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With Full Force 2010 - Hitze, harte Klänge & Fußballverzückung (Part I)

Es war verdammt heiß, die Viertelfinalspiele der Fußball-WM standen an - und die siebzehnte Ausgabe des With Full Force Festivals war mal wieder eine runde Sache! Wenn man nur eine Sache hervorheben könnte, wäre es beim WFF die sehr gute Organisation: Auftrittszeiten, Security, Verpflegung, Infrastruktur - auch dieses Jahr war wieder alles ganz nahe an der Perfektion. Leider führten Temperaturen von um die 35 Grad Celsius, die Fußball-WM mit dem Spiel Deutschland vs. Argentinien und wohl auch ein (für WFF-Verhältnisse versteht sich) eher durchschnittliches Billing zu einem deutlich wahrnehmbaren Besucherrückgang gegenüber dem letzten Jahr. Was der tollen Stimmung allerdings keinen Abbruch tat!

Schon bei der Ankunft am Freitag (rechtzeitig um 16 Uhr im Pressezelt vor der Glotze zu hängen um Niederlande vs. Brasilien zu schauen) bekommt man gleich mit, dass die Veranstalter die Fußball-Konkurrenz ernst nehmen. Zettel verkünden, dass Walls Of Jericho und Frei.Wild am Samstag später spielen werden als ursprünglich geplant. Beide Bands würden sonst nämlich während des Deutschland-Spiels die Bühne betreten und auch wieder verlassen. Das wäre in erster Linie den Bands gegenüber unfair - und so entscheiden die Veranstalter das einzig richtige und packen eine Pause ins Programm. Dass trotz der kurzfristigen Verschiebungen alles geschmeidig läuft, spricht für die Professionalität der WFF-Mannschaft!

Harte Musik wurde aber dennoch gespielt, und zwar reichlich. Den bunten Reigen durften am Freitag 14 Uhr die Tech-Death-Metaller The Faceless eröffnen. Deren jazziger Todesblei funktioniert auf Konserve prächtig, weiß aber auch live als Festival-Anheizer zu überzeugen. Da (noch) kein Fußball läuft und die Leute noch nicht völlig durch Sonne und Alkohol aufgeweicht sind, versammelt sich auch gleich eine ansehnliche Meute vor der Bühne. Moshpits gibt es bei dem vertrackten Death Metal zwar noch keine, aber die Stimmung ist dennoch ausgelassen und von einer sich langsam entladenden Vorfreude geprägt. Ein guter Auftakt!

Während im Zelt die Niederländer All For Nothing die ersten Pits des Tages anheizen (die Meute, ausgehungert und spitz auf Hardcore, ist ein gefundenes Fressen für die Band), beackern die Paderborner Melodic Death Metaller Bloodwork die Hauptbühne. Während das Publikum während der heißesten Zeit des Tages schon ganz schön ins Schwitzen kommt, bieten Bloodwork eine energische Show, wobei die modernen Metalcore-Einflüsse in den Songs beim WFF-Auditorium auf offene Ohren stößt. Die Jungs haben mit 'The Final End Principle' erst ein Album in petto, kommen dafür aber schon recht souverän rüber. Da geht in Zukunft noch was.

Im Zelt brennt dann schon gewaltig die Luft, denn mit Horse The Band und We Butter The Bread With Butter werden die Weichen auf experimentell und abgefahren gestellt - genau das richtige für die WFF-Hardcore-Crowd, denen bei freakigen Klängen ein Funkeln in die Augen springt. Auf der Hauptbühne zocken derweil Job For A Cowboy - wie immer - eine sehr solide und brachiale Show. Was auf CD oftmals etwas an Abwechslung und Groove vermissen lässt, funktionert während eines 40-minütigen Festivalauftritts prächtig. Die Sludge Metaller Crowbar machen danach zwar auch richtig Druck, können aber im direkten Vergleich zu den Krawall-Cowboys nur bei den Genrefreunden im Publikum punkten. Alle vier Bands leiden ein wenig unter dem parallel stattfindenden Niederlande-Brasilien-Spiel, das auf einer extra aufgebauten Leinwand gegenüber der Tentstage übertragen wird.

