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XIII. Protzen Open Air - Beschauliche Extreme (Tag 2)

Der zweite Tag auf dem Protzen Open Air begann mit strahlendem Sonnenschein. Perfektes Festivalwetter also, außer dass man ab etwa 7 Uhr morgen allmählich gar wurde im sich aufheizenden Zelt. Schön al dente ging es dann erstmal zum gemeinsamen Kulturschocken in den Neuruppiner Tempelgarten, wo sich vier leicht müffelnde, Augenring-bewehrte, aber sehr zufriedene Metaller zwischen allerhand Provinzrentnern bei Eiscafé und Fruchteisbecher vergnügten.

Den halbstündigen Einstieg in den Tag bestritten die Neubrandenburger Bloodpunch, die sich mit viel Einsatz durch ihr Set zergelten, aber Uhrzeit- und Hitzebedingt leider nur recht wenige Gäste vor die Bühne locken konnten. Dennoch boten sie einen guten Auftritt und dürfen bei einer der nächsten Ausgaben vielleicht zu besserer Stunde ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Die Deathgrinder von Maggots wussten anschließend mit überzeugendem musikalischen Handwerk zu gefallen. Der Sound war richtig gut, die Songs gingen gut ab und auch das Motörhead-Cover 'Ace Of Spades' ließ sich hören. Leider waren auch hier nur recht wenige Zuschauer zugegen, aber die, die da waren, fühlten sich gut unterhalten. Lediglich an der Bühnenperformance und der Kommunikation mit dem Publikum könnten die Maden noch ein wenig feilen - es war dann doch ein bisschen wenig Bewegung, und kaum wollte man einen der Grindkracher mit etwas Applaus honorieren, wurde einem schon der nächste Song um die Ohren geschossen. Da es musikalisch aber stimmte, war es für den Nachmittag dennoch gefällig.

 

Vae Victis aus Meck-Pomm machten dem Titel ihres aktuellen Album 'Black Fucking Thrash Metal' alle Ehre - Oldschool Thrash/Black Metal vom Feinsten wurde geboten. Energiegeladen, roh und wuchtig, genau wie solche Musik klingen muss. Auf der Bühne wurde fleißig gebangt und die Musik mit kultigen Posen und Grimassen zu einer gelungenen Show abgerundet. Vae Victis - bei denen sich Sänger und Bassist effektvoll die Gesangsparts teilten - versprühten Spielfreude pur, die sich auch auf das Publikum übertrug. Auch die direkte Kommunikation klappte hier viel besser und so war es nicht verwunderlich, dass Vae Victis schon deutlich mehr Leutchen vor die Bühne bringen konnten. Die Thrasher Tortharry boten danach ebenfalls einen sehr soliden Auftritt. Handwerklich einwandfrei, mit viel Einsatz und einem gelungenen Grave-Cover als Sahnehäubchen hätten die Jungs zur Nachmittagsstunde aber ein paar Besucher mehr im Hangar verdient gehabt.

Mehr Leute und prima Stimmung gab es dann beim Auftritt der Grinder von Ebola Beach Party. Dem Bandnamen entsprechen wurde hier gewaltig Party gemacht, was gleichermaßen am mitreißenden Grindcore wie auch den ständigen Animationen der Band lag. Das Publikum jedenfalls nahm die Einladung zum Abfeiern an, eröffnete den ersten größeren Moshpit des Tages und freute sich wie Kullerkeks über die beiden Wasserbälle, die Motto-getreu die Runde über die Köpfe der Meute machten. Auch bei Ebola Beach Party wurde ein Szeneklassiker ausgepackt, diesmal in Form von 'Troops Of Doom' von Sepultura - das wurde solide gezockt und rundete einen stimmungsvollen, gelungenen Auftritt ab. Direkt im Anschluss zockten sich die Miltenberger Thrash Metaller Verdict den Arsch ab. Der Auftritt lebte neben der Spielfreude und dem Können der Instrumentalfraktion vor allem von der Energie des Verdict-Frontmannes Daniel Baptista, der mit viel Einsatz (beim großen Aktionsradius stand auch mal das ein oder andere Bandmitglied im Weg) und Humor das Publikum prächtig zu unterhalten wusste.

 

Nach soviel guter Stimmung und Gemoshe brauchten auch Eure Lieblings-Onlineschreiberlinge mal eine kleine Pause, so dass wir von den Grindern DEAD nicht allzuviel mitbekamen. Ein kurzer Eindruck vermittelte aber auch hier eine sehr solide Darbietung der bereits seit 1990(!) aktiven Nürnberger. Dass die Herren in der Szene einen gewissen Status haben, zeigte sich am für den frühen Abend gut gefüllten Hangar. Eine Situation, die die Band nach Augenzeugenberichten denn auch mit Leichtigkeit für eine vergnügliche Show nutzen konnte.

