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Audrey Horne - Es fing an mit KISS

Was zunächst als Nebenspielwiese Hardrock-begeisterter Black Metaller aus Norwegen begann, ist in Insiderkreisen längst eine der anerkanntesten und beliebtesten Rockbands des Kontinents. Das dritte Studioalbum von Audrey Horne - das ganz simpel den Bandnamen zum Titel hat - scheiterte denn auch nur denkbar knapp als unser Album des Monats März. Gitarrist und Songwriter Arve Isdal wird es verschmerzen können, denn nicht nur wir finden die nach einem Charakter aus David Lynchs 'Twin Peaks' genannte Band total dufte. Arve, auch als 'Ice Dale' und in seiner Rolle als Gitarrist bei den grandiosen Progressive Black Metallern Enslaved bekannt, nahm sich die Zeit, um mit uns über das neue Album, seine ersten musikalischen Einflüsse und die Bedeutung guter Songs zu sprechen.

Gleich zu Beginn reden wir über den Song 'Sail Away' vom neuen Album. Eine kraftvolle Ballade, wie sie diese ganzen furchtbaren U.S. Arenarock-Bands ständig versuchen zu schreiben, aber nie gebacken bekommen. 'Der Song ist eher von den großen Rockballaden der 70er und 80er inspiriert', erzählt mir Arve. 'Wir haben innerhalb der Band darüber gesprochen, denn wir wollten keinen zu kitschigen Song aufnehmen. Aber schlussendlich finden wir den Song einfach klasse, also haben wir ihn aufgenommen.'

Eine sehr gute Entscheidung, denn der Song gefällt sicher auch der ein oder anderen Oma, ist aber einfach packend und, ja, schön. Wie bei allen anderen Audrey Horne-Songs zeichnete sich Sänger Toschie (bürgerlicher Name: Torkjell Rød) für den Text verantwortlich. 'Toschie schreibt alle Lyrics, denn ich kann das nicht, bei mir würde nur dummes Zeug dabei herauskommen', gesteht mir Arve. 'Musikalisch war Thomas, unser zweiter Gitarrist diesmal stärker involviert, er hat ein paar Songs geschrieben. Wir haben insgesamt diesmal enger miteinander gearbeitet. Thomas und ich bringen Ideen ein und gehen damit zu Toschie, der dann seine Gesangsmelodien hinzufügt', erläutert Arve den Arbeitsprozess bei Audrey Horne. 'An dieser Stelle wird dann oft etwas geändert, hier ein Ton, da ein Akkord, je nachdem wie es zu Toschies Ideen passt. Die Gesangsmelodien sind das Wichtigste in unserem Songwriting-Prozess. Denn wenn ich mit Riffs komme, zu denen man nicht singen, dann kann man es vergessen.'

Arve spielt bekanntlich seit 2002 auch bei den norwegischen Progressive Black Metallern Enslaved, die (bislang noch) namhafter und bekannter sind als Audrey Horne. Bei der Frage, welche Band ihm mehr bedeutet, muss er aber nicht lange überlegen. 'Audrey Horne waren immer meine Hauptband und meine musikalische Heimat. Bei Enslaved spiele ich nun auch schon mehrere Jahre, habe viele Shows gespielt und mehrere Alben aufgenommen. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich natürlich Audrey Horne wählen. Allerdings stellt sich das Problem momentan nicht', beruhigt Arve gleich. 'Keine der Bands spielt schließlich 160 Konzerte im Jahr oder ähnliches.'

 

Bis auf die Tatsache, dass die ehemaligen Viking Black Metaller Enslaved seit mehreren Jahren neben Krautrock und Psychedelia auch 70er Jahre Prog Rock-Elemente in ihren Sound einbinden, unterscheiden sich beide Bands doch sehr voneinander. Für Arve als Songwriter gestaltet sich dies dennoch recht unkompliziert. 'Ich schreibe ja nicht viel Musik für Enslaved. Ich komme meist erst recht spät beim Songwriting dazu und steuere dann ein paar Soli und Melodien bei. Es sind also im Wesentlichen nur Audrey Horne, für die ich Musik schreibe.' Wie das bei ihm läuft, erklärt er mir bei der Gelegenheit auch gleich. 'Ich setze mich nie hin und sage mir, dass ich jetzt in den nächsten zwei Stunden einen Song schreibe. Stattdessen spiele ich einfach auf meiner Gitarre herum und wenn etwas entsteht, dass mir gefällt, nehme ich es auf und baue darauf auf. Wenn dann Toschie die Ideen auch gut findet, arbeiten wir weiter daran.'

