|
|
|
 |
|
|
|
Auch die Bands hatten auf dieser Tournee allen Grund zur Freude, gab es doch die neuen Alben zu feiern und zu promoten. Weder Enchant noch California Guitar Trio hatten zuvor auf Berliner Bühnenbrettern gespielt und es war die erste Tournee von Spock´s Beard in der neuen Besetzung. Zudem hatte die Band nach dem Ausstieg ihres ehemaligen Sängers Neal Morse bisher noch keine Gelegenheit gehabt das Doppel-Album "Snow" live zu präsentieren. Mit ihrem aktuellen und mittlerweile siebten Silberling "Feel Euphoria" konnten die Headliner also eigentlich aus einem großen Repertoire an neuen Hits und alten Klassikern schöpfen.
Doch bei den bisherigen Auftritten wurde ihnen gleich mehrmals ein Strich durch die Rechnung, bzw. Setlist, gemacht. Die Schuld liegt wohl eindeutig beim Veranstalter, der Auftritte in Locations gebucht hatte, welche um 23 Uhr zum normalen Diskobetrieb wechselten und den Bands regelrecht den Saft abdrehten. Bei einem kurzen Interview mit Spock´s Beard-Gitarrist Alan Morse, entschuldigt sich dieser auch gleich für die kurzen Konzerte wie z.B. in der Hamburger "Großen Freiheit" und freut sich um so mehr auf den Auftritt in Berlin, der ausnahmsweise mal ungekürzt bleibt. Der eigentliche Grund für meine Stippvisite im Backstagebereich ist allerdings der neue Schlagzeuger der Band: Nachdem Sänger Neal Morse die Band im Sommer des letzten Jahres überraschenderweise verlassen hatte, übernahm der damalige Schlagzeuger Nick D'Virgilio das Microfon. Er hatte schon auf vorherigen Alben die Zweitstimme gesungen und sich bei Konzerten nie hinter seinem Schlagzeug versteckt. Für den neuen Mann an den Drums wählte man einen alten Freund von Nick. Sein Name lautet Jimmy Keagen und man sollte sich nicht durch seine eher schmächtige Statur täuschen lassen. Auch Alan spart nicht an Lob: "Er ist großartig! Auf alle Fälle eine Bereicherung für die Band. Er spielt hervorragend Schlagzeug und hat eine wunderbare Stimme!". Das er damit nicht Übertrieben hat, konnte sich jeder im Anschluss beim Konzert überzeugen.
Die ColumbiaFritz-Halle war zwar gut gefüllt, aber zum Glück nicht ausverkauft, was sich sehr positiv auf Raumtemperatur, Stehfreiheit und die Getränke-Anstehzeiten auswirkte. An einem kleinen Merchandising-Stand wurden T-Shirts, CDs und sonstige Fan-Artikel (mit einigen Sammlerstücken) zu moderaten Preisen angeboten und im Hintergrund wurde eine gute Mischung aus progressiver Musik zum Einstimmen gespielt.
|