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Slayer - Ungewöhnlich geschäftig

Die bösen Buben des Metal Slayer sind schon eine Kategorie für sich: Nicht nur, dass sich die Herren Araya, Hannemann, King auch nach eigenem Bekunden als extrem faul in Sachen musikalischer Aktivitäten einstufen und so mitunter jahrelange Pausen zwischen ihren legendären Prügelorgien wie "Reign In Blood" oder "South Of Heaven" liegen. Auch gelingt es den Musikern in regelmäßigen Abständen immer wieder in jedes bereitgestellte Fettnäpfchen zu treten, bei denen sich speziell Sänger und Bassist Tom Araya oftmals derart unsensibel äußert, dass es allen Gegnern der Band nur schwer fällt, die Contenance zu bewahren. Doch scheint die Rückkehr ihres langjährigen Schlagzeugers Dave Lombardo einiges in der Band bewegt zu haben. So waren Slayer auf diversen Festivals präsent und haben dort, abgesehen vom Wacken Open Air, mitreißende Auftritte absolviert, nun warten die Totschläger mit neuer DVD "War At Warfield" auf und befinden sich ebenso im Songwriting-Prozess zum Nachfolger des 2001 erschienenen "God Hates Us All". Grund genug, mit Tom Araya exklusiv über die ungewöhnlichen Wandlungen zu fachsimpeln.

"Wir sind sehr glücklich mit den Shows hier in Deutschland, ich war aber überrascht, dass die Leute auf dem Wacken von dem Gig gegangen sind. Sie sagten, dass die Lautstärke viel zu leise war, ich hatte eine gute Performance dort und bin jetzt überrascht, dass nicht noch mehr Leute enttäuscht sind von uns." lacht Tom Araya über den typischen Slayer-Humor. Wir erinnern uns: Erst kamen die Amis viel zu spät zum Festival, kürzten die Autogrammstunde, bei der Hunderte von Fans warteten, von 45 Minuten auf unter 20 Zeiteinheiten und ließen ganz nebenbei noch zig Journalisten über zwei Stunden auf Interviews warten, die schlussendlich komplett ausfielen. Zur Krönung bröselten dann noch die Klassiker beim Gig in Zimmerlautstärke aus den Boxen, während sich die Band um keine Interaktion mit dem Publikum bemühte und ziemlich lustlos wirkte.
"Für uns ist es etwas Besonderes in Deutschland zu spielen. Wegen der Slayer-Fans! Slayer-Fans sind sehr speziell, überall in der Welt! Und die Die Hard-Slayer-Fans kommen von überall, wir haben wirklich sehr loyale und treue Fans." lobt der Sänger. "Sie leben Slayer, überall!"
Was bei einer Band wie Slayer sich schwierig gestalten dürfte, ist die Zusammenstellung der Setlist, bedenkt man, dass die Band locker ein Zwei-Stunden-Programm mit All-Time-Klassikern füllen könnte. Dann neue Songs auszuwählen und diese zu integrieren, dass sie nicht zwischen "Angel Of Death" und Co. untergehen, dürfte einen Akt für sich darstellen. "Das Liveset, dass wir zusammengestellt haben, kreierten wir nach dem Gesichtspunkt der Energie. Wir wollten sicherstellen, dass alle Songs mit der gleichen Energie fließen, mit dem gleichen Groove. Das ist der Grund, warum wir auch neue Songs von "God Hates Us All" für unser Set gewählt haben, weil sie sehr gut mit den Klassikern harmonieren. Sie halten die Qualität von Songs wie "Angel Of Death" und haben auch deren Energie." erklärt der Slayer-Schreihals. "Deswegen haben die Fans auch so positiv auf die Songs vom letzten Album reagiert, ich denke, die Leute mögen das Album, weil es sehr wütend und aggressiv ist, ein hartes Album, das gut ankam." blickt Tom Araya zurück.