Arve hat sich aber nicht nur mit Audrey Horne und Enslaved einen Namen als Gitarrist gemacht, sondern bereicherte mit seinem Spiel auch Projekte wie I (von Immortal's Abbath und Demonaz) oder aktuell Ov Hell (das Projekt von ex-Gorgoroth und ex-Audrey Horne-Bassist King sowie Dimmu Borgir's Shagrath). Dabei war die Sechssaitige gar nicht Arves erste Wahl für die Kracherzeugung, wie er mir erzählt. 'Eigentlich wollte ich ja Drummer werden. Als Kind habe ich mir Drumsticks besorgt und damit auf meine Spielzeugboxen eingehauen. Allerdings kauften mir meine Eltern kein Schlagzeug, da wir einfach nicht den Platz dafür hatten.' Über seinen Vater kam Klein-Arve dann mit der Gitarre in Berührung. 'Mein Vater spielte in einer Band und kaufte sich eine Gitarre. Entscheidend für meinen Entschluss Musiker zu werden war aber ein Freund, der mir eines Tages ein Videotape vorbeibrachte mit den Worten 'das musst Du dir ansehen!' Es war ein Konzert von KISS. Und das brachte mich zum Rock'n'Roll! Das war definitv meine erste große Inspiration. Es war eher die ganze Band und die Show. Ich war schon immer eher ein Fan von Bands denn von einzelnen Gitarristen.' Ein Umstand, der sich bis heute in Arves sehr songdienlichem Spiel niederschlägt.

Doch wie findet er eigentlich das letztjährliche KISS-Album 'Sonic Boom', das es nach intensivem Werben unseres Classic Rock-Chefs zum Album des Monats bei whiskey-soda brachte. 'Das Album ist gut, ihr bestes, was sie in einer langen Zeit aufgenommen haben. Obwohl es natürlich nicht mit den Klassikern aus den 70ern und den frühen 80ern mithalten kann.' Die Begeisterung für KISS und andere Hardrock-Acts der 70er Jahre teilt Arve mit einigen Kollegen aus der norwegischen Black Metal-Szene. Was für einen Spätgeborenen wie den Schreiber dieser Zeilen, für den Metallica in den 90ern der Einstieg in die Welt der harten Gitarrenmusik waren, manchmal etwas eigenartig wirkt. Zuweit entfernt scheint der nach heutigen Maßstäben ungefährliche Hardrock der 70er von den abartigen musikalischen Eruptionen, mit denen Bands wie Immortal, Mayhem, Darkthrone und Konsorten Anfang der 90er für Aufsehen sorgten. 'Ja, das wirkt sicher zunächst etwas seltsam', versteht Arve meinen persönlichen Eindruck. 'Aber wenn Du dir anschaust wie sich KISS in den 70ern wie Dämonen auf der Bühne geriert haben, ergibt es schon Sinn. Abbath von Immortal hat im Wesentlichen alle seine Moves von KISS abgeschaut; er ist ein riesiger Gene Simmons-Fan. Und 'God Of Thunder' [vom KISS-Album 'Destroyer', 1976] ist vielleicht der erste blackmetallische Song der Musikgeschichte.'

Bei Audrey Horne freilich sieht man den Einfluss klassischer Hardrock-Bands nicht nur im Stage-Acting, sondern hört sie auch ganz deutlich in der Musik. Dabei gelingt es Audrey Horne dank großartiger, mit Herzblut vorgetragener Songs, einen zeitlosen Charakter zu vermitteln. Was sicherlich schwieriger ist, als wild drauflos zu experimentieren. Arve stimmt mir zu. 'Je einfacher Du deine Musik gestaltest, desto besser und stärker müssen Deine Songs sein. Du brauchst eine wirklich packende Melodie und viel Atmosphäre, um einen guten Song zu machen, ansonsten endest Du nur mit Durchschnitt.' Gerade im extremen Metal-Bereich, und hier insbesondere im technischen Death Metal und im Deathcore, scheinen sich Musiker allzu gern hinter Mauern aus Sound und Gefrickel zu verstecken. 'Da stimme ich Dir zu! Manchmal scheint es nur darum zu gehen, schneller, technischer und komplizierter zu spielen. Aber wo ist der Song, wo die Melodie?'

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© 03/2010 whiskey-soda.de
 


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