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Auf eines mußten die Besucher allerdings verzichten, und zwar auf Christian Death, die eigentlich als Vorband vorgesehen waren. So rückten Mandragora Scream an die Stelle als Haupt- (und einzige) Vorband. Leider.
Mandragora ist der lateinische Name für die Alraune, und was das Geschrei der Alraune mit dem leidgeprüften Erträger macht, weiß man spätestens seit Harry Potter. Dementsprechend angepasst an den Bandnamen (Schrei der Alraune) war dann auch der Auftritt. War die Musik noch einigermaßen guter, wenn auch nicht besonders faszinierender Gothic Metal, so tat das Geschrei der Front-Alraune vom ersten bis zum letzten Ton in den Ohren weh. Der äußerst spärliche Applaus sowie die Massenflucht Richtung Theke außerhalb des Konzertsaales waren die einzige und die richtige Antwort.
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Gegen 22 Uhr betraten dann The 69 Eyes die Bühne - und setzten das um, was sie in sovielen ihrer Texte propagieren: 'All we wanted to do is....Rock!'. Und genau das taten sie auch. Während die Konkurrenz von Manowar ihr unerträgliches Herumgepose nicht nur ernst nimmt, sondern die Existenz desselben auch noch verneint, sind Frontmann Jyrki und seine Mitstreiter überzeugte, hardrockliebende Megaposer mit dem dazu passenden Augenzwinkern. Jyrki schaffte es tatsächlich, wirklich jede Pose der Weltstars der vergangenen 50 Jahre nachzuahmen, von Angus Young über Elvis und Johnny Ramone bis hin zu Jim Morrison. Besonders das immer wiederkehrende Schnipsen der Finger aus dem kettenbehangenen Unterarm heraus traf Atmosphäre und Stimmung perfekt.
Und so rockten die Finnen das gesamte neue Album sowie die Highlights der Vergangenheit herunter. Nicht zu Unrecht ist die Band stolz auf den Überhammer 'Back in Blood', und so kam in Konsequenz der Interpretation aller Stücke von der neuen Single 'Dead N'Gone' über 'Dead Girls Are Easy', 'The Good The Bad And The Undead' hin zu 'Lips Of Blood', 'Suspiria Snow White' und 'Hunger' die nicht minder gut rockenden Stücke der ganz alten Alben leider nicht zum Tragen. Möglicherweise wären Glam Rock - Nummern wie 'Wrap Your Troubles In Dreams' aber auch zuviel des Guten gewesen, und so blieb der Fokus auf den Gothic Hard Rock - Stücken der Band.
Außer 'Never Say Die' 'Devils' und dem zwingend notwendigen 'Feel Berlin' lag hierbei die Auswahl vor allem auf Songs des bis 'Back In Blood' besten Album der Band, 'Blessed Be'. Songs wie 'Dance d'Amour' (von 'Paris Kills'), 'The Chair' und 'Gothic Girl' passten sich live stilistisch der hardrockigeren Attitüde der neuen Scheibe an.
Zur frenetisch erbetenen Zugabe holten The 69 Eyes dann mit 'Brandon Lee' und 'Lost Boys' nochmal die Kronjuwelen heraus. Die Party tobte.
Einziger Vorwurf, den man der Band machen konnte war die mit 65+25 Minuten viel zu kurze Spielzeit. Insbesondere da die Hauptvorband ausfiel hätte man ruhigen den einen oder anderen Song extra auf die Playlist packen können. Genug Hits hat die Band ja. Aber auch so war das ein rundum gelungener Auftritt der finnischen Gothglamrocker.
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