner Hand, so ein wie immer äußerst höflicher, ruhig und extrem sympathischer Johan Edlund. Written and directed by Johan Edlund, sozusagen. Daß das ein Kennzeichen von Qualität sein kann, wenn Drehbuchautor und Regisseur ein und dieselbe Person ist, sieht man ja an Quentin Tarantino.....
Alles in allem macht Prey den Eindruck, als wäre die Grundidee diesmal etwas anderes gewesen als früher. Ja, das stimmt. Früher wollten wir immer etwas Neues auf den Alben haben. Diesesmal jedoch war in meinem Kopf der Wunsch nach etwas ganz natürlichem. Einer Essenz dessen, was Tiamat ausmacht. Klingt "Prey" deshalb wie eine Art Best Of Tiamat-Styles? Genau. Ich habe die Songs geschrieben, und während der Produktion, der Entstehung des Albums an sich, wurden Veränderungen vorgenommen, die Songs nochmals überprüft. Deshalb klingt das Album so natürlich und wenig überladen, weil Entstehungsprozeß und Überarbeitung ein einziger Schritt waren. Wenn man das Album mit seiner relativ träumerischen, ruhigen Atmosphäre hört, fällt auf, daß sich der Sound doch sehr von Judas Christ unterscheidet. Johan scheint zu lächeln. Du hast schon wieder recht. Der Sound wirkt weniger überladen als bei Judas Christ.Das gehörte zum Konzept. Wenn man die Natürlichkeit in den Vordergrund stellt, muß die Musik von der Produktion begleitet werden. Die Produktion darf nicht die Musik erschlagen. Ach ja, Stichwort
"Konzept". Wenn man den wiederum grandiosen Texten ausführlich lauscht, scheint sich eine Art Konzept über die Liebe zu ergeben. Liebe und Glaube, Liebe und Tod. Nunja,das stimmt irgendwie schon, aber auch nicht. Liebe, Tod und Religion sind sehr eng miteinander verwoben. Deshalb stimmt der Eindruck vielleicht, ein direktes Konzept war aber nicht vorhanden.
Auffallen tut auf "Prey" unter anderem auch der weibliche Gesang, der häufiger benutzt wurde als früher, und bei "Carry Your Cross, and I’ll Carry Mine" den Song komplett dominiert. Diese Stimme klingt so ganz anders als die früheren Stimmen, viel zerbrechlicher und völlig unverbraucht.

 

Erneut scheint Johan zu lachen Warum bin ich eigentlich hier? fragt er, Du stellst die gesamten Fragen und deine Interpretationen so dermaßen richtig dar, daß ich eigentlich immer nur "Ja" sagen könnte.“ (Anmerkung d. Redakteurs:.....Dafür finde ich Tiamat ja auch so gut......)
Also, die holde Weiblichkeit, die mir ihre Stimme lieh, ist eine sehr gute Freundin von mir. Ich habe sie gefragt, magst du?, sie hat ja gesagt, und fertig war die Sache. Sie hat noch nie irgendwo gesungen, ist völlig unerfahren und hat auch nicht die Spur einer klassischen Ausbildung. Deswegen klingt sie – wie du sagst – so unverbraucht und hat damit den Nerv getroffen, den ich wollte.
Danach kam das Gespräch aus im nachhinein undefinierbaren Gründen auf das Internet.
Ach ja seufzt Johan, das ist so eine Sache, wo ich viele meiner Kollegen nicht ganz verstehe. Huch? Was sollte jetzt kommen? Ein Plädoyer für Filesharing? Nicht ganz...aber fast.
Weißt Du, ich finde es schön, gehört zu werden. Dafür bin ich doch hier, zelebriere und liebe meine Musik. Ich bin Tiamat, Tiamat ist ich, meine, unsere Musik ist eins, und wer uns hört und uns mag, der gibt uns denn Sinn, weiterzuleben, Musik zu machen, da zu sein. Besser, jemand zieht illegal unsere Songs aus dem Internet, als daß er Tiamat gar nicht hört. Schließlich kann es sein, daß er so von uns angetan ist, daß er doch ein Album kauft. Aber ist es nicht so, daß er als Geschäftsmann finanzielle Verluste macht?Das kann sein, kann auch nicht sein. Wir wollen gehört werden. Die Essenz der Kunst ist wichtiger. Nimm zum Beispiel die Jungs von Dimmu Borgir. Wer solchen Wert auf ein Gesamtkunstwerk "Album" legt, der wird weit weniger Probleme mit finanziellen Verlusten haben. Das ist ja nicht nur die Musik. Da kommen Fotos hinzu, Kunst vom Fotografen, die viele Leute eben auch besitzen möchten. Wir haben zum Beispiel erstaunlich wenig Probleme damit. Andere Bands – nimm zum Beispiel Massive Attack – definieren sich ausschließlich über die Emotion ihrer großartigen Musik. Das Booklet der Original-CD besteht nur aus einem Textblatt. Ich kann mir vorstellen, daß solche Bands viel mehr Probleme haben.

Und was soll man dagegen unternehmen? Wird es so kommen, daß keine CD's mehr verkauft werden, sondern nur noch gegen Geld aus dem Internet gezogen wird?Ich glaube, daß das - leider - eine realistische Einschätzuing ist. Furchtbar. Aber dagegen etwas unternehmen findet Johan auch falsch. Wir sollten nicht diejenigen bekämpfen, die Musik umsonst herunterladen. Wir sind die Musiker. Wir wollen den Leuten zeigen, was wir können, wer wir sind. Nicht das Internet ist zu hinterfragen. Jeder Musiker sollte sich selbst hinterfragen: Gebe ich wirklich alles? Wir müssen einfach unsere Produkte so gut und so wertvoll gestalten, daß die Leute unsere CD eben trotzdem kaufen. Idealismus ist etwas so liebenswertes, besonders im hart umkämpften Musikbusiness...Im Endeffekt gibt es ja noch das Problem einiger sich ins eigene Fleisch schneidender Musikredakteure, die Promo-CD’s illegal lange vor Erscheinen ins Internet stellen. Ja, ich weiß. Aber soll ich deswegen Promo’s mit Fadeouts verschicken lassen? Oder eingespochen? Oder unvollständig? Ich arbeite - wir arbeiten - so hart, um unsere Musik in Klang zu fassen, da lasse ich mir meine Musik doch nicht von irgendwem zerschnippeln, bloß um so etwas zu verhindern. Schließlich ist das Album ein Komplettkunstwerk. An dieser Aussage sollten sich mal eine ganze Menge anderer Bands ein Beispiel nehmen!!!

Die Fortsetzung dieses Interviews folgt in Kürze. Wer mehr über Aleister Crowley wissen will, sich über "The Pentagram" wundert, mehr über den Sinn des Musizierens zu lernen wünscht oder wissen möchte, was jemanden zu "Cain" macht, der sollte den Rest nicht verpassen. Es lohnt sich!


 

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- Church of Tiamat

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- Tiamat - Neues vom Leben, von der Musik und vom Glauben
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- Wave-Gotik-Treffen 2005 Vorschau : Tiamat
- Hellhounds-Fest in München - Ein Haufen schauriger Gestalten
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Rezensionen:
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