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In der Hoffnung nicht zu spät zu sein, betrete ich gegen 21.20 Uhr die Potse. In der dritten Etage angekommen, muss ich unter den wenigen bereits Anwesenden etwas verloren ausgesehen haben. Als ich an der Bar nachfrage wo das Konzert stattfindet und wo die Kasse sei, werde ich nur ungläubig angeschaut. Der Barman meint, dass es keine Kasse gebe und das Konzert in dem Raum gegenüber in frühestens einer Stunde beginne. Noch einmal Glück gehabt und bald legt sich bei einem kühlen Getränk auch die Verwirrung. Ich schaue mich etwas um und beobachte die Leute, die entspannt Kicker spielen oder sich die Vokü schmecken lassen. Am Merchandise-Stand gegenüber findet man mit 7 Euro Shirts und CDs zum fairen Preis. Aber jetzt zur Musik.
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Vorband ist die Berliner Band 'Kill Your Kitty'. Vincent (Drums & Background Vocals), Kacke (Bass) und Flo (Lead Vocals & Guitar) beschreiben ihre Musik selbst als 'aggressiven bis melodisch-harten Rock/Metal-Sound,mit cleanem und geshoutetem Gesang'. Ich denke, die Beschreibung trifft ganz gut zu. Die Band entstand Anfang 2010 aus mehreren Bandprojekten. Ausreichend Spielerfahrung scheinen sie auf jeden fall bereits mitzubringen, kennen sie doch viele der Anwesenden Rockgäste. Gegen Ende der 30-minütigen Show erscheinen als Überraschungsgäste Rise Against. Die Band, die einen Tag später in der C-Halle spielen wird, mischt sich unauffällig unter das Publikum und beobachtet die Show. In der Umbaupause gönnen sie sich entspannen sie bei einem Drink und Unterhaltungen im Kicker- bzw. Barraum. Vermutlich wurden währenddessen Pläne geschmiedet, denn Templeton Pek supporten Rise Against am 13.08.2011 bei ihrem Düsseldorf-Konzert.
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Nun ist es aber Zeit für den Headliner des Abends. Templeton Pek betreten die Bühne und eröffnen mit 'Red Lights Flash' ihre Show. Es folgen 'Barries' und 'Low', die auch auf dem neuen Album 'Scratches & Scars' erschienen sind. Sänger und Bassist Neil hält es dabei nur schwer an seinem Platz. Wagemutig erklimmt er die Boxen und setzt seine Akkorde fort. Der Roadie, der die provisorisch montierten Boxen festhalten muss, weiß das nur wenig zu schätzen. Dem Publikum gefällt es, so begibt sich Neil anschließend mit seinem Mikroständer in das Publikum und setzt die Show bis zum Ende von dort aus fort, während Gitarist Kev und Drummer Simon tapfer im Scheinwerferlicht dahinbrutzeln. Trotz der überschaubaren Größe des Clubs zeigt sich das Personal durchaus professionell. So stimmen Sound und Licht bis auf die letzte Note. Die Show umfasst fast die hälfte ihrer bis jetzt veröffentlichten Songs und nach Beendigung der rasanten Show schwitzen nicht nur die Bandmitglieder.
Später erfahre ich, dass das Konzert von einem amerikanischen Energiegetränkehersteller gesponsert wurde und deswegen kein Eintritt verlangt worden ist. Umsonst zu spielen ist sehr lobenswert aber für die Potse ist das Konzept eher unangebracht. Templeton Pek verdienen auf jeden fall ein größeres Publikum. Vielleicht können sie mit besserer Promo und ihren Gigs mit Rise Against und Co. ihren Bekanntheitsgrad weiter ausbauen. Zu wünschen ist es dem sympathischen Trio.
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