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Suidakra - Death Metal als Seelentherapie

Suidakra wissen stets zu überraschen und auch doch immer die Fans zu begeistern. Seit ihrem Wechsel zu Century Media ist die Band ein gutes Stück vorangekommen, was auch an dem superben "Emprise To Avalon" lag. Doch dass nicht immer alles eitel Sonnenschein im Musikbusiness ist, musste der sympathische Vierer u.a. an der geplatzten Borknagar-Tour letztes Jahr erleben. Die Band saß quasi auf gepackten Kofern, als sie die Absage erreichte. Mit der aktuellen Langrille "Signs For The Fallen" und einem Angebot für eine zweiwöchige Tour im November durch Deutschland und die Benelux-Staaten im Gepäck zeigt sich Sänger und Gitarrist Arkadius im Gespräch aber wieder äußerst zuversichtlich.

"Die Reaktionen auf das Album sind überraschenderweise sehr positiv, trotz der Veränderungen. Wir hatten zwar im Vorfeld in unserem Gästebuch Einträge, dass wir so bleiben sollen, wie wir sind, doch 90 Prozent der Kritiken sind sehr gut, wir sind mehr als zufrieden." resümiert Arkadius die Stimmen seitens Presse und Fans auf das neue Werk "Signs For The Fallen". Dabei beschreiben sich die angesprochenen Veränderungen der Platte mittels der Hervorhebung neuer Seiten im Bandsound. "Songtechnisch als auch songwriting-technisch ist die Platte ein optimales Werk geworden, schade nur, dass wir wegen des Budgets nicht so lange im Studio bleiben konnten." bewertet der liebenswerte Frontmann die Situation, mit der im Moment aufgrund von Rezession und der schwierigen Lage der Musikindustrie durch sinkende Absatzzahlen und fallenden Umsatz sowie daraus resultierenden geringeren Aufnahme-Budgets viele Bands zu kämpfen haben. "So mussten wir ein Akustikstück weglassen und "Threnody" kürzer ausfallen lassen, das ursprünglich länger war.".
Glänzten Suidakra noch auf "Emprise To Avalon" mit folkgeschwängertem Black/Death Metal und anspruchsvollen Fantasythemen rund um die Artus-Sage, regiert auf "Signs For The Fallen" König Death Metal. Die schwarzmetallischen Wurzeln geraten immer mehr ins Hintertreffen und die himmlischen Folk-Melodien, die Suidakra stets aus der Masse herausheben werden, harmonieren nun mit der schwedischen Schule. Böse Zungen behaupten, dass die Tour im Frühjahr mit Soilwork und Children Of Bodom einen gewaltigen Einfluss auf das Songwriting der teutonischen Stahlschmiede gehabt haben soll. "Die Tour war ja erst nach der Recording-Session, da ist also nicht viel dran... Bei uns ist es immer so, dass diese Bestandteile schon immer in den Songs drin waren, nur diesmal haben wir das Gewicht in ihre Richtung verlagert und wollten richtig auf die Kacke hauen!" wehrt Arkadius ab. "Auf "Emprise" war der Gitarrensound nicht so, wie wir uns ihn vorstellten, das wollten wir ändern. Auch das Songwriting ist immer stimmungsbedingt, es kotzt einen immer viel an, das letzte Jahr lief nicht so gut. Vielleicht war es auch die abgesagte Borknagar-Tour, dass das Album nun so extrem klingt." lächelt Arkadius. Death Metal als Seelentherapie...

 

"Unser neuer Bassist Marcus hat sich super eingebracht, nachdem er nach den Aufnahmen zu "Emprise" zu uns gestoßen ist." lobt der schreiende Sechssaiter. Jeder der Musiker schoss nun ein Viertel des Albums bei, was sich als positive Erfahrung für Arkadius herausstellte, weniger kreativen Druck auf seinen Schultern zu verspüren. "Die Band ist super zufrieden mit dem Album und der Situation. Suidakra ist für mich ein Hobby, kein Job. 2000 kam der große Bruch, wo ich überlegte, Suidakra aufzugeben oder nicht, alles wuchs mir über den Kopf. Aber die neuen Leute entsprachen meinen Vorstellungen und so ging es dann weiter." erklärt Arkadius zurückblickend. Immerhin studiert der Suidakra-Frontmann Geschichte, arbeitet bei einem Unternehmen der deutschen Post und hat neben der Band noch Zeit für seine Freundin aus Innsbruck. Respekt... "Ja, ich sollte einen Nobelpreis für Logistik bekommen!" lacht Arkadius. "In Sachen logistischen Strukturen habe ich mir sicherlich viel bei meinem Job abgeschaut. Aber auch Marcus hilft sehr bei den Bandsachen, er übernimmt mittlerweile viele Interviews und kümmert sich auch um das Merchandising. Außerdem wäre es schwer, alles mit einer Freundin zu vereinbaren, die nichts mit der Metal-Szene am Hut hat." weiß der Frontmann. Da aber seine Herzdame für ein Metal-Mag schreibt, besitzt sie so das nötige Hintergrundwissen, um zu wissen, was alles zeitlich an so einer Band dran hängt.