 

Auch die Hitze fordert ihren Tribut. So viele Rasenschläfer, um die man bereits am frühen Freitagabend Slalom laufen muss, kennt man beim WFF eigentlich nur vom Sonntag, an dem sich die Kräfte zwangsläufig dem Ende zuneigen. Diesmal muss man als hitzeunresistenter Mitteleuopäer schon etwas mehr auf seine Fitness achten. Schließlich geht's ja weiter im Programm - statt Throwdown aber mit Stuck Mojo. Die Rap-Metal-Pioniere haben ihr letztes Album 'The Great Revibal' zwar ganz schön in den Sand gesetzt. Live jedoch und mit einigen Mit-90er-Klassikern im Gepäck geht so einiges. Eher eine Vintage-Show das Ganze, aber nicht wenige Besucher haben große Freude daran, die alten Knacker in guter Form live zu erleben.

Den Status als 'Pioniere' haben sich auch Fear Factory ehrlich verdient. Den Namensstreit mit den ex-Mitgliedern Christian Olde Wolbers und Raymond Herrera mal eben schnell vergessen, verursachen Burton C. Bell und Dino Cazares die erste Massenwanderung des Tages in Richtung Bühne. Fear Factory danken dem Publikum den großen Zuspruch mit einer starken Darbietung. Natürlich konzentriert sich die Setlist auch auf Songs des aktuellen (und guten) Albums 'Mechanize' - der Titeltrack und 'Powershift' sind allerfeinstes Fear-Factory-Gewitter und werden fleißig beklatscht. Bell hat nichts von seinem Charisma als Frontmann verloren und der Rest der Band spielt knackig und tight. Mit dem Bandklassiker 'Replica' beenden Fear Factory das erste richtige Auftrittshighlight des XVII. With Full Force.

Caliban sind sicherlich ein Fan-Favourite auf dem WFF, aber im direkten Vergleich zu Fear Factory geht den Modern Metallern aus Essen sowohl Ausstrahlung wie auch Hitdichte ab. Mehr als ein solider Auftritt für den Metalcore-verliebten Teil des Publikums ist nicht drin. Da ist man dann nach 20 Minuten doch geneigt sich so langsam wieder in Richtung Mattscheibe zu begeben, um das (am Ende hochdramatisch verlaufende) Spiel Ghana vs. Uruguay zu begutachten.

 

Dem Fußballfieber trotzen danach die Punk-Veteranen von The Exploited im Zelt (wo sie viel besser aufgehoben sind als vor zwei Jahren auf der Hauptbühne) und Sick Of It All auf der großen Bühne. Immer wieder schön zu sehen, wie die Koller-Brüder mit ihrem klassischen New-York-Hardcore in Deutschland mal eben eine fünfstellige Besucherzahl vor die Bühne locken und zum Ausrasten bringen. Spielfreude pur und ein Lou Koller, der die Meute von der ersten Sekunde an im Griff hat. Klassiker von Alben wie 'Scratch The Surface' stehen gleichberechtigt neben brandaktuellen Abrissbirnen wie 'Death Or Jail', bei denen die Leute ebenfalls schon sehr textsicher und im Mitgröl-Modus sind. Ein klasse Auftritt - wie eigentlich immer bei Sick Of It All.

Die alten Säcke zeigen also, wo der Hammer hängt. Krasser könnte der Unterschied zum Headliner des ersten Tages, Killswitch Engage, dann kaum sein. Schon auf Platte sind die Amis eigentlich nicht weiter der Rede wert mit ihrem auf Dauer langweiligen "wir-klauen-alte-In-Flames-Riffs-und-singen-dazu-Popmelodien'-Metalcore. Aber was dann live geht, ist der unwürdgste Headliner des With Full Force der letzten Jahre. Ein paar Kiddies feiern ihre Helden zwar kräftig ab - der Rest schaut dem bunten Treiben ziemlich teilnahmslos zu. Ja, die Band ist sehr agil, spielen können die auch, die Lightshow ist nett - aber alles, wirklich alles an dieser Band ist Durchschnitt. Noch viel schlimmer: alles ist glattgebügelt, leblos, blutleer. Jungs, Rock'n'Roll ist was anderes! Angesichts dieses Auftritts, der nicht einen einzigen Funken Magie zu versprühen vermag und völlig kalt lässt, ist es unbegreiflich, warum diese Band so groß geworden ist. Nach 20 Minuten halten wir diese Entweihung des Rock'n'Roll- und Metalspirits nicht mehr aus - und schauen stattdessen Nile beim Soundcheck zu. Das ist - wirklich ohne Übertreibung! - viel unterhaltsamer als Killswitch Engage...

With Full Force 2010 - Hitze, harte Klänge & Fußballverzückung (Part I) Seiten 1 2

 

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