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Kafkas - Paula, das Mysterium

Man mochte kaum noch daran glauben. Aber am 16. April wird es doch offiziell der Allgemeinheit vorgestellt und zum exzessiven Konsum überlassen: 'Paula', das neue und fünfte Album der Kafkas. Lange genug musste man auf den Nachfolger von 'Privilegienthron' anno 2001 warten. Aber sie scheinen genügsam, die Fans der Deutschpunker aus Fulda, denn die Vorboten auf das neue Album sind mehr als ermutigend: Die Vorab-EP 'LD50' erfreute sich großen Anklangs und das Video zur Single 'Klatscht in die Hände' verzeichnet MTV-Erfolge. Auf diese Breitenwirkung ist 'Paula' durchaus angelegt, hält das Album doch einen ganz anderen Sound als bisher bereit. Weg vom schnellen Punk, hin zum Keyboard-Pop schreiten die Kafkas strammen Schrittes. Wer Paula eigentlich ist, das wollte uns Markus Gabi Kafka im Interview nicht verraten. Was aber hinter der musikalischen Entwicklung der Band steckt und wie das wohl aufgenommen werden mag, darüber philosophierten wir bei einem Gläschen Wein.

Zunächst aber drängt sich doch die Frage auf: Seit 'Privilegienthron' gab es 2004 nur die EP 'Superrocker'. Als die Band im vergangenen Jahr die fünf Songs auf 'LD50' als Vorgeschmack auf ein neues Studioalbum veröffentlichte, hatte sie da keine Sorge, dass das keinen mehr interessieren könnte? 'Nö, eigentlich nicht.'

Die Kafkas haben ihren Stand in den weiten Gefilden des Deutschpunk gesichert, das weiß auch Macher Markus Gabi Kafka. Livepräsenz heißt das Zauberwörtchen, mit dem sich die Band hartnäckig im Blickfeld hielt: 'Wenn wir keine Konzerte geben würden, dann wäre das wahrscheinlich ein bisschen schwieriger. Aber wir spielen oft. Dadurch kaufen die Leute Platten wie 'Sklavenautomat' nach wie vor. Auf Konzerten sind immer neue Leute da, und die laden sich das Album dann runter. Bestellungen bekommen wir kontinuierlich, das läuft alles nach wie vor ziemlich gut.'
Altbewährtes kommt also nach wie vor an, zumal 'Sklavenautomat', das Album aus dem Jahre 1999, ohne Übertreibung als Klassiker bezeichnet werden darf. Aber der ein oder andere Fan wollte die Hoffnung auf neues Material über die Jahre nicht aufgeben. 'Es gab da mal einen jungen Mann', berichtet Markus, 'falls er das liest, müssen wir ihn mal grüßen - ich glaube, er heißt Kai. Er wollte wirklich helfen, hat uns 40 oder 50 Euro überwiesen als Spende für neue Aufnahmen. Er wird uns mittlerweile hassen, denn das ist mindestens fünf Jahre her.'

 

Nun denn Kai, letztlich war das Geld doch gut angelegt, denn 'Paula' ist jetzt tatsächlich im Kasten. 15 neue Songs, eingespielt, abgemixt und in Reihenfolge auf Silberlinge gepresst, versehen mit einer Coverzeichnung, die Einiges an Interpretation zulässt. Für August 2008 war Album Nummer fünf ursprünglich angesetzt, mit so viel Enthusiasmus einst, dass Markus damals per Bandhomepage versprach: 'Sollten wir bis dahin nicht fertig werden, dann verkaufen wir CD-Rohlinge mit Malblöcken.' Dieses Versprechen haben sie leider nicht umgesetzt, aber nach jahrelanger Bastelei fühlten sie sich doch bereit, das neue Material auf die Menschheit loszulassen. Und sind's zufrieden: 'Es ist natürlich das beste Album', witzelt er und erzählt: 'Wir hatten schon früher viele neue Lieder, die wir aber alle wieder über den Haufen geworfen haben. Die meisten Songs auf der Platte sind vor zwei Jahren entstanden. Selbst die wenigen, die schon länger im Programm sind, klingen jetzt ganz anders als noch vor vier Jahren. Wir bauen immer wieder etwas um.'

Der Hang zum Perfektionismus ließ den Veröffentlichungstermin des Albums immer wieder nach hinten wandern. Das hat nicht nur die Fans auf die Probe gestellt, so Markus weiter: 'Es gibt ein paar Agenturen, die uns betreuen und immer wieder nachfragen, ob alles klappt und wir ihnen bald etwas schicken. Wenn die nicht immer wieder anrufen würden, käme die CD jetzt nicht raus.'
Einen Arschtritt brauchen sie also, die Kafkas, obwohl sie sich diesem ja mit ihrem eigenen Label Domcore bewusst entzogen haben. 'Es gibt da einfach mehr Vorteile als Nachteile', resümiert Sänger und Labelchef Markus.

'So wie wir in den letzten Jahren gearbeitet haben, würde das kein externes Label mitmachen. Aber manchmal wäre es ganz gut, wenn jemand da wäre, der sagt: So, jetzt aber!'
Wäre es denn ein Problem, so Jemanden zu finden? 'Kommt darauf an, was man will. Entscheidend wäre, dass jemand wirklich daran glaubt und mit voller Überzeugung und Herzblut dabei ist. Außerdem kostet sowas natürlich auch Geld und man muss über die entsprechenden Kontakte verfügen.'
Zu oft hat er sich wohl über mangelnde Kooperation geärgert und einsehen müssen, dass alles besser läuft, wenn er die Dinge selbst in die Hand nimmt: 'Wir tragen eine riesige Kruste der Enttäuschung mit uns rum', weint er in sich hinein. 'Eigentlich suchen wir nur Zuneigung; nette Leute, die mit uns zusammenarbeiten. Aber wir werden immer nur enttäuscht.'
Enttäuschung ist womöglich auch etwas, womit Kai und Co. mit der Veröffentlichung von 'Paula' umgehen müssen. Denn wer explizit auf 'Sklavenautomat' und den guten alten Deutschpunk der Jahrtausendwende abfährt, wird die Kafkas auf dem neuen Album kaum noch wiedererkennen.

Kafkas - Paula, das Mysterium Seiten 1 2

 

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betty blue
© 04/2010 whiskey-soda.de
 


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