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Annotations Of An Autopsy - nichts für kleine Kinder!

Dass England ein fruchtbarer Boden für innovativen Extrem Metal sein kann, weiß man spätestens seit den 1980er Jahren als Bands wie Napalm Death und Extreme Noise Terror den Crustpunk zum Grindcore fortführten, anschließend auch Carcass und Bolt Thrower die Härteschrauben anzogen, bevor Paradise Lost, My Dying Bride und Anathema dem Underground Metal mit ihrer Mischung aus Todesblei, Gothic und Doom neue Impulse verliehen. Seitdem ist die Insel etwas aus dem Blick geraten - erst das Thrash Revival der letzten Jahre ließ den Fan wieder hellhörig werden, wenn von Bands aus dem Mutterland des Fußballs die Rede war. Nun schicken sich die Deathcoreler von Annotations Of An Autopsy an, die große Tradition englischer Brutalo-Kappellen fortzuführen. Gitarrist Sam Dawkins nahm sich Zeit, ein paar unserer Fragen zum Bandnamen, den Vorbildern und dem neuen Album zu beantworten.

Mit 'The Reign Of Darkness' veröffentlicht die Band am 22. Januar ihr zweites Album seit der Gründung 2005. Wie so viele Bands, die sich in den letzten Jahren zusammenfanden, war man vor das Problem gestellt, einen griffigen Namen zu finden - denn die wirklich knackig-kurzen Bandnamen sind eigentlich alle schon vergeben. 'Es gibt eigentlich zum Namen Annotations Of An Autopsy nicht allzuviel zu sagen', gesteht mir Sam. 'Er fiel uns recht spontan ein und klingt einfach cool. Wir haben mit einigen Ideen herumgespielt und uns dann auf diesen Namen geeinigt. Mit dem Wort 'Autopsy' sind wir auch gleich beim Thema 'dead bodies', worum es ja in vielen unserer Lyrics geht.' Wobei das Ergebnis dann natürlich auch etwas weniger rüde klingt als Klassiker wie Cannibal Corpse oder Dying Fetus.

Ganz neu im Musikgeschäft sind aber die wenigstens der Bandmitglieder, wie mir Sam erzählt. 'Steve, unser Frontmann, hat im Raum Norwich in einigen Bands gespielt und tourte auch schon ein wenig, bevor es mit uns losging. Andere von uns waren in Bands wie Romeo Must Die oder Trench Head. Wobei es sich bei allen diesen Gruppen im weitesten Sinne um Death Metal oder Metalcore-Bands gehandelt hat.'

 

Man hatte also schon fleißig die genrespezifisichen Kniffe und Griffe geübt, bevor man 2006 das erste Demo 'Welcome To Sludge City' und zwei Jahre darauf das Debütalbum 'Before The Throne Of Infection' auf die Menschheit losließ. Schon bei der ersten regulären Studioscheibe wurden Vergleiche mit Suffocation bemüht. Dies wird sich mit 'The Reign Of Darkness' vielleicht sogar noch intensivieren, haben Annotations Of An Autopsy doch ihren Deathcore deutlich in Richtung technischer Brutal Death Metal verschoben, zu dessen Pionieren die New Yorker Suffocation zählen - und als deren Vorband die Engländer demnächst auf Europatournee kommen werden. 'Ich glaube nicht, dass wir wie Suffocation klingen', ist Sam darum bemüht, die musikalische Eigenständigkeit seiner Band zu betonen. 'Aber es ist natürlich eine Ehre, mit ihnen verglichen zu werden! Auf die Tour freuen wir uns; wir durften die Jungs schon kennenlernen, da wir bereits mit ihnen getourt haben. Ich denke wir haben auch eine recht ähnliche Fanbasis, aber ansonsten unterscheidet uns einiges von Suffocation!'

