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Burden - Wider dem Ameisenhaufen

Burden haben mit ihrem erfrischend echten und unverfälschten, brachial-emotionalen Hammersound für durchweg positives Feedback in der deutschen Presse- und Online-Landschaft gesorgt und sich damit selbst das wohl unerwartet beste Geschenk gemacht. Zum Jahresausklang 2010 konnte man sich als Support der amerikanischen Doom-Legende Saint Vitus bereits ordentlich warmlaufen, um den Motor nun frisch geölt bei der anstehenden Europatour mit den sensationell reformierten und legendären Kyuss Lives! erneut auf Hochtouren laufen zu lassen. Viele Gigs sind bereits ausverkauft und pünktlich zum Tourstart erscheint europaweit eine schicke Vinylversion des Debütalbums. Einer weiteren Vergrößerung des Bekanntheitsgrades dürfte also nichts mehr im Wege stehen.

Die Jungs haben jedenfalls jeden Support verdient und da sich ihr Sound auch hervorragend zum bierseligen Abrocken auf sommerlichen Festivalwiesen eignet, könnte das Jahr 2011 sich durchaus als sehr fruchtbar für Burden erweisen. Zeit und Anlass genug also Sänger Thorsten mal genauer auf den Zahn zu fühlen, um in Erfahrung zu bringen was da für ein schlafender Riese geweckt wurde.

WS: Bitte stell doch mal kurz die Band vor und erzähl, was ihr neben der Musik noch so treibt.

Thorsten: 'Wir freuen uns natürlich am Allermeisten, dass es mit der Band gerade läuft, wie es läuft. Ich möchte aber behaupten, dass keine vernünftige Band ein Debüt rausbringen würde ohne davon wirklich überzeugt zu sein. Man hat ja nicht die Erwartungshaltung, dass jetzt alle durchdrehen müssen, trotzdem bestätigt jede positive Resonanz doch das, was man selbst mit seiner Arbeit verbindet. Das tagelange Schreiben von Songs, die vielen Proben, die Wochen im Studio, das ist alles viel Arbeit für die man vielleicht niemals auch nur ansatzweise entlohnt wird. So etwas tut man sich doch nicht an, wenn man nicht von der Sache überzeugt ist!

Grob umrissen sind wir fünf Typen, die sich der Musik und der Bühne verschrieben haben. Wir alle haben unsere Jobs, studieren, machen eben, was man so machen muss. Wir haben alle unsere ganz eigenen Lebensgeschichten und Gesichter, haben unsere eigenen Sichtweisen der Dinge. Diese Mischung birgt sehr viel Energie und schafft Ideen. Es hat bestimmt auch jeder eine Lieblingsfarbe, aber wer will das schon wissen?'

Gibt es eine übergeordnete Idee hinter Burden? Habt ihr eine Art Message, die ihr verbreiten wollt oder wollt ihr einfach nur den Spaß an der Musik genießen?

'Ich denke, wir alle sehen Musik nicht als eine Plattform sondern als Ausdrucksform, unsere Songs sollen niemanden auf unsere Haltung zu irgendetwas münzen, wir wollen uns eher mitteilen, Empathie schaffen. Die große Kunst in der Musik ist es, eine Atmosphäre einzufangen, die dem Hörer direkt unter die Haut fährt. Da sehe ich einen starken Bezug zur klassischen Musik und zum Blues. Im Blues zeigt keiner mit dem Finger auf andere, man schafft Empathie für die Situation, aus der ein Bluessong einmal entstanden ist. Es ist natürlich schön, wenn sich jemand aufgrund dessen mehr mit sich selbst auseinandersetzt. Würde sich jeder Mensch mehr mit seinem eigenen Handeln und Denken auseinandersetzen, würde es viel weniger Protestsongs geben.'

Euer Sound transportiert auf formidable Weise die verzweifelte Wut und Energie der 90er ins digitalisierte Multimedia-Zeitalter. Was war eurer Meinung nach prägend für den Bandsound?

 

'Es wird einem nicht leicht gemacht, die eigene Mitte zu finden und sich als Individuum zu definieren, die Menschheit wird immer mehr zu einem großen Ameisenhaufen. Gemeinsam werden Wunder geschaffen und wieder dem Erdboden gleichgemacht, aber welche Rolle spielt man selbst denn noch? Bin ich ein guter Mensch, bin ich der der ich sein will? Gehe ich meinen Weg oder laufe ich auf ausgetretenen Pfaden? Sind wir denn alle nur noch verkorkste Einzelgänger, die trotzdem nicht für sich selbst sprechen können? So viele Fragen und keine Antworten, das wühlt einen auf. Wir nähren uns alle an dieser seltsamen Energie und Melancholie. Unsere Musik und unsere Gedanken und Gefühle bedingen sich irgendwo selbst, Atmosphäre schafft Musik und umgekehrt. Ich denke, ohne mir jetzt ‘ne Tasche aus alten Teppichen zu nähen, das ist es was Burden ausmacht.'

