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PartySan 2009 – We want the violence!

Es geschehen ja ab und an tatsächlich noch Zeichen und Wunder! So auch an einem Wochenende im August, dass doch tatsächlich schön warm, sonnig und völlig ohne Regen (naja, fast) war und das, obwohl doch Party.San Open Air Time! Ja ja, man hat in Bad Berka 2009 weder gefroren noch war man durchgeweicht und das war eine wirklich schöne Erfahrung!

Das PartySan Open Air präsentierte sich ansonsten so entspannt und professionell wie immer. Lediglich die fehlende Futterkrippe namens 'Naglfood' fehlte doch schon Einigen, denn das Ersatzangebot konnte die mitternächtlichen Nudeln mit Goulasch etc. der Kult-Caterer nicht mal annähernd ersetzen. Ansonsten war alles beim guten Alten, die Klo- und Duschflatrate schien sich im letzten Jahr gelohnt zu haben und wurde auch 2009 wieder gut genutzt, das Bier lief für faire 2,00 Euro in die ausgetrocknete Kehle und auch die Giftmischer aus Berlin mit ihrem legendären Brutz & Brakel Stand waren wieder am Start und bescherten haufenweise Brummkreisel im Kopf. Sehr schön!

Sind die Grundbedürfnisse der feierwütigen Metaller so zufriedenstellend versorgt widmen sich die Fans dem, weswegen sie gekommen waren: der Musik! Den Anfang machten die Berliner Postmortem am frühen Donnerstagabend und trommelten alle mit lautem Sirenengeheul vor der Hauptbühne zusammen. Mit Songs wie 'Age Of Massmurder', 'Killing Days' oder dem 'Totmacher' imposanten Pyros und Kunstblut-Schmiererei waren die Jungs um Matthias 'Putz' Rütz ein Anheizer aller erster Sahne.

Als trueste Death Metal Band des Planeten wurden Azarath von der Party.San Crew angepriesen und nach ihrem Auftritt auf der Donnerstagsbühne konnte man sich dem ohne Weiteres anschließen. Wer auf technischen Death Metal mit satanischem Touch a la alter Morbid Angel steht, wird auf Azarath abfahren wie Schmitt's (schwarze) Katze.

Bevor mit Marduk der erste Headliner des Festivals zu bejubeln war, sorgten Psycroptic und die Niederländer Deströyer 666 für wirbelnde Haare und erstes Ziepen im Nackenbereich. Danach war der Acker bestens vorbereitet für die Panzerdivision aus Schweden. Das über 20-jährige Bandbestehen hat Marduk in keinster Weise müde oder langweilig gemacht, noch immer und immer wieder ist der rasenden, blasphemischen Black Metal der Schweden völlig zurecht an der Spitze der Black Metal Liga und dort auch so schnell nicht wegzudenken. 'Baptism By Fire' stellte den furiosen Abschluss der donnerstäglichen Live Aktivitäten auf der Party.San Stage dar und das zufriedene Publikum begab sich zu einer der vielen Zeltplatzpartys oder aber ins Partyzelt um dort standesgemäß weiterzufeiern.

Die strahlende Sonne und die damit verbundenen hohen Temparaturen trieben die Festivalbesucher am Freitag schon früh aus den Zelten und Autos. Schlecht für den Schönheitsschlaf, gut für Summers Dying die erste Band des Tages die sich somit nicht über mangelnde Besucherzahlen beschweren konnte. Wohl aber über die Probleme beim Sound. Irgendwas wollte partout nicht funktionieren und das letzte Stück ihres 30-minütigen Sets musste die Band drei Mal von vorn beginnen. Es folgten Graback, die kurzfristig für die Franzosen Glorious Belli eingesprungen waren und gar keinen schlechten Ersatz abgaben. Für viele schloss sich hier das erste Highlight des noch jungen Tages an: Inhume enterten die Stage und verbreiteten, wie man sie kennt, sympathisches Chaos an allen Ecken und Enden. 'Don't be fucking pussys!' wurde der erste Circle Pit des Tages angetrieben sobald auch nur der Hauch einer Müdigkeitserscheinung aufkam. Den beiden Sängern Jost und Dorus war die mörderische Hitze nicht anzumerken und sie pushten sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Glücklicher Weise sind Inhume-Songs im Durchschnitt nur 40-50 Sekunden lang, so dass keiner der Beiden und auch niemand im Pit hyperventilierte. Schade nur, dass das Party.San für 'Do whatever you want! Come on stage and dance with us!' schon etwas zu groß und professionell ist. So schaffte es leider keiner der Fans zu Inhume auf die Bühne zu kraxeln, das wussten die Securities dann doch zu verhindern. Zum Glück tat das der Stimmung keinen Abbruch und Bad Berka feierte mit Inhume Sex, Gore und Violence wie sich das gehörte.

 

Es folgten die Isländer Solstafir und Den Saakaldte deren Sänger Niklas 'Kvarforth' Olsson nicht gerade den Preis 'sympathischster Sänger des Party.San's' gewinnen wird. Mit der Jim Beam Flasche entweder in der Hand oder am Hals post er vor der Bühnenkamera wie ein selbstverliebtes Eichhörnchen, rotzt die Kamerafrau voll und bedenkt sein Publikum mit 'Nettigkeiten' a la 'Fuck you all!' Ja okay, Du uns auch!

