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Nevermore - Willkommen zuhause

Denkt man heutzutage an Seattle, dann fällt dem gemeinen Konsumenten stets die unsägliche Grunge-Epidemie ein, die von der US-Stadt aus über die ganze Welt herfiel und eine geraume zeitlang wütete. Doch Seattle nur an diesem Ausrutscher festzumachen, wäre ungerecht, schließlich war Ende der Achtziger Jahre dort die Welt noch in Ordnung, denn das schmucke Städtchen an der amerikanischen Westküste galt als hervorragende Referenz für schwermetallischen Kunst. Einige hochkarätige Power- und Thrash Metal-Acts formierten sich dort und überzeugten die Fans weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus. Hier liegen auch die Wurzeln von Nevermore, die sich unter dem Namen Sanctuary formierten und zwei Scheiben veröffentlichten, die ihnen Kultstatus einbrachten.

Einen Namenswechsel und weitere absolut hochklassige Scheiben wie "Neon Dreaming Black" oder "Dead Heart For A Dead World" stehen Nevermore für harten, trashigen und technisch versierten US-Power Metal mit filigraner Gitarrenarbeit und den charakteristischen Kreischgesängen von Warrel Dane. Wurden die letzten Alben stets als Arbeitsausflüge nach Texas ins Village Studio in Tornillo bei El Paso deklariert, nahm nun der schwermetallische Vierer erstmals seit acht Jahren wieder ein Album in seiner Heimatstadt auf. Da "Enemies Of Reality" auch noch superb gelungen ist, war das für whiskey-soda Grund genug, sich mit Gitarrist Jeff Loomis genauer über die Situation zu unterhalten. "Hi Ingo, schön Dich zu hören. Uns geht's richtig gut, wir haben gerade einige Gigs gespielt, wie etwa in Paris und Köln und sind jetzt wieder zurück. Für den Albumtitel gab es eine Menge an Gründe, die Lyrics sind sehr persönlich und emotional gehalten, mit vielen Gefühlen. Die Essenz daraus besagt, dass jeder ein Feind der Realität sein kann." erklärt der blonde Saitenbearbeiter.

Was bei den ersten Durchläufen von "Enemies Of Reality" auffällt, ist die melodischere und eingängigere, aber dennoch härtere Ausrichtung als vom Meisterwerk und Vorgänger "Dead Heart For A Dead World". Eigentlich ist das nicht verwunderlich, klingt doch kein Nevermore-Album wie sein Vorgänger. Ständige Modifizierung des Bandsounds scheint also zur Maxime des Vierers zu gehören. "Hmm, ja... Die Songs von "Dead Heart..." waren länger. Unsere neuen Stücke sind nun kürzer, kommen schneller auf den Punkt, das ist für die neun Stücke das beste." pflichtet der sympathische Gitarrist bei. "Das Album ist definitiv aggressiver, die Band verändert sich ständig, da wir unsere Seele in Nevermore hineinhauchen. Wir verändern uns, so verändert sich auch automatisch der Sound von Nevermore. Wir haben keinen Plan, dass wir uns jetzt unbedingt musikalisch wandeln müssen. Das, was du hörst, sind wir, da wir auch keine anderen Bands während des Songwritings hören." sinniert Jeff weiter.

 

Eine weitere Veränderung im Prozess zum neuen Album, sicherlich die spektakulärste, war die Rückkehr aus Texas nach Seattle. Wo früher der legendäre Andy Sneap das Sound-Zepter schwang, konnte diesmal der Ex-Queensryche-Gittarist Kelly Gray seine Visionen einbringen, was verwundert ist deshalb das harte Gesamtbild des neuen Albums, zeichnete sich doch Kelly sonst eher für gefühlvolle Soli denn In-die-Fresse-Sound aus. "Die Begründung, warum wir in Seattle aufgenommen haben, ist ganz einfach. Die Plattenfirma hat das Budget zusammengestrichen, von daher waren Aufnahmen in unserer Heimatstadt billiger. Wir haben uns dann für Kelly entschieden und aus ihm einen echten Metalhead gemacht! Das war schon ein Experiment für uns, den Produzenten zu wechseln, aber das war erst der erste Schritt!" erzählt Jeff. Kelly Gray wechselte nämlich auch die langjährige Record-Methode der Band. Früher nahm die Band jedes Instrument für sich auf, woraus längere Pausen für die nicht betroffenen Musiker entstanden, dafür aber eine große Belastung für einspielenden Personen. "Ja, es ist vieles unterschiedlich, Kelly steckte viel hinein und es kam ein schöner Sound heraus. Diesmal nahmen wir Song für Song auf, wodurch Du als Musiker immer mal wieder abschalten kannst, wenn die anderen ihre Parts einspielen. Dafür bist du aber länger in den Record-Prozess eingegliedert. Früher waren es vielleicht zwei Wochen für meine Gitarren-Parts, nun zwei Monate. Aber mit der alten Methode musste Warrel seine Gesänge auf einmal herunterreißen, was natürlich auf die Stimme geht. Diesmal konnte er sich zwischendurch erholen." umreißt Jeff die Pro und Kontras der jeweiligen Methode.

Dafür dürfte doch alles relaxter sein, wenn man zuhause sein Album einzocken darf, oder? "Nein, ganz und gar nicht!" lacht Jeff. "Texas ist einfacher zum aufnehmen. Dort waren wir an einem Platz, wo wir gewohnt haben, alles einspielten und abmischten. In Seattle hatten wir drei verschiedene Plätze. Ich musste von meinem Haus ins Studio fahren, dann mischten wir woanders. Zum Glück brauchte wir uns nicht um pro-tools (digitale Aufnahmetechnik, A.d.V.) kümmern, das machte alles Kelly. Wir haben im London Bridge Studio aufgenommen, wo auch schon Soundgarden und Alice In Chains ihre Sachen einspielten. Aber das stressigste war, dass man nicht in Ruhe arbeiten konnten, da ständig irgendwelche Freunde angerufen haben oder vorbeikamen..." blickt Jeff zurück.

 

Neue musikalische Einflüsse lassen sich auf "Enemies Of Reality" ebenso ausmachen, Flirts mit Doom und Death Metal sind deutlich zu hören. "Ich höre privat derzeit viel Messugah. Die Songs klingen zwar traurig, aber es kann ja nicht die ganze Zeit regnen. Ich würde sie so beschreiben: Aggressiv, traurig, aber heavy!" resümiert der Gitarrist das gesamte Album in einem Satz. Und gibt noch interessante Ausblicke: "Wir sind jetzt zurück von der ersten Tour, schreiben neue Sachen. Wir arbeiten derzeit an neun Songs, die fertig sein sollen, bevor wir auf die richtige Tour im September gehen. Dort wollen wir dann Songs von jedem Album spielen!". Hört sich doch gut an, oder?


 

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Ingo
© 08/2003 whiskey-soda.de
 


Kurzinfos: Nevermore

Homepage:
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- Nevermore - MySpace-Seite

Artikel:
- Nevermore - Willkommen zuhause
- Nevermore – Im Gespräch mit Warrel Dane
- Nevermore - Ganz gewöhnliche Magie

Rezensionen:
- Dead Heart In A Dead World
- Dreaming neon black
- Enemies Of Reality
- This Godless Endeavor
- The Obsidian Conspiracy


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