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Kaum hat man die Halle betreten, lässt auch die Musik nicht lange auf sich warten, denn pünktlich um acht beginnen SSION aus Kansas City ihre Show. Anfangs noch etwas müde und wenig beeindruckt, zeigt sich das Publikum, als die drei US-AmerikanerInnen aufgeweckt über die Bühne fegen. Mit viel Energie, Bass und von kreativ, bunten Projektionen untermalt, hechten SSION durch ihre Show. Unterstützung erhalten sie von einem Dutzend possierlicher TänzerInnen, die mit dem markanten Make-up über die Bühne hüpfen. Langsam wacht auch das auffällig gemischte Publikum auf und lässt sich zu einem kleinen Gesang ermuntern, bevor der Spuk auch schon zu Ende ist.
Vermutlich liegt es an der akkuraten Genauigkeit beim Umbau, denn Gossip lassen mehr als 45 Minuten auf sich warten. Dann geht's aber los und Drummerin Hannah Blilie stimmt die ersten Töne von 'Dimestore Diamond' an. Anschließend betritt Sängerin Beth Ditto mit einem Tee bewappnet die Bühne. Tee vermutlich, weil sie leicht angeschlagen in den Abend startet und die nächsten beiden Gigs gecancelled wurden. Doch das ausverkaufte Berlin-Konzert lassen sich Gossip nicht nehmen, und das Publikum dankt es ihnen mit ausgelassener Stimmung. Immer wieder fliegen auch Blumen, Plüschtiere und BHs auf die Bühne, derer sich die Sängerin gerne annimmt.
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Bei Songs wie 'Men in Love', 'Heavy Cross' und 'Spare me from the Mold' tanzt sie barfuß über die Bühne. So heizt sich die Stimmung in der Halle schnell auf und nicht nur das Publikum entledigt sich des einen oder anderen Kleidungsstückes. Mit viel Charme und Energie schafft Sängerin Beth eine unglaublich intime Stimmung. Dabei sorgt ihre kraftvolle und durchdringende Stimme für große Emotionen. Das Publikum verschmilzt mit der Band. Und als es ein nicht enden wollender Abend zu werden scheint, verlässt die Band auch schon die Bühne. Aber nur, um wenige Minuten später wiederzukommen und als Zugabe 'What's love got to do with it' von Tina Turner anzustimmen. Unterstützt werden Gossip dabei von drei Dragqueens.
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Den Abschluss des Abends bildet standardmäßig 'Standing in the Way of Control', und da gibt es nicht nur im Publikum kein Halten mehr. Die Securities sind etwas verdutzt und wirken leicht verängstigt, als Beth Ditto die Absperrung wegreißt und im Publikum verschwindet. Dieses reagiert mit totaler Begeisterung, fast schon Extase. Nebenbei wird das Mikrofonkabel aufgeregt über's Publikum gereicht. Anschließend verlässt die Band bereits die Bühne, während Beth noch einmal 'We are the Champions' anstimmt. Die Lichter gehen an, aber irgendwie möchte niemand so recht gehen. Noch ein Punkt, der zeigt, wie besonderes ein Gossip-Konzert ist.
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