Wir reden im Folgenden ein wenig über die Wahrnehmung des extremen Metals, die insbesondere ab Mitte der 1990er - trotz vieler interessanter Bands - in Großbritannien sehr zu wünschen übrig ließ. Während das Publikum in Deutschland Loyalität mit alten Helden des Metal und Neugier auf neue Bands und Sounds zeigte, verschwand Metal auf der Insel vorübergehend fast völlig aus der Wahrnehmung größerer Hörerschichten. Schön zu sehen, dass sich das wohl wieder ändert. 'Ja, da stimme ich zu! Es geht aufwärts; wir haben in Großbritannien bereits einige große Shows gespielt, was zeigt, dass Interesse da ist. Insgesamt scheint wieder mehr Raum und Anerkennung für harte Musik vorhanden zu sein.'

Eine Entwicklung, von der auch Annotations Of An Autopsy profitieren wollen. Dafür war es wichtig, einen der Hauptkritikpunkte am Debütwerk auszumerzen - die mangelnde Abwechslung. 'Ja, wir hatten schon so eine Art Guideline, diesmal ein variantenreicheres Album zu machen, da einige der Songs auf dem ersten Album doch zu ähnlich klangen.' Was den Jungs auch gelungen ist. Nun ist es jedoch auch noch wichtig, aus der Masse der Death Metal und Deathcore-Bands herauszuragen, die Woche für Woche mit neuen Releases um die Aufmerksamkeit der Fans buhlen. Sam erklärt, wie sich Annotations Of An Autopsy dieser Herausforderung stellen. 'Es war uns besonders wichtig, gute Songs zu schreiben, denn noch heavier oder noch technischer kann man es nicht mehr treiben. Also haben wir diesmal wirklich intensiv über die Songs nachgedacht und versucht, für das Album einen gut zu hörenden Flow hinzubekommen. Am Ende geht es darum, Songs mit Nachhaltigkeit zu schreiben.'

Wie das bei den Engländern abläuft, erklärt mir Sam bei der Gelegenheit auch gleich. 'Jamie, unser anderer Gitarrist, und ich arbeiten an den Riffs, die wir dann unserem Vokalisten Steve vorspielen. Wenn er sie cool findet, arbeiten wir gemeinsam weiter, tauschen Ideen aus, bis Songs daraus werden. Vor den Albumaufnahmen hatten wir jedoch nur eine Übungssession mit den neuen Tracks, so dass sehr viel Druck für die Studioarbeiten bestand.'

 

Das Ergebnis klingt dann jedoch ungemein tight und dicht. Was allerdings bei der modernen digitalen Studiotechnik auch nicht allzusehr verwundert. Als Hörer kann man heutzutage kaum noch die tatsächliche Klasse einer Band im Zusammenspiel nachvollziehen, so lange man sie nicht live gesehen hat. Es war jedoch eine Liveshow, die Annotations Of An Autopsy den Plattenvertrag mit dem Branchenriesen Nuclear Blast einbrachte. 'Das Label kam auf uns zu', erzählt mir Sam mit einem Funken Stolz in der Stimme. 'Wir spielten in Stuttgart und Nuclear Blast-Chef Markus Staiger sah sich uns an und war beeindruckt. So sind wir bei Blast untergekommen.' Dass bei den Aufnahmen dennoch die Vorzüge moderner Produktionstechniken genutzt wurden, gibt Sam unumwunden zu. 'Einige Parts wurden hier und da bearbeitet und geschnitten und es gibt auch Passagen die gewollt einen eher klinischen Sound haben. Aber gerade beim Schlagzeug hört man im finalen Mix tatsächlich genau das, was unser Drummer Brad auch gespielt hat!'

Am Ende kommen wir noch kurz auf die Lyrics zu sprechen, die bei Annotations Of An Autopsy nicht unbedingt kindgerecht ausfallen. 'Unser Frontmann Steve schreibt die Texte. Er hat ein kleines Baby zu Hause und ich bin mir sicher, dass das Kind die Texte die nächsten Jahre noch nicht zu hören bekommen wird. Wir anderen Bandmitglieder hören uns seine Texte natürlich vorher an, aber bislang waren wir mit seine Ideen eigentlich immer sehr zufrieden!'

Wer sich von den Livequalitäten der Engländer überzeugen will, sollte sich ein Ticket für die anstehende Euroaptour von Suffocation besorgen, die am 12. März im niederländischen Utrecht beginnen wird.


 

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Antal
© 01/2010 whiskey-soda.de
 


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