Anschließend gab es ein besonderes Highlight zu erleben. Die Dresdner Gorilla Monsoon machten es sich mit ihrem Doom Metal/Stoner Rock (den sie selber recht treffend als Hellrock bezeichnen) zwischen all den Death/Thrash Metallern und Grindcorelern gemütlich. Eine mutige Entscheidung von Veranstaltern wie Band, die sich aber auszahlte! Schon nach ein paar Klängen war das Publikum erobert - fette Riffs, klasse Gesang, abgerundet durch einen super Sound und eine spielfreudige Band. Das Experiment ging auf und die Extrem-Metal-Fans freuten sich sichtbar über die stilistische Abwechslung. Zumal Gorilla Monsoon es an Heavyness natürlich zu keiner Sekunde mangeln ließen. So verwunderte es nicht, dass man so viele Matten kreisen sah, wie noch bei keiner anderen Band des Tages (tatsächlich schien nur der Asphyx-Auftritt des Vorabends mehr Haare durch die Luft fliegen). Neben der grandiosen musikalischen Darbietung konnte die Band auch mit ihrer sympathischen Ausstrahlung punkten. Gorilla Monsoon zeigten sich als echte Kumpeltypen mit Rock'n'Roll-Attitüde, waren kontaktfreudig und humorvoll. Zu etwas ganz besonderem wurde der Auftritt schließlich noch durch die Premiere eines brandneuen Songs, der mit einem Gänsehautriff in bester alter Black Sabbath-Manier glänzen konnte. Gorilla Monsoon waren mit diesem saustarken Auftritt die heimlichen Headliner des Samstags!

 

Dew-Scented mussten sich dennoch nicht hinter den Kollegen aus Sachsen verstecken. Die Thrash Metal-Hausmacht kam in fast komplett neuer Besetzung nach Protzen, um auch einige Songs des neuen Studioalbums 'Invocation' vorzustellten. Live konnte das neue Lineup von der ersten Sekunde an überzeugen und bewies spieltechnische Klasse. Dass Leif Jensen immer noch ein klasse Fronter ist, der es versteht ein feierwütiges Auditorium zu führen, ist auch nichts Neues. Und so zockten und prügelten sich Dew-Scented durch ein intensives Set mit Bandklassikern und neuen Songs und wurden entsprechend lautstark von der gut gefüllten Halle abgefeiert. Danach hatte man mal wieder richtig Nacken-Aua.

Feinsten Elchtod alter Schule gab es im Anschluss von den Schweden Demonical. Die Jungs machten einen guten Job, zappelten stilbewusst nicht auf der Bühne rum, sondern headbangten einem was vor, das die Wirbel knackten. Ein guter, solider Auftritt, dem lediglich etwas die besonderen Höhepunkte fehlten. Das lag vielleicht auch am Sound. Dieser Oldschool-Entombed-Sound entwickelte live leider keine Form und manchmal ergaben die extrem verzerrten Gitarren- und Bassspuren einen ziemlichen Klangbrei. Auch die Halle war leider nicht ganz so prall gefüllt wie noch bei Dew-Scented zuvor. Dennoch kann man nicht meckern, denn Songs wie 'World Serpent' oder 'Death Metal Darkness' muss man einfach abfeiern.

 

Als Abschluss des Tages und des ganzen Festivals gab es dann eine zweite Runde Niederländer. God Dethroned gaben sich in Protzen die Ehre und wurden gegen Mitternacht von einer gut gefüllten Halle begrüßt. Der Sound war diesmal brillant, an einigen Stellen sogar fast schon 'zu gut', da vor allem die Drums manchmal zu sauber und nach Studio klangen. Sie waren aber offensichtlich live und auch am Rest des Klangbildes gibt es eigentlich nichts zu meckern. Dass God Dethroned ihre zahlreichen alten und neuen Klassiker spieltechnisch perfekt darbieten können, bewiesen sie erneut. Leider machte Fronter Henri Sattler eines etwas müden, manchmal gar lustlosen Eindruck, was das Überspringen des vielbesungenen Funkens erschwerte. Doch da Sound, Setlist und musikalische Leistung kaum Wünsche offen ließen, konnte man darüber hinwegsehen und sich über einen gelungen Abschluss des 13. Protzen Open Airs freuen.

Ab ging es in die laue Sommernacht zum Lagerfeuer und Bier. Klassischer Metal erschallte über das Gelände, einige Bandmitglieder ließen sich blicken und das nächtliche Picknick nahm seinen liebgewonnen Lauf bis die Sonne die müden und glücklichen Metaller-Äuglein begrüßte.

Schön war's!

An dieser Stelle sagen wir noch vielen herzlichen Dank an Rico Zimmermann für seine tolle und aufwendige Unterstützung für diesen Samstagsbericht!

Großer Dank gebührt auch unserem Kollegen Jochen vom Ring-of-Metal, der uns seine Fotos für diesen Teil des Berichts zur Vefügung stellte.

Weitere Bilder der Ring-of-Metal-Kollegen vom XIII. Protzen Open Air kannst Du dir HIER ansehen.



 

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Antal
© 06/2010 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Protzen Open Air

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- XII. Protzen Open Air - Death 'n' Grind in Fehrbellin
- PROTZEN OPEN AIR - Twelfth time's a charme!
- XIII. Protzen Open Air - Death Metal & Grindcore im Grünen
- XIII. Protzen Open Air - Beschauliche Extreme (Tag 1)
- XIII. Protzen Open Air - Beschauliche Extreme (Tag 2)
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