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Sweden Rock Festival 2010 - Armed And Ready (Tag 3)

Wenn es Juni wird in Schweden, macht sich ein kleines Örtchen namens Norje im Bezirk Sölvesborg bereit für den Ansturm von 33.000 Rockfans. Vier Tage lang scheint es, als wäre die Zeit stehen geblieben. Da werden Bands wie Cinderella oder Winger gefeiert, als wäre es 1988. Da spielt Gary Moore nach etwa 20 Jahren wieder ein Hardrock-Set und Axl Rose beginnt seinen Auftritt mit 45 Minuten Verspätung. Das ist das Sweden Rock Festival 2010. Zum sechsten Mal war Whiskey-Soda dabei.


Der dritte Tag bietet viel Licht und viel Schatten. Den Schatten liefern die Wolken, und den strömenden Regen leider gleich mit. Das Licht gibt es auf der Bühne, wo die Michael Schenker Group ein phänomenales Comeback gibt. Das Mikrophon hält endlich wieder Gary Barden in der Hand, der sich in absoluter Topform befindet. Wie erwartet startet das Set zum 30jährigen Jubiläum mit 'Armed And Ready'. Michael Schenker spielt groß auf, hält sich dabei zunächst im Hintergrund, bevor er seine Zurückhaltung trotz Regen aufgibt und sich dem Publikum nähert. Neben dem sichtlich gut gelaunten, fast tanzenden Barden hat er eine echte Kulttruppe um sich versammelt, zu der neben Dauer-Keyboarder und Gitarrist Wayne Findlay nun Ex-AC/DC-Drummer Chris Slade und Bassist Chris Glen (The Sensational Alex Harvey Band) gehören.

Ein Knaller jagt in exzellentem Soundgewand den nächsten in dieser großartigen Setlist mit 'Rock My Nights AWay', 'On And On' und 'Attack Of The Mad Axe Man'. Die alten Herren rocken das miese Wetter weg. Allen voran lässt Chris Slade die Drums pulsieren wie in besten AC/DC-Zeiten. Sein Drumsolo bei 'Armed And Ready' ist vom Allerfeinsten. Erinnerungen an alte Donington-Aufnahmen werden wach, vielmehr allerdings an legendäre MSG-Auftritte. Denn in bestem Klang lassen Michael Schenker und Co. zum 30jährigen Jubiläum die Vergangenheit aufleben. Einfach genial, dass Schenker endlich wieder eine charismatische Band um sich versammelt hat. Die beendet die Show mit den drei UFO-Klassikern 'Lights Out', 'Rock Bottom' und 'Doctor Doctor', die fast noch besser klingen als im Original. Ein würdiges Jubiläum und ein absoluter Höhepunkt des Festivals.

 

Als nächstes stehen Praying Mantis auf dem Programm. Bei der NWOBHM-Band, die später eine Melodic-Rock-Richtung einschlug, war Gary Barden auch ein paar Jahre aktiv. Mittlerweile heißt der Frontmann seit vier Jahren Mike Freeland. Mit seinem charismatischen Vorgänger sowohl in der Band als auch an diesem Tag kann er leider nicht mithalten. Doch gemeinsam mit den beiden verbleibenden Gründungsmitgliedern Chris und Tino Troy liefern Praying Mantis eine souveräne Show ab, die vor allem die Diehard-Fans beglückt. Natürlich widmen sie ihren Klassiker 'Touch The Rainbow' Ronnie James Dio, zumal sie passenderweise auf der Tribut zollenden Dio Stage spielen.

Im Anschluss treffen wir Kory Clarke wieder, der sich an unser Interview in Hannover erinnert. Er schlägt vor, gegen Abend ein paar Drinks in der Backstagebar zu nehmen, bis dahin habe er sich auch von seinem Kater erholt. Leider haben wir bei diesem vollen Programm keine Zeit für den sympathischen Rebellen.

