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Wer kennt das nicht? Man geht ahnungslos im Park spazieren, rettet einen alten Herrn vor bösen Ganoven und findet dann auch noch ein Fixbesteck. Wenn man zudem Tarzan heißt und Kopf einer Hobby-Detektivbande ist, zieht man sofort die richtigen Schlüsse und weiß, dass hier üble Machenschaften am Werk sind. Also nichts wie ab zur besten Freundin Gabi, diese eingeweiht und den Rest der Bande, Karl und Klößchen, hinzugezogen. Schon steckt man mittendrin im Schlamassel um einen gestohlenen Dokumentenkoffer und Drogengeschäfte an der eigenen Schule. Jetzt gilt es, mit List und Cleverness die Drahtzieher um Detlef Egge zur Strecke zu bringen, den wertvollen Dokumentenkoffer zurück zu bekommen und die Übeltäter abschließend hinter Schloss und Riegel zu verfrachten. TKKG wären nicht TKKG, würden sie nicht dank Tarzans Kombinationsgabe und Judo-Künsten ans Ziel gelangen. Und das Vollplaybacktheater wäre nicht das Vollplaybacktheater, würde es nicht um die Kernstory herum jede Menge aberwitziger Sidekicks positionieren. In keiner Aufführung fehlen dürfen die Drei Fragezeichen Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews. Dieses Mal werden sie am Rande von Tarzans Ermittlungen zu den Drogengeschäften in einer Disco in die Handlung verstrickt. Peter darf zu Blümchens 'Boomerang' seine ersten Erfahrungen mit Ecstasy machen und tanzt wie ein Derwisch mit sämtlichen Gliedmaßen fuchtelnd über die Bühne. Eine Szene, bei der es keinen mehr auf dem Stuhl gehalten hat. Auch Harry und Sally haben sich im Café etwas vorgestöhnt, Harry Potter hat verzweifelt Gleis 9 3/4 an dem Bahnhof, an dem kurz zuvor noch Miss Marple ermittelt hat, gesucht. Und wer darf bei so einer illustren Runde erst recht nicht fehlen? Genau. Freund Vincent Vega samt Kompagnon Jules Winnfield und ihre philosphischen Ergüsse über europäische Burgernamen.
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Das Ensemble um Thomas, David, Britta, SupaKnut, Sven und Christoph hat es wieder einmal geschafft, einen Klassiker so zu (de)konstruieren, dass eine völlig neue Geschichte daraus wird, ohne den roten Faden zu verlieren. Die knallbunte Comic-Kulisse und die dazu passenden Kostüme und Masken - die übrigens so rekordverdächtig oft wie die verschiedenen Rollen gewechselt werden - geben dem Ganzen einen individuellen Anstrich und grenzen das Vollplaybacktheater bewusst vom klassischen Kulturtempel ab. Hier geht es nicht um balladeske Monologe sondern um Rock'n'Roll. Schließlich geht man wie eine Band auf Tour, beherrscht die Choreografie zu 'YMCA' aus dem Effeff, spielt virtuos Luftgitarre wenn nötig und kann es sich erlauben, Karl und Klößchen zu 'You Can Leave Your Hat On' strippen oder einen dicken Joint wegdampfen zu lassen. Ganz nebenbei liefert man eine Hommage an alte Helden inklusive Slapstick-Einlagen, Comedy-Elementen und jeder Menge Seitenhiebe ab. Und das auch noch multimedial in Bild, Ton und auf der Bühne. Wir sind in jedem Fall gespannt, was die Jungs und Mädels als nächstes auf die Bühne bringen und können nur empfehlen, sich auf einen Abend mit diesen liebenswerten Anarchisten einzulassen.
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