Und jetzt bitte fünf Alltime-Fave-Alben, ohne die es Burden nicht geben würde:

'Alice in Chains - Dirt, Black Sabbath - Paranoid, Soundgarden - Down On The Upside, Down - NOLA, Led Zeppelin - II.'

Eure Texte sind eher persönlicher Natur, was dem ganzen ein zusätzliches Maß an Direktheit und Authentizität verleiht. Wo stecken die emotionalen Triebfedern dafür? Persönliche Erfahrungen oder der alltägliche Bullshit, der uns umgibt?

'Definitiv persönliche Erfahrungen, ich merke aber oft, dass gerade Fans unserer Stilistik ganz ähnliche Erfahrungen oder Gedanken haben. Wie schon gesagt, Musik und die dahinterstehenden Gefühle bedingen sich gegenseitig. Geschichten über Wikinger und Elfen waren noch nie mein Ding, ich brauche ein bisschen Seelenstriptease in meinen Texten, um sie auch wirklich mit Seele singen zu können. Im Idealfall erspare ich mir den Psychotherapeuten und das ein oder andere Magengeschwür und lasse lieber alles auf der Bühne raus, was mich fertigmacht.'

Gibt es irgendwelche außermusikalischen, also filmische oder literarische Inspirationsquellen, die ihr beim Songwriting heranzieht?

'Mir persönlich haben es in letzter Zeit Gedichte von Rilke sehr angetan, da ist mir eine uralte Ausgabe gesammelter Werke in die Hände gefallen. Ich bin zudem absoluter Filmfan. Stanley Kubrick finde ich zum Beispiel genial, er hat als einer von wenigen verstanden, Atmosphäre einzufangen.'

Auf dem letztjährigen Release-Gig in Oberhausen mit Vanderbuyst und Griftegard habt ihr süffisant kommentiert, dass ihr euch bewusst seid, dass keiner wegen euch gekommen ist. Die Platten gingen aber weg wie warme Semmeln, wenn ich das richtig beobachtet habe und wer euch zum ersten Mal gesehen hat, wird sicher gerne wiederkommen. Wie sind eure bisherigen Eindrücke von den Livegigs und der Resonanz des Publikums?

'Wir machen uns selbst ganz gerne mal fertig, besonders wenn das Bier schmeckt. Das nimmt einem auch ein bisschen die Angst, denn teilweise ist es schon sehr verrückt, wie man plötzlich wahrgenommen wird. Auf einer Show kamen mal zwei Jungs an unseren Merchandise-Stand, die wollten ein Foto mit uns plus Signaturen für ihr Album. In dem Album waren die beiden mit jeder Menge Bands zu sehen, mit den meisten wäre ich selbst gerne auf einem Foto gewesen. Das war schon stark. Wir geben wirklich alles um live auf uns aufmerksam zu machen, und das spüren einige und honorieren das. Auch wenn man uns fragt, wie unsere Band nochmal heißt, tut das gut. Da bleiben wir immer öfter den Leuten im Gedächtnis.'

Was steht in diesem Jahr bei Burden noch so an? Habt ihr schon konkrete Pläne für Festivalgigs oder weitere Touren?

'Jetzt steht erstmal unsere Europatour mit Kyuss Lives! an, im Anschluss daran gibt es noch ein paar Shows in Deutschland, Holland und Schweiz, unter anderem mit Audrey Horne und Gorilla Monsoon. Was Festivals anbelangt ist ein Termin schon offiziell, der Rest wird noch im Laufe der nächsten Wochen bekannt gegeben. Wir sind aber auch schon wieder schwer am Songs schreiben, und für September steht eine Deutschland-Tour mit ein paar Abstechern zu den Nachbarn an. Das Jahr wird sehr voll und wir stehen in den Startlöchern!'

Noch ein paar letzte Worte...

'Ich danke Euch für den Support und Wünsche Euch ebenso ein gutes Jahr. Darauf hebe ich meinen Whiskey, aber ohne Soda!'

(Das Interview führte und bearbeitete Nils Bald)





 

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Antal
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