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Slayer - Musik mit Gefühl

Die Thrash-Metal-Ikone Slayer setzt auch im 30. Jahr ihres Bestehens immer noch die Messlatte im extremen Metal-Bereich. Das beweisen die Amerikaner auch bei ihrer Headliner-Show auf dem With Full Force, obwohl Bassist und Vokalist Tom Araya noch etwas von seiner Rücken-OP gezeichnet und an diesem Abend auch stimmlich angeschlagen ist. Der gewaltigen Energie, die Slayer auf der Bühne freisetzen, tut dies jedoch keinen Abbruch. Whiskey-Soda hatte die Gelegenheit, zwei Stunden vor dem Auftritt der Band mit Schlagzeuger Dave Lombardo zu sprechen. In einem kleinen, aber ruhigen Container-Büro sprachen wir über das aktuelle Album 'World Painted Blood', Daves kritische Meinung zu einigen Slayer-Texten, seinen geplanten Besuch in seiner Heimat Kuba sowie musikalische Projekte außerhalb seines Jobs als Drummer der nach wie vor größten Thrash-Metal-Band des Planeten.

'World Painted Blood' (Review), Studioalbum Nummer zehn und das zweite Werk nach der Rückkehr Dave Lombardos zu Slayer, zeigt die Band in hevorragender Form und glänzt mit abwechslungsreichen Songs, die dennoch zu jeder Sekunde diesen ganz eigenständigen Slayer-Charakter transportieren. Der ein oder andere fand den Sound des Albums aber etwas zu trocken und die Gitarren vielleich eine Spur zu übersteuert. Doch Dave kann mit solcher Kritik nichts anfangen. 'Ich liebe die Produktion. Punkt. Sie ist perfekt', entgegnet er mir mit Inbrunst. 'Ich weiß nicht, was andere Leute hören, aber was ich höre ist Slayer pur, purer Thrash Metal. Es klingt nicht wie eine Computer-Band, so wie fast alle Bands zurzeit klingen. Es hört sich wie eine echte Band an und das gefällt mir. Ich höre soviel Dynamik in diesem Album', schwärmt Dave über den Klang von 'World Painted Blood'. 'Vielleicht hörst Du das nicht richtig, aber höre mal genau auf die Becken und die Trommeln - wie sie wachsen, wie der Beat der gleiche bleibt, aber die Kraft mehr und mehr wird und sich die Intensität ständig verändert. Das ist dynamisch! Weißt Du was nicht dynamisch ist?', hebt Dave an, um seine rhetorische Frage gleich selbst zu beantworten: 'Nicht dynamisch sind viele der Metal-Bands, die dieser Tage Alben veröffentlichen; der 'neue Metal'. Das ist nicht dynamisch, denn alles ist nur 'uahhhh...!'' An dieser Stelle gibt uns Dave eine unterhaltsame kleine Performance, grunzt wie ein Death Metaller, dem man sein Kuschelkissen geklaut hat, und klopft dazu einen Hasenfick-Beat auf den Tisch. 'Und das ist alles, was da ist. Das ist nicht dynamisch, alles ist auf einem Level. Aber in Slayer hörst du Groove, Gefühl, Emotion. Ich denke, Greg Fidelman [Produzent und Mixer von 'World Painted Blood'; auch bekannt als Mixer von Metallica's 'Death Magnetic' und 'Music For Men' von Gossip - Anm. d. Verf.] hat einen sehr, sehr guten Job gemacht. Du musst wissen, Slayer proben in einem kleinen Raum, der nur etwa zweimal so groß ist wie dieses Kabuff hier. Greg war jeden Tag bei den Proben dabei und hat uns aufgenommen. Ich habe ihm gesagt, dass es genau dieser Sound ist, den ich mag. Er konnte im Proberaum meinen natürlichen Drumsound hören. Da gibt es keine Trigger [Signalgeber, die auf die Stimulation des Schlagzeugsfelles reagieren und einen Drumcomputer ansteuern, der den gewünschten, zuvor programmierten Sound ausgibt - Anm. d. Verf.]. Ich verwende keine Trigger, denn ich mag die Dinger nicht. Greg war in der Lage, diesen natürlichen Schlagzeug-Sound auf dem Album einzufangen.'

