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Mumford & Sons - Im Höhenflug

Lange schon schien das musikaffine Berlin nicht mehr so verzweifelt auf ein ausverkauftes Konzert reagiert zu haben. Die Betreiber des Magnet Clubs ließen auf allen Kanälen und in Großbuchstaben verkünden, dass es am 17. November 2009 keinerlei Karten mehr an der Abendkasse geben würde, und die letzten Hoffnungsvollen vor der Tür ertrugen es nur mit gezwungenem Humor, dass ihre Schilder 'Karte gesucht' ohne jegliche Antwort blieben.

Zumindest musste das merklich aufgekratzte Publikum nicht wieder bis tief in die Nacht warten, bis das herbeigefieberte Konzerterlebnis der besonderen Art an diesem Abend seinen Lauf nahm. Im August waren Mumford & Sons zum ersten Mal in Berlin aufgetreten und dafür erst kurz vor 1 Uhr auf der Bühne des Rosi's erschienen. Ganz anders diesmal. Wer sich darauf verlassen hatte, dass der Support um 21 Uhr loslegen würde, hatte zu dem Zeitpunkt Kristoffer Ragnstam schon fast verpasst. Bedauernswert, denn der Schwede sorgte mit seinem lustvollen Leiden bereits für melancholisch-schöne Momente und eine sehr dichte Atmosphäre.

Und das lag nicht nur am Gedränge in dem überfüllten Club. Das lichtete sich in der Umbaupause nur kurz, zu sehr war man doch erpicht darauf, die Hauptband aus nächster Nähe zu sehen. Für so viel Begierde ist das langgezogene Magnet allerdings ein denkbar ungünstiger Ort und je näher man der Bühne kam, desto verbissener wurde jeder Quadratzentimeter erkämpft und verteidigt, was zeitweise für eine - der Musik völlig konträr gehende - unentspannte Stimmung sorgte. Kommen Mumford & Sons das nächste Mal nach Berlin, wird es - jede Wette - wieder in einen größeren Club gehen. Steil nach oben zeigt das Erfolgsbarometer für die Londoner, und das völlig zurecht, wie sie an diesem Abend wieder bewiesen.

Trotz Vorschusslorbeeren, die die Menge vor der Bühne schon beim Line-Check mit verzücktem Juchzen verteilt hat, eröffnete Marcus Mumford den Gig mit einem leisen, fast verschämten 'We're very happy to be in Berlin'. Ohne Umschweife stimmten alle Vier, am Bühnenrand in einer Reihe platziert, die ersten sanften Töne von 'Sigh No More' an. Das Publikum, noch viel zu aufgedreht, wollte sich noch gar nicht auf eine so andächtige Stimmung einlassen, die sich aber auch wegen der stark schnarrenden Box nicht einstellen wollte. Somit wurde die zweite, rhythmische Liedhälfte lieber mit lautem Jubel und Klatschen bedacht und auch das folgende, sich ähnlich steigernde 'Awake My Soul' abgefeiert. Die Single 'Little Lion Man' sang freilich der ganze Saal mit.

 

Die Band freute die hervorgerufene Begeisterung sichtlich, reagierte bei ihren Dankesbekundungen aber noch immer etwas ungläubig und verlegen. Viel sicherer fühlten sich die Vier beim Vortragen ihrer Songs - dem, was sie seit zwei Jahren fast ununterbrochen machen. An Leidenschaft haben sie dabei bisher noch nicht eingebüßt. Allesamt wirken sie beim Singen ernst und angespannt, Sänger Marcus Mumford fixiert den durchdringenden Blick irgendwo schräg über dem Publikum oder schließt, wie seine drei Kollegen, konzentriert die Augen. Die schnelleren und lauteren Parts ihrer Stücke spielen die Briten mit vollem Körpereinsatz, über Keyboard und Kontrabass gebeugt und in wilder Bearbeitung von Banjo, Ukulele und Bassdrum.

Nach 'Winter Winds' bewies die Menge bei 'White Blank Page' wieder Textsicherheit, obwohl sich so manch einer wohl gewünscht hätte, der Nachbar würde die ausgedehnten 'Aaah-ah-ah's' nicht so laut mitsingen. Marcus Mumford jedoch war hingerissen: 'It feels strange to come to a city like Berlin and have people singing along to our songs.' Die mit 'Welcome!'-Rufen bekundeten Sympathien winkte er wieder mit einem verschämten 'Oh, stop it' ab.

Beim großartigen 'I Gave You All' war es im Raum dann endlich so ruhig, dass jeder Ton zu vernehmen war. Obwohl der Tontechniker wohl sein Bestes im Runterregeln gegeben hatte, ließ die Box wieder ihr Schnarren vernehmen, was auch die Band irritierte, aber dennoch mit Humor nahm. Wichtiger war die inzwischen fast andächtige Stimmung im Publikum, in der sich auch die Musiker gänzlich versunken 'Timshel' hingeben konnten, einem der Songs, bei denen die Zeit stehenzubleiben scheint. Orchestraler wurde es dann mit Klavierklängen und einem schwingenden Becken im ausladenden Intro von 'Thistle & Weeds', bevor 'The Cave' wieder Begeisterungsstürme hervorrief.

Noch einmal wurde es lebhaft mit 'Roll Away Your Stone', wobei die Leute der Aufforderung zum Tanzen nur zu gern nachkamen, und für 'Dust Bowl Dance' nahm Marcus abschließend noch am Schlagzeug Platz. Natürlich ließ die Menge nicht locker, bis die Band für eine Zugabe auf die Bühne zurückkehrte und ankündigte, noch einen ganz alten und einen ganz neuen Song zu spielen und dann endlich ins Bett zu gehen. Richtig ins Zeug legten sich Mumford & Sons also nochmal für 'Feel The Tight', gaben das Versprechen ab, im April wiederzukommen, und sorgten mit dem fast rockigen 'Whispers In The Dark' für einen großartigen Abgang.


 

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betty blue
© 11/2009 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Mumford & Sons

Homepage:
- Mumford & Sons

Artikel:
- Mumford & Sons - Unter Brüdern
- Mumford & Sons - Im Höhenflug
- Mumford & Sons - Bloß alles nicht zu ernst nehmen!

Rezensionen:
- Sigh No More
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Kurzinfos: Kristoffer Ragnstam

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