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Sweden Rock Festival 2010 - On Your Knees (Tag 4)

Wenn es Juni wird in Schweden, macht sich ein kleines Örtchen namens Norje im Bezirk Sölvesborg bereit für den Ansturm von 33.000 Rockfans. Vier Tage lang scheint es, als wäre die Zeit stehen geblieben. Da werden Bands wie Cinderella oder Winger gefeiert, als wäre es 1988. Da spielt Gary Moore nach etwa 20 Jahren wieder ein Hardrock-Set und Axl Rose beginnt seinen Auftritt mit 45 Minuten Verspätung. Das ist das Sweden Rock Festival 2010. Zum sechsten Mal war Whiskey-Soda dabei.


Schon wieder ist die Zeit wie im Flug vergangen. Schon ist der vierte Tag des Sweden Rock Festivals 2010 im Gange. Den Start machen Goda Grannar, auf Deutsch: gute Nachbarn. Die hochgradig kultverdächtige, schwedische Kombo zählt folgende Instrumente: ein Akkordeon, zwei E-Gitarren, eine Akkustik-Gitarre, ein Kontrabass, eine Marschtrommel und eine Basstrommel. Und diese Besetzung spielt mit sichtbarem Genuss einen Metalklassiker nach dem anderen. Wer hätte gedacht, dass ein Akkordeonsolo 'Hallowed Be Thy Name' (Iron Maiden) aufwertet, oder dass 'The Last In Line' (Dio) im Folkgewand so gut klingt. Goda Grannar sind noch ein Geheimtipp, das Zelt ist nicht voll, aber jeder der bis zur Zugabe 'God Gave Rock'n'Roll To You II' dabei war, ist begeistert. Der KISS-Klassiker erlebt sogar noch ein imposantes, beschleunigtes Finale. Was für ein herrlicher Start in den vierten Tag.

 

Im Zelt herrschte noch Windstille, an der Festival Stage haben die US-Progger von Fates Warning mit leicht stürmischen Verhältnissen zu kämpfen. Während vor der Bühne der Sand aufgewirbelt wird, schwingen auf der Bühne die Lautsprecher im Wind, der immer stärker wird. Die Band aus Hartford, Connecticut, ist in genau der Besetzung angereist, die 1991 das populäre 'Parallels'-Album aufgenommen hat, das sie chronologisch fast komplett spielt, mit Ausnahme des letzten Songs 'The Road Goes On Forever'. Prog-Fans sind begeistert. Wer sich hingegen bisher nicht mit der Band befasst hat, findet den Zugang zu den anspruchsvollen Songs von Fates Warning trotz des exzellenten Sounds nur schwer.

Die Windgeschwindigkeit steigt kontinuierlich an. Der Sturm beschädigt schließlich den Soundturm vor der Rock Stage so stark, dass der Bereich um die Bühne abgesperrt werden muss. Der gesamte Zeitplan des Tages gerät durcheinander, aber kein Auftritt ist gefährdet. Die Reparatur gelingt. Während die Southern-Rock-Veteranen von Point Blank auf der Dio Stage ihren bereits zweiten gefeierten Auftritt nach 2007 absolvieren, zieht auf der wieder funktionalen Rock Stage der einstige deutsche Vorzeiger-Metaller und Nun-Melodic-Rocker Michael Kiske mit Unisonic ein großes Publikum an. Die Setlist besteht zu 90 Prozent aus Songs seines exzellenten Place Vendome-Projekts. Am Ende gibt es zwei modifizierte Cover seiner Ex-Band Helloween.

Nach dem gestrigen durchwachsenen Auftritt von Cinderella haben heute die einstigen Hairmetaller von Winger mit dem Ton zu kämpfen. Kip Winger und Co. starten Ihr Set mit den Krachern 'Pull Me Under', 'Blind Revolution Mad' und 'Easy Come Easy Go'. Frontmann, Bassist und Pianist Kip, Schlagzeuger Rod Morgenstein sowie die Gitarristen Reb Beach und John Roth rocken härter als erwartet. Offenbar wollen sie nach den Imageproblemen der frühen '90er (Nickelback-Syndrom) keinerlei Zweifel aufkommen lassen, wofür Winger steht: Für exzellten Hardrock nämlich. Schade, dass der etwas unter dem schlechten Sound und insbesondere Kips überzogen lautem Bass leidet. Auch mit den Sprüchen übertreibt es Kip manchmal ein wenig: 'Normalerweise sind wir total stoned, wenn wir ein Album schreiben.'

