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Whiskey-Soda: Udo, Du bist eigentlich allen als Frontmann von U.D.O. und früher von Accept bekannt, als der Metalsänger mit der einmaligen Stimme. Was viele überrascht hat, ist, dass ihr eine Kooperation mit PETA2 gestartet hast. Wie kam es denn dazu?
Udo Dirkschneider: Das kam eigentlich über unser Management zustande (International Touring and Management GmbH & Co KG mit Sitz in Ubstadt, A.d.V.), das dort schon vorher involviert war. Die haben uns gefragt, ob wir diese Sache unterstützen wollen, wir fanden die Aktion gut und so sind wir dabei.
Fitty Wienhold: Wir haben uns über all die Jahre aus allem herausgehalten. Wir haben immer gesagt: Wir sind Entertainer und wollen nicht irgendwo involviert sein, aber mittlerweile gibt es so viele Dinge, die falsch laufen. Dazu gehören auch Tierversuche. Deswegen haben wir, als die Anfrage kam, gesagt: Das machen wir!
WS: Was ist hier denn alles bereits geschehen und was ist noch alles geplant?
Udo: Wir haben schon Videos mit anderen Künstlern zusammen gemacht, Interviews gegeben. Dann hängt auch bei unseren Shows immer ein großes Poster, wo gegen Tiertransporte protestiert wird mit der Frage: "Wollt ihr so auch transportiert werden?"
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WS: Wie hat sich denn die Kooperation auf Euer Privatleben ausgewirkt? Hat sich da was im Verhalten geändert?
Udo: Ich habe selbst keine Tiere, aber der Rest der Band hat welche, wir hatten aber früher zuhause immer Hunde und Katzen.
Fitty: Meine Kinder lieben Tiere. Wenn jetzt etwas anderes zuerst an uns herangetragen worden wäre, hätten wir vielleicht auch ja gesagt, aber das Angebot von der PETA war das, wo wir alle spontan gleich zugesagt haben. Und den Tieren fehlt ja der Vokalismus, die können sich nicht wehren!
WS: Bei Frauen könnte man jetzt sagen: Achtet darauf, welche Schminke ihr kauft. Bei Euch geht das ja nicht...
Udo: Ich esse weiterhin Fleisch, aber ich achte schon darauf, wo es herkommt. Obwohl man auch nicht immer weiß, ob das Fleisch im Bioladen auch wirklich Bio ist. Beim Eierkauf achte ich auch darauf, dass die aus vernünftiger Haltung kommen. Wenn man solche Legebatterien sieht, kann einem schlecht werden.
Fitty: Es ist noch nicht einmal immer der Verzehr oder die Tierversuche, wenn man sieht, was in anderen Ländern aus Vergnügen mit Tieren gemacht wird. Ich schaue viele Horrorfilme und gucke da nicht weg, aber als ich so was das erste Mal gesehen habe, konnte ich nicht weitergucken. Ich konnte es nicht glauben! Da war ich geschockt, dass Menschen aus Vergnügen auf grausamste Weise Tiere quälen.
WS: Metal und Tierschutz, denkst du das passt auch vom Image her?
Fitty: Ich denke, dass hat nichts mit Image zu tun. Egal welcher Musiker, ob Black Metal, Speed Metal oder Pop wird der gleichen Meinung sein wie wir auch.
Udo: Vielleicht haben wir aber die Möglichkeit, dass alles etwas durch die Musik populärer zu machen. Bis jetzt haben wir von den Fans nichts Negatives gehört, sondern nur positiven Zuspruch bekommen.
WS: Viele Außenstehende sehen ja Metalmusiker als blutrünstige Krachmacher. Ist diese Kooperation auch eine Chance, etwas für das Image des Metal zu tun?
Udo: Ich glaube, die meisten denken immer noch: Schlimm, schlimmer, Metal, aber geh mal zu einem Fußballspiel und zu einem Metalkonzert, da sieht man dann den kleinen, aber feinen Unterschied. Beim Fußballspiel gibt es Randale, auf einem großen Festival mit 60.000 Menschen passiert gar nichts. Da wird ein völlig falsches Bild gezeichnet. Früher war ich auch im Stadion beim Wuppertaler SV, da weiß ich, was da abgeht.
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WS: Ihr habt die Trikots der Handball-C-Jugendmannschaft der SG Hambrücken/Weiher gesponsort, wo jetzt auf der Brust Euer Logo prangt, wie kam da der Kontakt zu Stande?
Udo: Der kam auch über das Management aus Ubstadt zustande.
Fitty: Wir hoffen, dass wir die mal treffen, wenn sie aufsteigen oder so. Wir würden auf jeden Fall kommen!
WS: Gab es schon Feedback von der Mannschaft auf das neues Album "Dominator"?
Udo: Da haben wir noch nichts gehört, aber vielleicht sind die noch etwas jung, haha.
WS: Seid Ihr Handball-Fans?
Fitty: Als Deutschland Weltmeister wurde, da hab ich vorm Fernseher gehangen und hab mitgefiebert, das war schon Klasse!
WS: Eure Kollegen Primal Fear hatten in der Vergangenheit die Einlaufhymne für die Handball-Bundesligamannschaft Frisch auf Göppingen mit "Under Your Spell" gestellt, wird es das auch für die SG Hambrücken/Weiher mit U.D.O. geben?
Udo: Das wäre nicht schlecht!
WS: Welchen Song von Euch würdest Du empfehlen, um die Mannschaft für ein Spiel zu pushen?
Fitty: Jungs, nehmt "Dominator" vom neuen Album, damit haut ihr die Gegner weg!
WS: "Dominator" ist das aktuelle Album, welchen Song nehmt ihr von diesem Album, um Euch zu pushen?
Udo: Also vor einem Auftritt hören wir keine laute Musik…
Fitty: Wir sind ziemlich langweilig vor einer Show, wir warten einfach, dass wir loslegen können. Wenn du zur Bühne gehst und Dein Instrument in die Hand bekommst, das ist der Kick.
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WS: Gibt es denn auf dem Album Texte, die man schon in Richtung Pro-Peta stellen könnte oder war das da noch nicht klar, dass ihr was zusammen macht? Oder trennst Du das komplett strikt?
Udo: Das gibt es nicht. Zum nächsten Album kann ich noch nichts sagen, weil wir jetzt erst eine Platte veröffentlicht haben. Vielleicht schreiben wir etwas über Tiere, früher haben wir ja schon über die Natur, die wir langsam zerstören, etwas gehabt. Aber einen Text zu schreiben, der über Tierversuche geht, ist nicht so einfach.
WS: Wie kann man denn Songs wie "Animal House" oder "Fast As A Shark" jetzt mit dem Wissen, dass Du Dich für Tierschutz engagierst, interpretieren?
Udo: Nee, damit das das Ganze überhaupt nichts zu tun, haha.
WS: Welche Aufforderung habt ihr noch für die Zuschauer und Leser?
Udo: Ja, setzt Euch mit der Thematik auseinander und denkt mal darüber nach!
Fitty: Kauft bewusster ein und macht euch auch bewusst, dass die Tiere wichtig für uns sind.
Whiskey-Soda.de verlost ein U.D.O.-Fanpaket. Einfach folgende Frage beantworten: "In welcher Band sang Udo Dirkschneider vor U.D.O.?" und eine Email an ingo@whiskey-soda.com mit dem Betreff U.D.O. senden.
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