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Doch leider sieht die Realität, wie so oft, nicht so aus. Bethany scheint die Energie, die sie auf dem Album 'Crazy For You' versprüht live nicht hinzubekommen. Sie wirkt fast gelangweilt und teilnahmslos. Kein sonniges Gemüt, dass man in Songs wie 'Summer Mood' oder 'Happy' antrifft - die das Duo auch performt, jedoch bei weitem nicht so enthusiastisch und lockerleicht wie auf CD.
Zudem hilft es kein bisschen weiter, dass das Publikum, das sich an diesem Abend im Münchner Atomic versammelt hat, ebenso eingefroren scheint wie die Hauptpersonen dieses Auftritts. Oder vielleicht folgt nur das ein aus dem anderen. Jedoch scheint keine rechte Stimmung aufkommen zu wollen - was äußerst schade ist.
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Trotz allem kann man Bethany und ihrem Kollegen Bobb Bruno eines nicht vorwerfen: dass die beiden die Songs schlecht umsetzen. Keineswegs, die Stimme der zierlichen Sängerin erfüllt den kleinen Club, klingt klar und sie scheint jeden Ton zu treffen. Es zieht sich geradezu eine Perfektion durch den gesamten Auftritt, die man sonst bei nur wenigen Künstlern antrifft.
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Somit werden einem an diesem Abend alle schönen und noch schöneren Songs des vor kurzem veröffnetlichten Debuts präsentiert - 'Crazy For You', 'Boyfriend', 'Bratty B'. Das Publikum wippt wenigstens etwas mit.
Schließlich verzeiht man dieser Band jegliche scheinbare Demovation - den anscheinend geht es Bethany nicht so gut wie es sollte. Ein Tourleben, die etlichen Kilometer, die zwischen Freunden,Familie und einem selber liegen - dazu noch der widerlich nasskalte Winter Deutschlands: der Frau kann man es kaum verübeln, dass sie nicht Sonnenschein versprühend auf der Bühne tanzt. In diesem Sinne hofft man auf eine nächstes Mal mit einer komplett fitten Bethany und ein wenig Sonne aus Kalifornien, und weiterhin Top-Songs.
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