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Blackshore - 'Gegen negative Presse ist nichts einzuwenden!'

Der hohe Norden Deutschlands steht traditionell für brachialen Black Metal, der ohne Kompromisse nach vorn prescht, hasserfüllt und so schwarz ist, wie Black Metal nur sein kann. Ob Aushängeschilder wie Endstille oder aufstrebende Bands, Freunde des ursprünglichen Sounds finden hier ein Zuhause. Whiskey-Soda hat sich mit der Lübecker Band Blackshore über Zorn, Krieg, Österreich und das neue geplante Album unterhalten.

Wer sich das aktuelle Werk "Railway to Blackshore" betrachtet, der weiß, was ihn erwartet. Schwarz-Weiß-Kriegsoptik harmoniert mit hämmerndem, fiesem, dreckigem Black Metal. Die Songs wurden bereits 2007 aufgenommen und produziert, kamen aber erst im letzten Jahr bei Düsterwald Produktionen heraus. "Wir haben schlicht und ergreifend keinen anderen Partner gefunden, der das Album so veröffentlicht hätte wie wir uns das vorgestellt haben. Der Vertrag mit Düsterwald Produktionen kam erst nach einiger Zeit des Suchens zustande und wir wurden zu einer ihrer ersten Bands. Eine gute Wahl, wie wir auch im Nachhinein sagen können, denn Düsterwald ist schnell zu BlackShores Zuhause geworden", erklärt Schlagzeuger Blizzard. Besonders sind neben dem Studioaufenthalt zu "Railway to Blackshore" und der Vertragsunterzeichnung bei Düsterwald die Europatour mit Taake in Erinnerung geblieben. "In ein paar Monaten wird das ganze dann vermutlich um die Veröffentlichung der ersten Vinyl-EP ergänzt", blickt Blizzard voraus, die auch wieder den rohen, hasserfüllten Black Metal, der aber auch an einigen anderen Spielarten des Metal kratzt, bieten wird. "Ich stimme Dir sehr wohl zu. Hasserfüllter, roher Black Metal bildet den Kern, den wir mit Old School Rock’n’Roll und Thrash zu einem räudigen Bastard werden lassen. Das Songwriting übernehmen Hades und ich, genauso wie alles andere rund um BlackShore", erklärt der Fellgerber.

Doch nicht nur die Vollgas-Abteilung beherrschen die Lübecker, wenn das Tempo gedrosselt wird, steigt Atmosphäre und Emotion in den Songs proportional. "Das schleppend, tot geweiht Kriechende gehört fest zu BlackShore. Black Metal ist extremes Gefühl in Musik und zwar in jeder denkbaren Facette, insofern werden wir auch in Zukunft schwermütig, eisige Doom-Passagen in unsere Musik einbinden", verspricht Blizzard vorausschauend. Das macht Appetit auf mehr.

 

Thematisch befasst sich die Band auf den ersten Blick mit Kriegsthemen. Bohrt man jedoch etwas tiefer, finden sich noch weitere, faszinierende Details. "BlackShore ist sicher nicht auf die Kriegsthematik limitiert. BlackShore hält dem Menschentier einen Spiegel vor die hässliche Fratze, das ist alles. Und Krieg zeigt diese Fratze besser als kaum etwas anderes. Der Fokus liegt auf Hass, Angst und Erbärmlichkeit. Er liegt auf 16-jährigen Jungs, die sich im Schützengraben in die Hose pissen, kurz bevor sie von einer AK-47 zersägt werden. Sehr glorifizierend, oder?", fragt Blizzard provokativ. Sänger und Gitarrist Hades stimmt seinem Band-Kollegen zu: "Wie Blizzard schon sagt, wir sind nicht auf den Krieg limitiert! EP und das folgende Album werden das verdeutlichen. Wer sich mit den Texten auf unserem Debüt auseinander setzt, der wird auch die anderen Ebenen entdecken. Es geht um Bedrohung, letztendlich um Überleben und Existenz!" Somit sind BlackShore ein Beispiel dafür, dass sich das Auseinandersetzen und Lesen der Lyrics wirklich lohnt und sich ein weiteres Mal der philosophische und kritische Ansatz des Black Metal beweist.

Trotzdem hat die Verbindung Black Metal und 2. Weltkrieg oft zu Verwirrungen geführt, auch BlackShore waren davon betroffen, Konzerte mussten abgesagt werden. "Die Konzerte der Atternatt-Tour wurden nicht wegen uns abgesagt, soviel steht fest. Vielmehr hat da irgendein verpickelter Internetkrieger feige Verleumdungen über die anderen Bands der Tour publiziert und denkt jetzt wahrscheinlich, er hätte das Vierte Reich verhindert. Viele von diesen Aktivisten sind doch so links, dass sie rechts wieder rauskommen. Jeder, der aus dem ideologischen Rasta fällt, wird mit dem Rücken zur Wand gestellt. Also mich erinnert diese Vorgehensweise ganz stark an etwas… Mal ganz davon abgesehen, dass insbesondere die Atternatt Tour NULL politische Interessen, Themen oder Berührungspunkte bedeutet hat. Politisierung wird in dieser extremen Form erst von Außen herangetragen. Solche Hetz-Aktionen der "Antifa" bewirken zwei Dinge: Hunderte politisch neutrale Metaller werden in den Hass auf die Antifa getrieben, da sie auf ihr Konzert verzichten müssen und tatsächliche Nazis werden auf Bands, die keinerlei politischen Aussagen tätigen, überhaupt erst aufmerksam gemacht. Dass von der Beschäftigung mit dem Zweiten Weltkrieg in vielen Kreisen sofort auf praktizierten Rechtsextremismus geschlossen wird, ist genauso altbekannt wie dämlich. Wird sich wohl nicht ändern... Immer wieder darauf hinzuweisen, Texte doch bitte genau zu lesen und sich vielleicht sogar eine eigene, fundierte Meinung anzueignen, sind wohl vergebene Liebesmüh", macht Blizzard seinem verständlichen Ärger Luft.

