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Irgendwie haben wir es durch 'effektives Anstellen' dann doch nach drinnen geschafft, gerade noch rechtzeitig, um uns einen fotografenfreundlichen Platz zu sichern. Denn auch im Club war es bereits gut voll. Angefangen bei der kleinen Schwester, über Oma, Opa, Freunde und Gönner bis hin zu den obligatorischen Fans war alles vertreten. Eine interessante bunte Mischung also. Mit einiger einlaß- und aufbaubedingter Verzögerung konnte dann mittels der Weltpremiere des Videos zur ersten Single 'Try It' der Abend eingeläutet werden. Hier und da gab es schon die ersten Begeisterungsstürme und der ein oder andere anwesende Komparse raunte 'Hey, das warst Du grad da!'. Noch ein kurzes Moderationsintermezzo, und dann war es so weit: Kerim, Michi, Pipo und Tim enternten die Bühne und das Publikum ist ausgerastet. Die Nervosität während der ersten zwei, drei Songs hatte sich schnell gelegt, und die Jungs rockten, dass der Schweiß nur so floß. Sänger Michi rannte vor lauter Enthusiasmus seine Bandkollegen mehrmals beinahe über den Haufen. Die scheinen allerdings an seine Unberechenbarkeit gewöhnt und schafften es jedesmal, rechtzeitig auszuweichen. Gespielt wurden selbstredend sämtliche Tracks der EP, wobei besonders 'Last One' und 'Paralized' die Mädels schier verrückt gemacht haben. Ähnliches kennt man eigentlich nur von frühen Liveaufnahmen der Beatles.
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Auch neue Songs gab es zu hören, darunter 'When Autumn Calls', 'Würschtlbude' - ein absolut tanzbares Instrumetal, das nur von fragmentarischen Textfetzen unterbrochen wird - und 'What Your Girlfriend Said'. Nachdem sowohl Band als auch Publikum über gute neun Songs hinweg ordentlich Gas gegeben haben, war es ander Zeit, ein wenig durchzuschnaufen und die Akustikgitarre auszupacken. Licht aus, Spot auf Michi. Knistern. Alles hängt an seinen Lippen. Die Intensität, die dieser junge Kerl ausstrahlt, schaffen sonst nur die ganz Großen. Allerdings hat er auch die Qualitäten, Hans Söllner zu beerben, sollte der mal in den Ruhestand gehen. Nach intensiven zehn Minuten war es dann Zeit für den Endspurt und natürlich die live-Darbietung der Single - darauf hatten schließlich alle gewartet. Ein letztes Mal konnte Kerim seine Virtuosität an der Gitarre beweisen, Tim das Letzte aus seinen Fellen heraus holen und Pipo mit professioneller Gelassenheit seinen Bass zupfen. Wäre es nach dem Publikum gegangen, hätten die vier noch den ganzen Abend spielen können - aber man soll ja leidergottes immer dann aufhören, wenn es gerade am schönsten ist.
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