Es ist herrlich zu sehen, mit welcher Begeisterung und Leidenschaft Dave über solche Details spricht; da spürt man den Vollblutmusiker in ihm. Unser Gespräch verschiebt sich nun weg vom Sound hin zu den Texten von Slayer. Seit jeher sind für diese die beiden Gitarristen Jeff Hannemann und Kerry King verantwortlich; seit dem 1988er-Album 'South Of Heaven' steuert auch Tom Araya seine Lyrik bei, die sich bei ihm sehr gern um Massen- und Serienmörder dreht. Wie steht Dave nun eigentlich zu den textlichen Ergüssen seiner Kollegen. Gibt es da nicht manchmal Momente, in denen er sich mit einem Text nicht so wohl fühlt? 'Das Texteschreiben ist etwas, das ich komplett den anderen Jungs überlasse', auch, wenn ich ihm nicht jeder Text hundertprozentig gefällt, wie er offen zugibt. 'Slayer sind halt Slayer. Den satanischen Sachen werde ich überdrüssig, denn es wurde mittlerweile schon so oft gemacht. Aber ich muss einsehen, dass solche Sachen und auch die anderen finsteren Texte nun einmal ein Slayer-Album ausmachen. Ich werde also nichts daran ändern, warum sollte ich auch? Dann würde sich das ganze System, die ganze Maschine ändern. Aber die Maschine, wie jeder andere Apparat auch, würde ohne seine Einzelteile nicht funktionieren. Es ist, wie es ist, das muss man respektieren; es ist ein Teil von Slayer.'

 

Tatsächlich würde wohl viel von dem Reiz der Band verloren gehen, wenn sie auf einmal nicht mehr in den dunkelsten Ecken der menschlichen Existenz rumschnüffeln würden. Umso interessanter ist es in diesem Zusammenhang, eine zwar im Mainstream akzeptierte, aber eben immer noch sehr extreme Metal-Band wie Slayer in der Sendung 'Jimmy Kimmel Live' zu sehen (siehe YouTube-Video am Ende des Artikels), die in den USA bei ABC läuft. Okay, Harald Schmidt hatte auch schon Motörhead zu Gast und bei Stefan Raab treten Bands wie Rage und Manowar auf. Aber irgendwie ist es schon lustig, wenn im frei empfangbaren U.S.-Fernsehen Slayer 'Hate Worldwide' propagieren. 'Das war erst das zweite Mal, dass wir bei Jimmy Kimmel aufgetreten sind', erzählt Dave. 'Aber ich denke, die Welt begreift langsam, dass es da draußen mehr Slayer-Fans unter den Berufstätigen gibt, als von kaum einer anderen Band. Schau auf Jimmy Kimmel: als Kind war er Slayer-Fan. Als er dann in die Arbeitswelt eintrat hat er Slayer zunächst vergessen. Aber Slayer haben weiter gemacht und nun, da er seine eigene Show hat, kommt er auf die Idee, uns bei sich auftreten zu lassen. Letzte Nacht waren übrigens Korn bei 'Jimmy Kimmel Live'. Der Typ steht auf Metal.'

Auf jeden Fall ist man als Fan sehr froh, Slayer wieder live zu sehen. Schließlich musste die Europatournee aufgrund einer dringend notwendigen Rücken-OP von Tom Araya und deren Folgen gleich zweimal komplett verschoben werden. Die Nachwirkungen sieht jeder Fan deutlich, denn der früher immer fleißig headbangende Tom muss seit diesem Jahr den Kopf ruhig halten, wenn er spielt. 'Das ist gut!', lacht Dave. 'Auf diese Weise kann er richtig tight spielen.' Hört Dave denn auf der Bühne tatsächlich einen Unterschied zu früher? Dave lacht verschmitzt und ziert sich etwas. Dann hält er Daumen und Zeigefinger der rechten Hand ganz nahe beieinander und sagt mit einem Augenzwinkern 'A little bit'...

Slayer - Musik mit Gefühl Seiten 1 2

 

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