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Rage - Unplugged, kostenlos und verdammt gut

Es ist Dienstag Abend, es regnet und es ist kalt - trotzdem stehen bereits gut hundert Leute auf einer Treppe zu einem kleinen Schuppen mit solarium-ähnliche abgedunkelten Scheiben über einem gewöhnlichen Aldi mitten im Nirgendwo zwischen Berliner Ostkreuz und S-Bahnhof Warschauer Straße. Nur die leuchtenden Lettern über der noch verschlossener Eingangstür verraten, dass man tatsächlich vor der "Rockfactory Halford" steht. Und heute abend spielen hier die Heavy-Metal-Veteranen Rage.

Warum die Leute diese Strapazen des Wetters auf sich nehmen, dürfte allerdings nicht nur an dem Bekanntheitsgrad der Band liegen, sondern vor allen an den gern gelesenen Adjektiven "Umsonst" und "Kostenlos" in den Konzertankündigungen. Eine kleine Merchandising-Aktion der Band und Plattenfirma für das neue Album "Soundchaser", die sich kein Freund der Rockmusik gerne entgehen lässt, gerade wenn es umsonst ist und man sich von den gesparten Eintrittskosten gleich mit den nötigen Getränken versorgen kann. Und wenn man dann noch, neben ein paar netten Musikstücken, auch noch auf ein paar Autogramme von den Meistern hochpersönlich rechnen kann, dann nimmt man auch gerne ein paar Unannehmlichkeiten wie eine an einen Bewegungsmelder gekoppelte Beleuchtung am Eingang in Kauf, die ständig an- und wieder ausging.

Als die Türen endlich geöffnet wurden, waren die bereitgelegten Poster und Autogrammkarten schnell vergriffen. Im großen Billard-Raum gab es dann schon gleich die Möglichkeit für die ersten Unterschriften, Plauderstündchen und Erinnerungsfotos - denn Gitarrist Victor Smolski und Schlagzeuger Mike Terrana standen und saßen bereits gemütlich mit einem Bierchen an den Tischen und starrten auf die große Leinwand, wo gerade irgendeine Iron Maiden-Live-Show lief.

 

Im Nebenraum, der eigentlich sonst als kleine Tanzfläche gedacht ist, waren bereits die Instrumente aufgebaut, allerdings lagen für eine angekündigte "Unplugged"-Show ziemlich viele verdächtige Kabel auf dem Boden herum. Wer Schnell genug war, der sicherte sich gleich am Anfang einen Sitzplatz direkt neben der provisierten Bühne, und wer Glück hatte, bei dem drängelten sich auch keine hundert Leute vor einen und versperrten einem die Sicht. Der Raum wurde sehr schnell sehr voll und wegen seiner - aus architektonisch Sicht gesehen - katastrophalen Bauweise gab es nur wenige, die die Band beim Konzert wirklich zu Gesicht bekamen. Das ist gerade deswegen ärgerlich, weil man eben weiß, dass im anderen Nebenraum eine nicht zu kleine Konzerthalle mit erhöhter Bühnenfläche ist. Doch offensichtlich fürchtete man zu wenige Besucher und eine zu große Distanz vom Publikum zur Band. So saß man(che) eben wirklich nur wenige Meter von den Musikern entfernt auf dem Boden, Boxen oder Treppenstufen.

Im Hintergrund lief schon mal die neue CD in Dauerrotation und machte Lust auf mehr. Und nach einer langen Weile, in der nur ein Rowdy die Instrumente mehrmals rauf und runter stimmte, begann endlich das Konzert. Endlich bekam man auch Mastermind Peavy Wagner zu Gesicht, der den Kontakt mit dem Publikum an diesen Abend bislang gescheut hatte. Als einziger deutschsprachiger Musiker der Band lag es an ihm, die Fans zu begrüßen, auch wenn ihm das gewisse Show-Talent dafür leider fehlt - was Schlagzeuger Mike Terrana natürlich viel besser konnte und auch gleich mit wenigen Wörtern Deutsch beweisen wollte. Gitarrist Victor Smolski hatte während des Konzertes sowieso nur Augen für seine Gitarre oder fixierte ansonsten nur verträumt irgendwelche Punkte in den Ecken des Raumes. Als vierter Mann und zweiter Gitarrist saß dann auch der Rowdy von zuvor mit auf der Bühne und wurde als langjähriger Freund und Begleiter der Band gelobt und vorgestellt. Allerdings konnte man es ihm an der Nasenspitze ablesen, dass er bislang eher hinter der Bühne ausgeholfen hatte und sich im Rampenlicht nicht unbedingt sehr wohl fühlte.

 

Musikalisch boten die Vier eine gute Mischung von neuen und alten Songs, teilweise auch Lieder, die es bislang noch nie in die Setlist der Band geschafft hatten. Teilweise spielten sie die Lieder aufgrund der eingeschränkten musikalischen Freiheiten in stark abgeänderten Versionen, was aber durchaus gut gelang. Ebenfalls erstaunlich gut war der Klang der Instrumente an diesem Abend und nur die Lichtshow wurde leider völlig vergessen. Zwar braucht ein Unplugged-Konzert kein Strobolicht oder tolle Lasershow, aber das eine oder andere Stimmungsbild hätte zumindest beim Fotografieren für etwas mehr Abwechslung bei den Bildern gesorgt und auch beim Publikum sicher nicht geschadet.

Die Qualität war also insgesamt gut und auch der Quantität wurde nicht gespart: Mit über 45 Minuten spielten Rage länger als so manche große Band, bei der man sogar Eintritt gezahlt hatte. Im Anschluss gab es dann noch mal für alle die Möglichkeit auf ein Autogramm der Bandmitglieder - nur auf den Verkauf der neuen CD musste man leider verzichten, nachdem der lokale Verkäufer spontan nicht zum verabredeten Termin erschienen war.

Am Ende dieses Abends wird jeder glücklich nach Hause gekehrt sein - selbst wenn es jemanden nicht so gut gefallen haben sollte, so hatte er wenigsten kein Geld dafür ausgegeben. Und allen Anderen, denen das Konzert mehr als nur gefallen hatte, werden den Abend sicher nicht so schnell wieder vergessen. Ein dickes Lob und Dankeschön an die Band, Plattenfirma und Veranstalter für diesen gelungenen Abend!


 

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Beelzebübchen
© 10/2003 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Rage

Homepage:
- Rage Against The Machine
- Rage
- Rage Official Website

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