Kurze Verwirrung machte sich anhand der nächsten Klänge breit da laut Running Order nun Evocation die Hütte rocken sollten, die ersten Töne jedoch so gar nicht danach klangen. Die Aufklärung war, dass Swallow The Sun mit Evocation die Plätze getauscht hatten, scheinbar waren die Schweden nicht rechtzeitig in Bad Berka eingetroffen. Dann also zuerst Melodic Death & Doom Metal der zwar präzise und professionell vorgetragen wurde, zur Stimmungsmache oder Abfeiern auf einem Sommerfestival aber einfach mal gar nicht taugt. Ganz anders Evocation die es dann doch noch nach Thüringen geschafft hatten. Der Fünfer, der sich bei Ihrer Namensfindung vom Asphyx Album 'The Rack' (Track 4) inspirieren ließ servierte dem Party.San Publikum ein heftiges Old-School-Death-Metal-Brett und Elchtod vom Feinsten. Sänger Thomas 'Tjompe” Josefsson war entweder so erleichtert das Festival noch rechtzeitig erreicht zu haben, oder er war einfach überhaupt so gut drauf, dass er die Fans mit 'You are so beautiful!' umgarnte.

Hate Eternal dagegen brauchten nicht viele Worte, sondern ließen von Anfang an den Knüppel aus dem Sack und ein Doublebassgewitter nach dem anderen über das abendliche Gelände donnern, zumindest als anfängliche Sound- bzw. Monitorprobleme beseitigt waren. Das Kontrastprogramm des Festival-Freitags läuteten die Schweden Thyrfing mit Ihrem folkig angehauchten Viking Metal ein. Das Sextett ist allein aufgrund der Personenanzahl auf der Bühne schon ein Hingucker und wer auf Met, Wikinger und Odin stand war hier genau richtig.

Hohe Erwartungen wurden von den Fans an Misery Index gestellt, denen die Jungs aus Baltimore/USA jedoch völlig gerecht werden konnten. Jason Netherton und seine Mannen ballerten gnadenlos ihren wuchtigen, nichts als verbrannte Erde zurücklassenden, Death/Grind in die Fans und weit darüber hinaus. Absoluter Hingucker und Hinhörer ist und bleibt Ausnahmeschlagzeuger Adam Jarvis. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken dass das rein körperlich einfach nicht möglich ist, was der Junge da treibt! Jedenfalls nicht wenn man, wie jeder normale Mensch, nur 2 Arme und 2 Beine hat. Der Drummer routiert hinter seiner Schießbude das einem hören und sehen vergeht! Ein unglaublich harter Gig der Amis und so genau richtig für's Party.San!

Man durfte gespannt sein, ob Johnny Hedlund und Unleashed dem noch etwas entgegenzusetzen hatten. Sie hatten! Und zwar schwedischen Death Metal im fetten Soundgewand, außerdem eine dicke Portion Spielfreude und sichtlichen Spaß an ihrem Auftritt. Positive Energien schwappen natürlich auch auf das Publikum über und Bad Berka feierte die bekannten Hymnen 'Never Ending Hate', To Asgard We Fly' oder 'Midwinterblod' enthusiastisch, zollten aber auch den neuen Songs des Albums 'Hammer Batallion' Respekt und Applaus. Dabei wurde auch die Bandeigene Message nicht vergessen und gesagt, was gesagt werden musste: 'We have a massage from mother nature! Your Children Will Burn!' So drastisch wurde gleichnamiger Song angekündigt und auch sonst gut mit dem Publikum interagiert. Ein rundum gelungener Auftritt der Schweden der auch so manchem 'Hab ich schon so oft gesehen'-Meckerer ein anerkennendes Gesicht und rhythmische Bewegungen des Kopfes entlockte.

 

Nach angemessen langer Umbaupause durften danach Satyricon als Freitagsheadliner ran und traten nach den beiden vorangegangenen Krachern kein leichte Erbe an. Außerdem gab es wohl Probleme mit dem Keyboard der schönen blonden Unbekannten so dass Satyr dem widerspenstigen Instrument irgendwann einfach einen Tritt verpasste. Auch sonst gab es zu Anfang wohl einige Soundprobleme und die Anreise war, laut Satyricon Tourmanagerin auch sehr stressig um noch rechtzeitig in Bad Berka anzukommen. So war die Laune des Guten Satyr sichtlich unter dem Gefrierpunkt angekommen, was einem Black Metal Set aber bekanntermaßen keinen Abbruch tut. Es war eine, wie von Satyricon gewohnt, professionelle und hochkarätige Show und trotzdem wollte der Funke ins nächtliche Party.San Publikum nicht so recht überspringen. Klar sangen tausend Kehlen das berühmte 'Mother North' und auch dem Reiz von 'The Wolfpack, 'Now Diabolical' oder 'A New Enemy' mit ihrer dunkle Energie und Durchschlagskraft konnten sich viele nicht entziehen und trotzdem fehlte irgend etwas was ich nicht einmal näher beschreiben kann. Schade, denn wenn man Satyricon inklusive dem alles entfachenden Funken schon einmal erlebt hat weiß, wie urgewaltig das hätte sein können.

Genau wie am Donnerstagabend bereits, konnten sich die Nimmersatten und Nimmermüden noch bis in die frühen Morgenstunden im Partyzelt oder den unzähligen Camp-Parties vergnügen bis es bei ebenfalls strahlendem Sonnenschein am Samstag in die zweite Runde ging. [Baja]

PartySan 2009 – We want the violence! Seiten 1 2

 

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Baja
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