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'Except for the shitty music', fügte Tony Sly deeskalierend hinzu, als alle Drei sich für den gemeinsamen Opener auf der Bühne aufgereiht hatten. Und das Publikum zunächst warnten, dass es im Folgenden eine Menge 'fucking around' geben würde, wofür sie sogleich den Beweis antraten, sich warm laberten und ihren Keyboarder Brian mit einem erheiternden Ständchen, dem abgewandelten 'Alien 8', willkommen hießen. Das Publikum stieg sofort auf die Blödeleien ein und sparte nicht mit Vorschusslorbeeren, animiert freilich von den drei Sängern, die sich bereits gegenseitig applaudierten.
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Zehn Minuten auf der Bühne, und schon war die Stimmung bestens. Wobei die Drei leichtes Spiel mit dem Publikum hatten, das sich in den ersten Reihen zum Großteil aus Fans von Lagwagon und No Use For A Name rekrutiert zu haben schien. Aber auch Drag The River mochte der Eine oder die Andere, und so stieß 'Me & Joe' auf viel Gegenliebe. Damit leitete Jon Snodgrass den ersten, nämlich seinen Part der Show ein, für den er allerdings nicht lange allein auf der Bühne blieb. Joey Cape kam, mit Drink in der Hand und Grimassen schneidend, für den Refrain von 'Break Your Frame' ans Mikro gespurtet und verschwand dann wieder Backstage.
Snodgrass zeigte sich im Folgenden weniger redefreudig als seine beiden Kollegen und spielte eher introvertiert mit geschlossenen Augen. Die Kommunikation mit dem Publikum hielt er dennoch aufrecht und ließ sich, seine Set List zum Teufel jagend, Vorschläge zurufen.
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'Mexican Song', das Dents-Cover 'Last One Standing' und Drag The Rivers 'Rangement' spielte Snodgrass ohne viel Pause und holte sich dann wieder Joey Cape an die Seite, weil 'Jessica's Suicide' verlangt wurde. Bei dieser Gelegenheit kamen Beide auf ihr noch druckfrisches gemeinsames Album 'Liverbirds' zu sprechen, von dem Snodgrass meinte, es sei 'awesome', während Cape in der gleichen Sekunde witzelte: 'it's not very good'. Nach dieser kurzen Auflockerung ließ Snodgrass mit 'Brutal' wieder Ruhe einkehren, dem das Publikum mit schrägliegenden Köpfen und geschlossenen Augen andächtig lauschte. Ein weiteres Duett, diesmal mit Tony Sly, und schon war geschmeidig der Übergang zu Teil zwei absolviert.
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Den begann Sly mit dem dezenten Hinweis auf sein neues Soloalbum und dem wunderbaren 'Shortest Pier'. Worauf die Leute vor der Bühne aber eigentlich warteten, waren NUFAN-Klassiker wie 'Soulmate', 'Let It Slide', 'Justified Black Eye' oder 'Coming Too Close', die in ihrer Akustik-Version eine besondere Intensität entfalteten, nicht zuletzt, weil das Publikum stimmgewaltig Unterstützung leistete. Zwischen den neuen Solostücken 'Via Munich', 'Toaster In The Bathtub' und 'Keira' sowie dem fein ausgewählten Marley-Cover 'Redemption Song' feierte Sly die in seinen Kreisen legendäre Franken-Bar ab, in die die Drei später noch gehen würden. Immer wenn sie das bei ihren Berlin-Besuchen täten, erwartete sie der schlimmste Kater am Tag danach. Ob die Berliner damit jeden Tag zu kämpfen hätten? Heute abend sähen sie zumindest großartig aus, frotzelte Sly und wurde euphorisch bestätigt durch Snodgrass, der es sich inzwischen mit lang ausgestreckten Beinen und einem Drink an der Bühnenseite bequem gemacht hatte und seinem Buddy lauschte. Beziehungsweise mit einem Shaker den Rhythmus beisteuerte für Songs wie 'Angela' oder 'International You Day'.
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Zu Letzterem gaben die Kollegen Snodgrass und Cape erneute Background- und unbeholfene Tanzeinlagen. Warum die nicht mehr so elegant erscheinen wollten, erklärte Sly exemplarisch, als er feststellte, plötzlich sehr betrunken zu sein. Die Mischungen, die keiner der Drei während ihres Konzertes gern aus der Hand gab, schienen es in sich zu haben, meinte auch Cape: 'I'm wasted, Berlin!' Woraufhin sich Sly wieder bemüßigt fühlte zu versichern: 'We're professional!' Dass der steigende Alkoholpegel zwar für Unterhaltung des Publikums und immer größeres Amüsement der Musiker selbst sorgte, nicht jedoch für abnehmende Qualität der dargebotenen Songs, bewiesen 'Dumb Reminders' und 'On The Outside', beide von Sly und Cape im Duett intoniert.
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