Genauso ehrlich und direkt, wie man die eigenen Texte vertritt, sieht man in der Band auch die eigene Version von Black Metal. "Wenn es darum geht musikalisch durch unbegründete Sound-Regeln zu limitieren, dann lehnen wir dies ab. Wir spielen unseren Black Metal mit einer großen Portion erdigem Rock und Thrash angereichert, ganz einfach, weil es die Wurzeln unserer Musik hervorhebt. Wir sehen die rockigen Einflüsse als die Essenz, die die Entstehung des heutigen Black Metal überhaupt erst möglich gemacht hat. Selbst bei Bands, die wie Burzum oder Mayhem, die den "true Black Metal" maßgeblich geprägt haben, findest du rockige Einflüsse. Wir verehren Celtic Frost, Bathory und Venom für die Kraft und Dunkelheit, die sie erzeugten. Wenn Du mit einer Reinhaltung der Szene meinst, Scheiße auch als Scheiße zu benennen und nicht automatisch jede pseudo-norwegische Kümmel-Band, mit schlechtem Corpsepaint, drei Akkorden und Drumcomputer abzufeiern, nur weil Lord Zorgowichs ein Sonnenrad und ein paar Runen auf seine Myspace-Seite stellt, dann sind BlackShore sehr an einer Reinhaltung der Szene interessiert."

Dennoch, wer Black Metal spielt und sich vornehmlich mit Kriegsthemen auseinander setzt, landet schnell in der NSBM-Ecke, die der ganzen Szene oftmals einen schlechten Ruf beschert. "Leidet die Black Metal-Szene denn unter einem schlechten Ruf? Gegen negative Presse ist allgemein gesehen nichts einzuwenden. Mit dem Ruf der NSBM-Szene möchte ich jedoch nicht tauschen. Aber die sind selber schuld: Wer einen halbgebildeten, untalentierten Maler mit Parkinson aus Österreich anhimmelt, hat es nicht besser verdient. Mit Black Metal hat das nichts zu tun", betont der Schlagzeuger. Zu den Myspace-Freunden von BlackShore zählt auch Taake, der durch den Hakenkreuz-Auftritt auf der Bühne in Deutschland viel Aufruhr erregte. "Meinst Du wirklich, dass dieses Thema noch einmal aufgewärmt werden muss? Es war mit Sicherheit keine intellektuelle Glanzstunde vom guten Hoest, aber sicher auch kein politisches Statement, wie es angestrengt behauptet wird. Wir kennen die Jungs seit der Tour und wissen daher, dass der Versuch sie in ein rechtes Lager zu drücken einfach nur eines ist: Lächerlich", ergreift Blizzard Partei.

 

Doch zurück zur Musik. Die Küstenregionen scheinen ein gutes Black Metal-Pflaster zu sein, in der es eine rege Szene gibt. "Wir haben nur sporadischen Kontakt zur Kieler, Hamburger oder nordostdeutschen Szene, zuhause fühlen wir uns in Lübeck. Hier gibt es einen Zusammenhalt zwischen ein paar ausgewählten Bands. Allerdings bedeutet das keinesfalls, dass wir mit jedem, der sich eine Zerre vor die Klampfe schaltet, automatisch beste Freunde sind, im Gegenteil. Da gehört schon etwas mehr dazu. Wir stehen an der Seite von Bands wie Cursed Anguish, Deamonized und Suicidal Vortex. Dieser ganze "Metal"-Core Dreck, der auch Lübeck verseucht, zählt nicht nur nicht zu uns, sondern noch nichtmal zu Metal-Szene im Allgemeinen. Wir fordern AIDS für Musiker, die Bandnamen aus drei Worten zusammenbauen", zerstört Blizzard jede romantische Vorstellung von einem Zusammenhalt der Szene. "Hähä, ja, Superaids für alle! Wir haben hier in Lübeck die gleichen Strukturen wie überall. Es gibt einige, die sich den Arsch aufreißen und etwas Eigenes auf die Beine stellen, sei es nun Kunst, ein Tonstudio, Bands und angeschlossene Projekte oder Konzerte organisieren. Und es gibt jene, die von diesen Leute zehren, die vor Neid jede Leistung schlecht machen, stehlen, verleumden, nacheifern, kopieren. Auf dem Album spielt die Geschichte unserer Region nur eine untergeordnete Rolle. Was sich mit den nächsten Scheiben ändern kann, aber nicht muss. Wir werden sehen", mutmaßt Hades. "Im späten Sommer bzw. frühen Herbst werden wir eine EP mit vier oder fünf sehr räudigen Stücken veröffentlichen, reinster Black Thrash. Ein vollständiges zweites Black Metal Album wird im Frühjahr 2011 in Angriff genommen. Wir hoffen, dass noch einiges an der Live-Front geschehen wird", nimmt Blizzard die Vorlage seines singenden Gitarristen auf. Man darf also gespannt sein... Wir bleiben dran an dieser Band!


 

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Ingo
© 07/2010 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Blackshore

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Artikel:
- Blackshore - 'Gegen negative Presse ist nichts einzuwenden!'

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- Railway To Blackshore

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