 

Der Bürgerschreck Slayer beherrschen das Stilelement Provokation äußerst virtuos, man rufe sich nur diverse Coverartworks oder auch T-Shirt-Motive ins Gedächtnis. Auch das letzte 2001er Machwerk wartete mit einer blasphemischen Hauptüberschrift auf, was zwangsläufig einen Sturmlauf von Moralaposteln, Kirche oder Zensur hätte folgen lassen müssen. "Diesmal gab es keine Probleme wegen dem Titel "God Hates Us All", ich war sehr überrascht darüber, dass sich diesmal niemand aufregte. Ich bin mir aber sicher, dass es in Zukunft auch weiterhin Probleme damit bei uns geben wird. Mit unserem ersten Album "Show No Mercy" hatten wir ja massive Probleme mit unserem Image und so weiter. Vielleicht haben sie ja aufgegeben." vermutet Tom Araya und das diabolische Grinsen ist fast durch den Telefonhörer zu spüren. "Ich hatte schon eine Art der Reaktion erwartet, aber vielleicht ist das auch ein guter Weg für die Zukunft." So ließe dies vermuten, dass Slayer künftig agieren und musizieren können, wie es ihnen beliebt, da kreativitätshemmende Grenzen durch das Verstummen der Hüter der Moral nun wegfielen. "Das bedeutet ja, dass es keine Probleme in der Zukunft geben würde!" lacht der schreiende Bassist herzhaft. "Das geschah nur bei diesem Album, Du weißt niemals, wie sie beim neuen Album reagieren werden. Vielleicht sagen sie wieder: "Oh, ich kann es nicht glauben, was sie getan haben!" und fragen, warum wir nicht so sind wie auf "God Hates Us All"." relativiert Araya.
Neben den Gigaktivitäten präsentierte die Band nun auch ihre DVD "War At The Warfield", die natürlich Slayer bei ihrer stärksten Aktivität zeigt: Live. Zudem entfällt ein großer Teil des Materials auch auf die Anhänger die Band, die im Backstage-Material zu Wort kommen. "Die DVD "War At The Warfield" ist natürlich an die Slayer-Fans adressiert. Jeder kann dort sehen, was Slayer-Fans wirklich mögen!" scherzt Araya. "Das ist das Spezielle dieser DVD, weil die Fans so etwas überall mögen, nicht nur in Amerika. Für uns war es wichtig, dass all das Background-Material auf dieser DVD ist. Die Fans sind ein großer Teil von dem, was Slayer live ausmacht. Wir brauchen die Show, wir brauchen die Leute. Sie sind ein großer Teil von Slayer und es war wichtig für uns, dass sie das wissen. Ohne die Fans, ohne ihre Energie wäre es sehr schwer, live so zu sein, wie wir sind." weiß Tom Araya.

Die Kontrolle über das Endprodukt lag bei der Band selbst. "Wir mögen es, die Kontrolle über alles zu haben!" lacht Araya. "Einige Freunde von uns drehten das Background-Material von den Fans für "War At The Warfield", sie gingen bei den Shows raus und interviewten Fans, stellten Fragen, wo immer Slayer gespielt haben. Slayer-Fans interviewten also Slayer-Fans." berichtet der in Chile geborene Sänger vom Making Of. Und welche Wünsche verbinden die Mannen von Slayer nun mit der DVD? "Wir hoffen natürlich, dass sich die DVD vielfach verkauft!" scherzt der böse Bube des Metal. "Nein, ernsthaft, wir hoffen, dass den Käufern die DVD gefällt und sie Spaß daran haben. Für mich ist es wichtig, dass sie einen guten Gegenwert für das Geld bekommen. Sie sollen lachen, aber auch die Band Slayer verstehen. Unsere Fans sind uns sehr wichtig, ohne sie würden wir wahrscheinlich immer noch in Hollywood sein und irgendetwas machen." erklärt Tom Araya und wiederholt dabei fast gebetsmühlenartig die Bedeutung der Fans für die Band. Aber welche Aktivitäten blieben da noch außer das amerikanische Volk zu schockieren? Eiscreme verkaufen? "Ich habe keine Ahnung, aber wahrscheinlich würden wir versuchen, irgendwo zu spielen und hoffen, gesigned zu werden." lacht das Sprachrohr der Band.
"Bis jetzt kamen viele gute Reaktionen auf die DVD, speziell aus den Staaten und stieg hier sofort auf Platz Nummer drei in den Billboard-Charts ein, ich bin überrascht und auch sehr glücklich darüber. In einer Zeit, wo es auch für uns sehr schwer ist, Alben zu verkaufen, ist das verdammt gut. Ich denke, da sind eine Menge Die Hard-Slayer-Fans dort draußen!" freut sich Araya über die geglückte Operation "Warfield".