Typisch für das Sweden Rock Festival, gibt es mit Rick Springfield auch in diesem Jahr wieder eine echte Rarität. Der australisch-amerikanische Superstar der 80er Jahre ist zum ersten Mal seit 15 Jahren in Europa unterwegs. Ob es am Strahlemann liegt, dass die Sonne endlich wieder rauskommt? Rick kann es selbst kaum glauben: 'Hey, wir haben die Sonne rausgeholt!' Zwar ist er mittlerweile stolze 61 Jahre alt, doch das sieht man dem durchtrainierten Sänger und Gitarristen, der mit 'Affair Of The Heart', 'Living In Oz' und 'Jessie's Girl' einen Gassenhauer nach dem anderen zum Besten gibt, wahrlich nicht an.

 

Faszinierend, dass sich auch beinharte Metaller dem Radio-Appeal des smarten Rick nicht entziehen können und Songs wie 'Human Touch' mitsingen. Auf dem Bühnenboden entdeckt Rick ein Schild mit der Aufschrift 'Sweden Rock Festival', das er hochhält, und lacht herzlich: 'Ist das für den Fall, dass die Band nicht weiß, wo sie auftritt?!' Ein unfreiwilliger Gruß an Danzig. Rick Springfield ist ein großartiger Entertainer. Bei 'Don't Talk To Strangers' bezieht er die Menge mit ein. Jeder soll mitsingen, selbst solche, die in der Ferne mal für kleine Jungs müssen. 'Hey you over there ... pissing against the wall ... don't talk to strangers!'

Dann singt er seinen Song aus dem Film 'Hard To Hold', in dem er auch die Hauptrolle spielt. 'Dafür hätte ich einen Oscar kriegen müssen', schimpf er scherzhaft. 'Mein Arsch hätte dafür einen Oscar kriegen müssen!' Es gibt viel zu lachen und viel mitzusingen, nur das unnötige Cover 'Wild Thing' hätte er sich sparen können. Beim abschließenden 'Kristina' präsentiert der 62-jährige den anwesenden Damen noch mal seinen freien Oberkörper, der in Topform ist. Ganz wie früher eben. Und schon jetzt ist klar: Rick Springfield gehört zu den Höhepunkten des diesjährigen Festivals, auch wenn sein Auftritt seltsamerweise 15 Minuten kürzer als geplant war.

An einem Tag voller Highlights ist die Hairmetal-Spaßband Steel Panther das nächste. Sie sorgen schon auf der Pressekonferenz für reichlich viel Gelächter. Auf der Bühne erobern Steel Panther das schwedische Publikum im Sturm, sofern nicht schon geschehen. Vor allem die vielen jüngeren Fans sind sehr textsicher. Die Mischung aus hochklassigem Hardrocksound und äußerst derbem Humor kommt an. Wo die Grenze zwischen Huldigung und Parodie gezogen wird, kann man nicht so genau sagen. Der Spaß ist jedenfalls groß und deftig. Gitarrist Satchel empfiehlt allen Frauen eine Intimrasur: 'Wir wollen da unten schließlich nicht mit ZZ Top wrestlen!' Aus der Menge fliegt eine Plastikflasche auf Frontmann Michael und verfehlt ihn nur knapp. 'Fast, Du Pussy!' ruft er und grinst.

Aber Steel Panther sind nicht nur Komiker, sondern auch hervorragende Musiker, die ihren Vorbildern wirklich in nichts nachstehen. Den Text mal außen vorgelassen, ist das Album 'Feel The Steel' eine Ansammlung starker Rocksongs. Und Steel Panther spielen an diesem Abend alle, sogar den seltenen Bonustrack 'Hell's On Fire'. Doch die Band um Frontmann Michael Starr will auch beweisen, dass der Backstreet-Boys-Song 'I Want It That Way' eine echte Powerballade ist, spielt ihn tatsächlich in einer gelungenen Hardrockversion und führt damit das gesamte Genre ad absurdum. Als das Publikum noch mehr will, werden Mötley Crüe mit einem fantastischen Cover von 'Kickstart My Heart' zelebriert. Das spielt das Quartett schließlich jeden Montagabend in Los Angeles. Wenn es in Europa so weiter geht, dann werden sie dafür bald kaum noch Zeit haben.

Hier geht's weiter.

Noch mehr Fotos vom dritten Tag:


(Fotos: Philip Dethlefs)

Sweden Rock Festival 2010 - Armed And Ready (Tag 3) Seiten 1 2

 

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© 07/2010 whiskey-soda.de
 


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