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Eine neue Generation, die sich auch gern vom Folkpunk beeinflussen lässt. Den Pipes and Pints hat es das Keltische angetan, obwohl nicht vor vornherein klar war, dass ein Dudelsack zum Einsatz kommen müsse. Ska wird in Tschechien groß geschrieben, und auch Vojta hat sich einst an der Trompete versucht. Kurzzeitig half er bei The Chancers aus, einer der erfolgreichsten Ska- und 2Tone-Bands im Lande, und überrascht sogar Sänger Mike mit diesem biografischen Detail. 'Du warst bei den Chancers?', fragt der erstaunt und Vojta rollt die Augen: 'Ich war zwei Monate dabei, und jetzt sagt jeder, wow, ich war mal bei den Chancers. Ich hatte an der Trompete nicht genügend Geduld und habe nicht die Leidenschaft empfunden wie beim Dudelsack.'
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Wie kam er überhaupt auf das Instrument? 'Ich wollte etwas Melodisches in unseren Punkrock bringen, gerne auch etwas Nerviges.' Wieder lacht er. 'Gerade als ich diese Päne schmiedete, kreuzten zwei Typen auf, die die ersten Dudelsack-Kurse in Tschechien anboten. Als ich dazustieß, war ich einer von nur sehr Wenigen im Land, die das spielen konnten.'
Mit dem gleichen Ehrgeiz blickte die Band auch von Anfang an über die Landesgrenzen. Der Amerikaner Mike passte bestens in die Bandpläne, weil er von vornherein einen internationalen Flair in die Kombo bringt, die inzwischen ganz selbstverständlich durch Deutschland, Österreich oder die Slowakei tourt und als nächstes Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien in Angriff nimmt. Die Berliner kennen die Pipes and Pints dank mehrfachen Besuchs auch schon gut und zeigten bei der Fete de la Musique im vergangenen Jahr besonderen Einsatz. 'Ja, das war perfekt', erinnert sich Vojta, 'es regnete genau für unseren Gig. Alle anderen Bands spielten bei schönstem Sonnenschein und als wir anfingen, fing es an zu schütten. Aber die Leute blieben und feierten mit uns.'
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Das ist in der Großstadt keine Selbstverständlichkeit, weiß Mike: 'Die Publikumsreaktion hängt immer davon ab, wo wir gerade sind. In kleinen Städten ist es super. In großen Städten ist es meist etwas verhaltener, die Gigs kleiner, weil es so viele davon gibt. Aber in Tschechien und der Slowakei sind die Leute generell unglaublich. Das ist purer Punkrock, jeder Auftritt ist fantastisch.' Die Landsleute wissen auch genau wie die Pipes and Pints ein gutes Bier zu schätzen. Pilsner Urquell ist laut einhelliger Meinung der Fünf nicht zu toppen, gehört aber nur in Maßen mit auf die Bühne. Mehr als zwei Bier zur Auflockerung sind vorher nicht drin, aber nach der Show ist an der Bar alles möglich. 'Am besten ist es', sagt Vojta, 'wenn ich auf der Bühne anfange zu trinken. Einen Schnaps und zwei, drei Bier - das schwitze ich dann locker wieder aus.' Den Shane MacGowan will Mike aber nicht machen: 'Keiner von uns ist während der Show besoffen, nur hinterher. Unsere Texte sind auch nicht so simpel wie die typischen Trinklieder vieler Irish Folk-Bands.'
Dass es um mehr geht, haben sie mit 'Until We Die' bewiesen. Nun ist der Albumtitel sehr... 'pathetisch', springt Tomas ein. Ja, das auch, aber vor allem endgültig. Was kann denn danach noch kommen? 'Wir haben schon einen Titel für unser nächstes Album, aber das wird eine Überraschung', gibt sich Vojta geheimnisvoll und verspricht: 'Da wird noch viel mehr drinstecken!'
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