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With Full Force 2009 - von jungen Hüpfern & alten Säcken (Tag 2)

Heiß war es und voll, fast schon beängstigend voll, und das bereits am Donnerstagabend auf dem härtesten Acker Deutschlands, dem With Full Force Festival. Die sechzehnte Auflage des Hardcore- und Metalfestivals wartete einmal mehr mit Bands der Superlative auf und so zog es eine große Schar aus aller Herren Länder auf das Festival-Gelände am Flugfeld Roitzschjora bei Leipzig.

Mainstage:

Puh war das heiß. Für die Meisten Festivalbesucher war die Nacht kurz, denn gefeiert wurde bis in frühen Morgenstunden und spätestens ab 09:00 Uhr war es in keinem Zelt mehr auszuhalten, denn die Sonne brannte gnadenlos vom wolkenlosen Himmel und wollte man nicht gar gebraten werden wie ein halbes Hähnchen hieß es aufstehen, am lebendigen Leib ausnüchtern und auf in den nächsten With Full Force Tag. Musikalisch eröffneten diesen die Jungspunde Hackneyed aus dem Hause Nuclear Blast. Aber hallo da kann man nur staunen wie abgezockt diese Jungs aus Aalen mit ihren zarten fünfzehn bis zwanzig Lenzen auf der imposanten WFF-Bühne vor einem doch bereits recht zahlreichen Publikum ihren Florida Death Metal rocken. Respekt vor soviel jugendlicher Kaltschnäuzigkeit. Den Exotenpokal des 2009er With Full Force hatten sich die darauf folgenden Nervecell aus Dubai zumindest durch ihr Herkunftsland redlich verdient. Musikalisch hatten sie jedoch nicht unbedingt etwas Besonderes im Gepäck: Keine eigene Note, keine Innovationen sondern Otto Normal Old School Death Metal hatte die weite Anreise aus den Vereinigten Arabischen Emiraten auf sich genommen. Das merkten auch die WFF-Besucher und nutzen die Zeit eher zum essen, trinken oder Merch einkaufen als Nervecell abzufeiern. Erst die Amis Warbringer brachte die breite Masse wieder dazu sich mehr auf das Bühnengeschehen zu konzentrieren, obwohl das bei den immer noch und dauerhaft anhalten mörderisch heißen Temparaturen schon an Höchstleistung grenzte. Glücklicherweise gab es zumindest für die ersten Reihen ab und an einmal eine Dusche aus dem Wasserschlauch. Selbst kalte Getränke waren Mangelware. Ein Bier das bei 20 Grad Außentemperatur vielleicht noch als gut gekühlt durchging, war bei zehn Grad mehr schon fast lauwarm.

All dieser Widrigkeiten zum Trotz wurde es auf dem Festivalgelände langsam immer voller. Wobei man in diesem Jahr sowieso den Eindruck gewinnen konnte, dass die Veranstalter den ein oder anderen Tausender an Tickets mehr verkauft hatte als in den Vorjahren. Auch der Platz vor der Hauptbühne war verbreitert worden, was an dem Umbau der Tent-Stage-Area ersichtlich wurde. Passten in den Vorjahren noch mindestens zehn Dixies auf die linke Seite zwischen Zelt und Bauzaun, war da in diesem Jahr gerade noch etwa drei Meter Raum und die Pinkel-Boxen mussten weichen.

 

Zurück zum Wesentlichen: der Musik! All Shall Perish standen in den Startboxen, um mit ihrem Metalcore mit starken Death Metal-Anleihen das Festival zu stürmen. Sänger Hernan hatte wohl den Independence Day (es war der 4. Juli) mit seinem ganz eigenen Widmungstag zusammengelegt, denn er widmete erst 'Never... Again' allen weiblichen Full Force-Besucherinnen und das darauf folgende 'Tabbing To Purge Dissimulation' den Kollegen von Warbringer. Die erste Wall Of Death des Festivals brachte scheinbar den einen oder anderen etwas aus der Fassung, denn einige standen nach der Aufforderung, sich schön in zwei suizid gefährdete Teile zu teilen, einfach noch in der leeren Mitte herum und wunderten sich sichtlich warum der Sänger ihnen zurief 'You in the middle are fucking dead!' Naja, spätestens als die beiden Seiten der Wall of Death ineinander krachten, sollte auch diesen Kollegen klar geworden sein, was Hernan damit wohl meinen könnte. Autsch! (Baja)

Tja, Naseweise gibt es halt überall. Und wo wir gerade bei Suizid sind: die Suicidal Tendencies waren als nächstes dran. Ja, ich habe schon bessere Überleitungen hinbekommen. Mike Muir ist seit den seligen Spät-80ern offensichtlich älter geworden, hat jedoch kaum etwas von seinem Elan verloren. Die Surf Punk Hardcoreler aus Venice Beach, Kalifornien starteten gleich mit einem ihrer größten Hits in ihr Set: 'You Can't Bring Me Down'. Damit war die Stimmung sofort am Kochen - und dort sollte sie auch für den Rest der Show bleiben, denn die Suicidal Tendencies hatten jede Menge Groove mitgebracht und transportierten eine aufrichtige Freude am gemeinsamen Musizieren, die sich auf das Publikum übertrug. Ein wirklich feiner Auftritt, den man dieser Band, um die es sehr still geworden war, nicht unbedingt zugetraut hätte. Jetzt freut man sich aber wieder auf das neue Album!

