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Black Label Society - Berserker unter Zeitdruck

Die Hamburger Reeperbahn am Montagabend. Black Label Society legte auf der 'Black Label Berzerkus Tour' einen kurzen Zwischenstopp in Hamburg ein. Bevor das Quartett um Zakk Wylde im Schnelldurchlauf die Hansestadt rockte, nahm sich Zakks 'böser Zwillingsbruder' Nick Catanese die Zeit, um Whiskey-Soda zu erzählen, wie das Absenden einer Email sein Leben veränderte, und wieso es von Vorteil sein könnte, dass Ozzy Osbourne den Gitarristen gewechselt hat.


Der junge Nick war 1996 kurz davor, eine Informatik-Schule zu besuchen, als er in einem Metal-Magazin die Emailadresse von Zakk Wylde entdeckte. In einer Zeit, als ein Internetanschluss noch etwas Besonderes und Spam ein Fremdwort war, schrieb der Gitarrist spaßeshalber eine Email an sein Idol: 'Wenn Du mal einen Gitarristen brauchst, melde Dich bei mir.' Tatsächlich hatte der gerade beschlossen, eine Band zu gründen. 'Ein paar Wochen später holte ich ihn vom Flughafen ab. Wir saßen bei meinen Eltern und aßen Hähnchen. Dann haben wir auf dem Sofa gejammt', wundert sich Nick fast noch heute. 'Es war total verrückt und surreal. Und es passte. Dann haben wir Black Label Society gegründet.'

 

Fünfzehn Jahre später ist die Stimmung in Hamburg ausgelassen. Die bärtigen Jungs von Godsized haben mit ihrem Powersound die Menge ordentlich angewärmt. Danach wird schon die Platzierung des Wylde'schen Mikrophon-Ständers lautstark bejubelt. Für einen Moment erinnert das an W.A.S.P. und Frontmann Blackie. Vom Band läuft Black Sabbath mit 'Fairies Wear Boots', als der Vorhang auf der Bühne der Großen Freiheit 36 zugezogen wird. Dann gehen die Lichter aus. Passenderweise startet das Metal-Spektakel mit 'The Beginning ... At Last', bevor der anfangs mit Hut rockende Gitarrenmeister Zakk mit 'Crazy Horse' einen Brecher vom jüngsten Album 'Order Of The Black' ins Publikum knüppelt. Der gut 1000 Personen fassende Saal gleicht mittlerweile einer Sauna. Das 'Hamburg Chapter' ist in seinem Element. Ein Moshpit ist an diesem Montagabend aber zunächst nicht erkennbar, es wird gesittet gerockt und geheadbangt.

Die Partystimmung steigt, als der funklastige Metalgroove von 'Overlord' erklingt. Fast möchte man meinen, der ein oder andere Metaller tanzt. Mit 'Parade Of The Black' präsentieren Black Label Society den nächsten Hammer ihres genialen aktuellen Albums 'Order Of The Black', das nicht nur der Autor dieser Zeilen, sondern auch Nick für das bisher beste Werk in der Bandgeschichte hält. Und das 'nicht nur aus Promotiongründen', wie er betont. Vor allem Schlagzeuger Will Hunt habe dem Sound von BLS einen neuen Antrieb verliehen, den es auf den vorherigen Alben so noch nicht gegeben habe, findet Nick. Das Live-Debüt von Will Hunt in der Hansestadt musste allerdings verschoben werden. Wenige Tage vor dem Gig verabschiedete sich der Drummer wegen Verpflichtungen gegenüber seiner anderen Band Evanescence frühzeitig von der 'Black Label Bezerkus' Tournee. Seinen Platz nimmt Johnny Kelly von Type O Negative ein, der von Hunt persönlich eingewiesen wurde. 'Will ist nicht im Streit gegangen', weist Nick die Spekulationen aus dem Web entschieden zurück. 'Wenn er das Album mit Evanescence' eingespielt hat, wird er zu Black Label Society zurückkehren.'

 

Ein weiterer Aspekt, warum mit 'Order Of The Black' so ein starkes Album gelungen ist, könnte auch die Verabschiedung Zakks aus der Band von Ozzy Osbourne sein. 'Black Label Society wird es sicher gut tun, schließlich kann Zakk sich jetzt zu 100 Prozent darauf konzentrieren. Möglicherweise hört man das bei 'Order Of The Black' auch schon heraus. Zakk ist in der Form seines Lebens'

Die drei intensiven Balladen auf dem Album seien aber keiner bestimmten Melancholie geschuldet, erklärt Nick. 'Die Songs kommen einfach, wie sie kommen. Zakk sitzt gern am Klavier, und er schreibt wunderbare Balladen.' Die markanteste aller Balladen ist 'In This River', von Zakk geschrieben als Tribut an seinen verstorbenen Freund Dimebag Darrell. Die Monsterballade gehört mittlerweile zu jeder BLS-Show dazu wie die Transparente mit dem Bild des verstorbenen Dime. Die emotionalisierte Szene gipfelt in Dimebag-Sprechchören des Publikums. Für manche vielleicht etwas zu dick aufgetragen, ist es definitiv ein Gänsehautmoment in der Großen Freiheit 36.

Musikalisch ist das alles vom Feinsten. Die Soundwand in der großen Freiheit ist gewaltig, und das Publikum feiert den bärtigen Zakk wie einen Messias. Doch den ganzen Abend wird man das Gefühl nicht los, dass der Gig unter Zeitdruck steht. Die Ansagen von Zakk sind kurz und knapp, die Abfolge der Songs wirkt fast hektisch. Allein beim Megasolo zwischen 'Fire It Up' und dem brillianten 'Godspeed Hellbound' lässt sich der Metalbart Zeit. Vielleicht etwas zu viel, denn das Solo gehört nicht unbedingt zu den Klangspektakeln, die man von ihm sonst gewohn ist. Spätestens bei 'The Blessed Hellride', das vom 'Hamburg Chapter' lautstark mitgesungen wird, ist das jedoch vergessen.

 

Tatsächlich gibt es mittlerweile sowas wie einen Moshpit im Zentrum der Großen Freiheit. Mit 'Concrete Jungle' und 'Stillborn' beginnt dann der Teil der Show, der sich wie der Beginn eines großen Finales anfühlt. Doch so groß ist das Finale nicht. Nach knapp 90 Minuten ist die Party erstaunlicherweise schon vorbei. 'Thanks, Hamburg. Good night!' Irritierte Gesichter überall, als der Gig plötzlich und ohne jegliche Zugaben endet und somit einen faden Beigeschmack hinterlässt. Warum um alles in der Welt mussten Zakk Wylde und Co. so schnell weg? Ein Metalkonzert sollte nicht unter Zeitdruck stehen.

(Fotos: Dethlefs)


 

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Philip
© 03/2011 whiskey-soda.de
 


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