Der alberne Spruch dient als Überleitung. 'Aber dieses Mal hatte Reb Beach diese eine Idee!' Und zwar den Kracher 'Deal With The Devil', dem stärksten Song des aktuellen Winger-Albums 'Kharma', der trotz Tonproblemen eingschlägt wie eine Bombe. Das gilt im Übrigen für das überwiegende Set, sowohl für Klassiker wie 'Down Incognito' als auch für neue, mit nie gekannter Power gespielte Nummern wie 'Great Escape'. Wow! Das letzte Drittel der Show bietet die volle Hitladung mit 'You Are The Saint, I Am The Sinner', 'Headed For A Heartbreak', 'Can't Get Enuff', 'Seventeen' und 'Madalaine'. Zu diesem Zeitpunkt ist der übersteuerte Bass leider kaum noch zu ertragen. Winger haben einen tollen Auftritt hingelegt, den die Tontechnik leider stark beeinträchtigt hat. Ein Comeback unter besseren Vorzeichen ist erwünscht!

 

Ein paar Schritte weiter hat sich das NWOBHM-Trio Raven angekündigt. Die verrückten Gallagher-Brüder und Schlagzeuger Joe Hasselvander rocken mit ihrer gonzoiden Metal-Party alles an die Wand. Sänger John hüpft wie bekloppt umher und beeindruckt auch nach 35 Jahren Bandgeschichte mit seinem Falsetto-Gesang. Die Band hat sichtlich einen Riesenspaß, der sich auch auf das Publikum überträgt, das das Trio zwischen Kultklassikern wie 'Live At The Inferno', 'Mind Over Metal' und 'Break The Chain' mit lautstarken Raven-Sprechchören feiert. Der Kultfaktor könnte nicht höher sein! Auch dieser Auftritt kann unter den Höhepunkten 2010 verbucht werden.

Mit gemischten Gefühlen blicken wir dem Auftritt von Saga entgegen. Nach dem Ausstieg von Michael Sandler konnte die Band mit dem neuen Frontmann Rob Moratti zumindest auf CD noch nicht überzeugen. Auch auf der Bühne macht Moratti zunächst einen seltsamen Eindruck. Er sieht aus wie D-Promi Marc Terenzi und stolziert selbstverliebt umher. Den Gipfel der gefühlten Oberflächlichkeit erreicht er mit seinem Kommentar zur Weltmeisterschaft, für die Schweden bekanntermaßen nicht qualifiziert ist: 'Hey Schweden, wie sieht's aus mit der WM? Ein Glück, dass ihr nicht heute spielt, sonst würden wir hier wohl vor einer leeren Wiese spielen.'

Das ist heute nicht der Fall. Und schließlich wurde Rob fürs Singen eingestellt. Fairerweise muss man sagen, dass der neue Mann das gut kann, auch wenn er dem Vergleich mit Sadler schon aus Gewohnheit nicht standhalten kann. Bereits der dritte Song ist 'Wind Him Up'. Das Publikum, das trotz der parallel spielenden Opeth zahlreich erschienen ist, geht voll mit. Wenngleich die Bühnenpräsenz von Moratti noch gewöhnungsbedürftig ist, muss man zugeben, dass der Auftritt von Saga wirklich gut ist. Und beim Abschluss mit 'The Flyer', 'Humble Stance', 'On The Loose' und 'Don't Be Late' kann sowieso nichts schiefgehen.

Hier geht's weiter.

Noch mehr Fotos vom dritten Tag:


(Fotos: Philip Dethlefs)

Sweden Rock Festival 2010 - On Your Knees (Tag 4) Seiten 1 2

 

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© 07/2010 whiskey-soda.de
 


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