 

Sepultura hinterließen im Anschluss - wie eigentlich immer in den letzten Jahren - einen zwiespältigen Eindruck. Am musikalischen Können der Jungs gibt es nichts zu deuteln, Derrick Green ist ein charismatischer Frontmann und Songs wie 'Troops Of Doom', 'Refuse/Resist' und 'Roots Bloody Roots' (das am Vorabend auch von Soulfly dargeboten worden war, was irgendwie seltsam wirkte) sind unkaputtbare Klassiker. Und dennoch will sich irgendwie kein Gefühl von Magie einstellen, gehen die meisten der neuen Songs (Kracher wie 'Convicted In Life' mal ausgenommen) zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus, erwischt man sich doch immer wieder bei der Frage was gewesen wäre wenn... Sei's drum: für sich genommen war der Auftritt von Sepultura nicht grandios, aber wirklich gut, was sich auch am lauten Applaus der Meute zeigte.

Dann stieg spürbar die Spannung ein wenig an. Der W., besser bekannt als Stephan Weidner, ehemaliger Bassist und Texter der Böhsen Onkelz, stellte sich dem With Full Force als Solokünstler vor. Dass es keine Onkelz-Songs geben würde, sollte vorher klar gewesen sein. Und dennoch kann Der W. seine Vergangenheit nicht so einfach abschütteln. So teilte sich das Publikum in drei Lager - die Fans, die ihren Helden mit 'Wir woll'n den Weidner seh'n'-Sprechchören auf die Bühne holten, den Kritikern, die die ganze Sache entweder boykottierten oder Anti-Weidner-Plakate in die Luft reckten, sowie einem nicht gerade kleinem Teil, der mit neutraler Sicht der Dinge entgegensah, die da kommen sollten. Was dann kam war nicht mehr und nicht weniger als eine solide, angenehm unaufgeregte, irgendwie auch altbacken wirkende Rockshow. Weidner konzentrierte sich wie gehabt ganz auf den Job als Sänger und überließ dem Bass einem jungen Kerl im Hawaii-Hemd und langen Dreadlocks. Der Start geriet mit 'Hier kommt der W zwo drei' recht gut und konnte die Fans in den ersten Reihen auf Anhieb mitreißen. Danach zog sich die Sache aber ein bisschen in die Länge. Mit nur einem Album im Gepäck war die Hitdichte überschaubar groß. Allzu oft driftete das Ganze, trotz der solide rockenden Begleitband, in etwas zu gefälligen, harmlosen Songwriter-Rock ab, der mehr mit der Biederkeit eines Peter Maffay oder Herbert Grönemeyer, denn mit der Rocker-Attitüde der Onkelz zu tun hat. Den Fans gefiel es natürlich, die Kritiker schüttelten weiter den Kopf und der neutrale Beobachter fühlte sich ganz nett unterhalten ohne ansatzweise so etwas wie Begeisterung zu verspüren. Am Ende konnte man sich fragen: war da etwas? Irgendwie nicht wirklich. (Antal)

An diesem zweiten Festivaltag fragte man sich wirklich, wann verdammt man eigentlich mal zurück zum Zeltplatz wandern sollte um sich ein lecker mitgebrachtes Grillwürstchen oder ne Dose Ravioli zu genehmigen. Eigentlich war dafür keine Zeit und glücklicherweise ist die Verpflegung auf dem Festivalgeländer zahl- und abwechslungsreich und sogar relativ bezahlbar also dann einfach doch in den berühmten Changeover-Zeiten diese Möglichkeit genutzt und die Grundlage für eine lange Nacht geschaffen.

 

Dann wurde es auch schon wieder Zeit für die nächste Superlative des Festivals: Amon Amarth. Die Wikinger sind immer gut für eine fette Party was sie auch auf dem With Full Force einmal mehr bewiesen. Wuchtig, imposant und mitreißend sind die Adjektive die einen Amon Amarth Auftritt am besten beschreiben. Die Schweden um ihren Fronthünen Johan Hegg haben sichtlich Spaß an ihrem Auftritt und dem berühmten deutschen Bier und - hier stimmt ein Sprichwort zur Abwechslung einmal - so wie es in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus, denn die Fans dankten es der Band mit ebenso guter Laune und einer Stimmung wie man sie auf diesem Force zum ersten Mal erlebte. Kein Wunder aber auch eigentlich, bei Granaten wie 'With Oden On Our Side', 'Guardians Of Asgaard' oder dem unglaublich intensiven 'Death On Fire' steht keiner mehr still.

With Full Force 2009 - von jungen Hüpfern & alten Säcken (Tag 2) Seiten 1 2

 

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Antal
© 08/2009 whiskey-soda.de
 


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