Was an "Signs For The Fallen" auch auffällt, sind diesmal die fehlenden Fantasythemen. Textlich agieren die Mannen stark in der Realität. "Diesmal ist es kein Konzeptalbum geworden, diesmal gibt es keine keltischen Themen, wir haben die Texte in Metaphern verpackt, aber unserer Stil ist immer noch vorhanden." beschreibt Arkadius. "Visions Demise" handelt etwa vom unausgefüllten Dasein des Menschens, in "Dimorphic" setzt sich die Band mit der These auseinander, dass der Mensch ein Kind des Feuers ist. Seitdem er die Flammenpracht beherrscht, hinterfragt er alles. "Crown At Lost" dagegen diskutiert die Absurdität von Selbstmordattentätern. "Wir versuchen von einem neutralen Standpunkt aus die Dinge zu betrachten und unsere eigene Sichtweise darauf zu erlangen. Letztendlich ist es aber eine Mischung aus angeworbenen Wissen und eigenen Gedanken." so Arkadius.
Da die Themen realitätsbezogen sind, wundert der Ork auf dem Cover schon etwas. Zufall oder ein Tribut an die grassierende "Lord Of The Rings"-Welle? "Ork? Welcher Ork?" lacht Arkadius. "Der Titel "Zeichen für die Gefallenen" erscheint in unseren Augen universell. Man kann ihn auf Krieg, Religion oder auch im sozialen Sinne anwenden. Der Gefallene auf dem Cover ist ein Krieger, kunstvoll in Szene gesetzt. Ein Krieger, der schon tot ist, mit Leichentuch und unseren typischen keltischen Elementen. Aber viele haben schon ganz andere Sachen gesehen, einer hat schon Laub im Gesicht gefunden. Aber mich freut es, dass man bei dem Motiv so viel erkennen kann, man setzt sich damit auseinander." tröstet Arkadius. Und ich verspreche, dass ich nie wieder ein Leichentuch als hochgeklapptes Visier interpretieren werde...
Stilstand scheint es im Bandlager nie zu geben, der Vierer brütet schon wieder an neuen Sachen. "Wir machen uns bereits Gedanken über neues Material, es gibt einige Sachen, die wir ausprobieren wollen. Wir werden aber immer wie Suidakra klingen, weil wir an den Instrumenten sind. Wir werden den Sound wieder erneuern, ohne die alten Trademarks zu verlieren. Das jetzige Album stellt für uns einen gewissen Zeitabschnitt dar. Es wird definitiv keinen "Signs..."-Abklatsch geben!" diktiert Arkadius in den Notizblock. Darum sollte der geneigte Fan von eingängigen, aber dennoch handfesten Melodic Death Metal-Klängen die Suidakra-Tour im Herbst nicht verpassen, um den aktuellen Seelenzustand der Band zu erleben. Zudem ist die Kombination mit cleanem Gesang als auch den fragil wirkenden Folkmelodien ein äußerst reizvoller Kontrast.


 

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Ingo
© 08/2003 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Suidakra

Homepage:
- Suidakra

Artikel:
- Suidakra - Von Elfen, Rittern, der Tafelrunde und melodischen Gitarren
- Suidakra - Death Metal als Seelentherapie
- Suidakra - Livehaftige Kriegstöne
- Suidakra - Volle Attacke in den Neuanfang

Rezensionen:
- Emprise To Avalon
- Signs For The Fallen
- Command To Charge
- Caledonia
- 13 Years of Celtic Wartunes
- Eternal Defiance

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