 

Wie bereits schon durch einige Kanäle durchsickerte, befinden sich Slayer in einer kreativen Hochphase, wohl beflügelt durch die Rückkehr ihres langjährigen Schlagzeugers Dave Lombardo, dem Gott an den Kongas. Gigs absolviert, DVD auf den Markt gebracht und nun nach zwei Jahren schon mit dem Songwriting für das neue Album begonnen. "Wir arbeiten derzeit an neuem Material, speziell Kerry (King, Gitarrist, A.d.V.) und Dave (Lombardo, Schlagzeuger, A.d.V.). Wir haben jetzt sieben Songs und noch einiges an halbfertigem Material. Kerry kommt mit vielen Riffs an und arbeitet dann mit Dave daran weiter. Wenn dann alles fertig ist, gehen wir ins Studio und nehmen auf! Du wirst von den neuen Sachen nicht enttäuscht sein!" verspricht Tom fast schon euphorisch. "Es ist jetzt das erste Mal, dass wir wieder mit Dave ins Studio gehen werden, seitdem er die Band verließ. Es wird gut werden, großartig werden. Mehr kann ich im Moment leider nicht dazu sagen, da wir uns noch in der Songwriting-Phase befinden. Es gibt noch keine Arbeitstitel, keinen Titel für das Album, wir hoffen aber, dass das neue Album Anfang nächsten Jahres dann erscheint." prognostiziert Tom Araya das Ziel seiner neuerdings fixen bzw. fleißigen Truppe. "Es hat sicherlich viel mit Dave zu tun, dass wir für unsere Verhältnisse recht schnell mit dem nächsten Album ankommen. Wenn wir noch länger warten würden, dann wollen wir sicherlich nicht mehr mit ihm zusammen arbeiten!" scherzt Mr. "Hell Awaits". "Die Zeit ist jetzt reif für ein weiteres Album und was ich bis jetzt davon gehört habe, klang wirklich großartig. Die Fans werden es mögen! Ich weiß, dass das neue Material in den Arsch treten wird!" verspricht Araya.
Halten wir also fest: Das neue Album dürfte also wieder ein Klassiker werden, die Band wird durch Dave Lombardo noch richtig fleißig, Brüllwürfel Araya ist privat ein umgänglicher Typ, der auch mal gut gelaunt und witzig sein kann. Und die Fans sind Slayer am wichtigsten. Könnte man fast glauben, wenn man nicht noch ihre arschigen Aktionen vom Wacken Open Air im Kopf hätte. Vielleicht gelingt die Wiedergutmachung dann vollends Anfang nächsten Jahres...


 

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Ingo
© 09/2003 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Slayer

Homepage:
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- offizielle Homepage
- Slayer- MySpace-Seite

Artikel:
- Caliban - Die Differenzierung zu Slayer
- Slayer - Ungewöhnlich geschäftig
- Slayer - Berlin Painted Blood
- Slayer - Musik mit Gefühl
- Summer Breeze 2016 mit Slayer, Sabaton, Queensryche, Asking Alexandria u.v.m.

Rezensionen:
- God Hates Us All
- Diabolus In Musica
- War At The Warfield
- Christ Illusion
- World Painted Blood
- Repentless


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